…das war dieses Jahr, wo wir
gegenüber von diesem Fitnessstudio gewohnt haben. Wo die mitten in der Nacht
immer den Müll abgeholt haben, was Nadine unglaublich störte und was ich lustig
fand. Wie oft habe ich damals mit ihr geschlafen?! Ohne es zu schätzen zu
wissen. Heute schläfst du mit niemandem mehr. Und deine Eier tun weh. Und
damals dachtest du, das würde ewig dauern, das würde nie enden, mit euch. Was
ließ dich das denken? Weil sie die Erste war?
Ein Blog über das Leben, die Liebe, Beziehungen, Verlust, Angst, Spaß, die Lust, die Lust am Schreiben,Südamerika, Musik, südamerikanische Frauen, die Liebe, Spanisch, Englisch, Schottland, Spanien, Deutschland, dat Rheinland, Kinder, Literatur, Vergänglichkeit, Arbeit, Politik, die Mafia, Urlaub, Gewalt, Verbrechen, Sex, große und kleine Gefühle und vieles, vieles, vieles mehr ...
Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 29. März 2018
Donnerstag, 8. Februar 2018
Herzlichen Glückwunsch!
(Bild: KI-generiert)
An meinem Geburtstag, einem
kalten Tag im Februar, werde ich von meiner Tochter geweckt, die sich in der
Küche Buttergemüse von Aldi für die Schule macht. Und einen Bagel, im Ofen. Meine
Tochter, die irgendwas sagt, nuschelt, das ich nicht richtig verstehe.
Labels:
Einsamkeit,
Erinnerung,
Essen,
Familie,
Kontaktsperre,
Leere,
Liebe,
Literatur,
Musik,
Schweigen,
Sternzeichen,
Vater-Tochter-Beziehung,
Vatersein,
Wechselmodell,
Weihnachten
Donnerstag, 1. Februar 2018
In guten wie in schlechten Zeiten
"Den
späten Zustand der Zivilisation charakterisiere:
- das Greisenhafte statt des Jugendlichen, Geschichtslosigkeit,
- Künstlichkeit und Erstarrung aller Lebensbereiche,
- Herrschaft der anorganischen Weltstadt anstelle des lebensvollen bäuerlich geprägten Landes,
- kühler Tatsachensinn anstelle der Ehrfurcht vor dem Überlieferten,
- Materialismus und Irreligiosität,
- anarchische Sinnlichkeit, panem et circenses, Unterhaltungsindustrien,
- Zusammenbruch der Moral und Tod der Kunst,
- Zivilisationskriege und Vernichtungskämpfe,
- Imperialismus und die Heraufkunft formloser Gewalten."
(Quelle: Der Untergang des Abendlandes – Wikipedia-Eintrag)
Im Morgenmagazin läuft ein
Bericht über Pflegekräfte in Deutschland.
Den Alltag bewältigt seine
75-jährige Frau alleinI
„Wir haben das gemacht, mit
guten und schlechten Zeiten und es bleibt dabei. Wenn ich mal nicht gar nicht mehr
kann, dann ist das was anderes, dann muss man das sehen, aber solange ich noch
kann…“, sagt die selbst fast blinde alten Dame, die ihren lungenkrebskranken
Mann pflegt, der beide Beine verloren hat…
Montag, 29. Januar 2018
Yin und Yang
Der Wunsch zu
heulen, einfach loszuheulen ist so stark, so ausgeprägt, so drängend, dass du
nicht weißt, ob du es schaffst, ihm zu widerstehen. Du willst einfach nur
losheulen, aber du tust es nicht. Nicht hier, nicht jetzt, obwohl du so gerne
würdest…
Labels:
Depression,
Dunkelheit,
Einsamkeit,
Familie,
Leere,
Leiden,
Liebe,
Schwarze Löcher,
Trennung,
Vater-Tochter-Beziehung,
Vatersein,
Wahnsinn,
Wald,
Wetter,
Wut
Sonntag, 28. Januar 2018
Atomkrieg, Bob Dylan und Selbstmord
Nachts fährt mich mein
Kollege Sascha zum Bahnhof. Ich mag Sascha und Sascha mich glaub ich auch. Wir
unterhalten uns, wie immer:
„Hast du das von Hawaii gehört.
Mit den falschen Alarmmeldungen… Wo die dachten, die werden mit Atomwaffen
angegriffen…“
„Ja, krass, ne?!“
„Nur weil da einer aus
Versehen auf den Knopf gekommen ist… Dass so was überhaupt möglich ist… Dass so
was überhaupt von nur einer Person ausgelöst werden kann… Boah, ich wär so
ausgetickt…“
Labels:
Amerika,
Angst,
Depression,
Dialog,
Eltern,
Existentialismus,
Existenz,
Familie,
Gutmenschen,
Hoffnungslosigkeit,
Kommunikation,
Leben,
Lügen,
Musik,
Psychologie,
Selbstmord
Dienstag, 23. Januar 2018
Heiligabend (im Wechselmodell)
(Bild: KI-generiert)
Schon um neun Uhr
irgendwas klingelt es. Fast schon Sturm. Auf jeden Fall nicht nur einmal. Nein,
keine Angst, die können dich nicht gepfändet haben, haha. Und die Polizei ist
es, soweit ich weiß, auch nicht. Also muss es wohl María sein. Und du hattest
noch gar keine Zeit, dir jetzt schon einen anzuzwitschern. Obwohl ich schon
wach bin, schon seit kurz nach acht. Obwohl ich gestern erst um halb vier ins
Bett gekommen bin. Nach der Arbeit war ich zwar schon um zwei zu Hause, aber da
ich heute frei hatte, dachte ich: Dann kannst du ja noch was machen. Dann
kannst du ja noch was fernsehen. Beziehungsweise Pornos im Internet gucken,
immer auf der Suche nach dem perfekten Porno.
Labels:
Alkohol,
Ecuador,
Einsamkeit,
Familie,
Kommunikation,
Krise,
Leben,
Leere,
Leiden,
Liebe,
Literatur,
Trauer,
Vater-Tochter-Beziehung,
Vatersein,
Wechselmodell,
Weihnachten
Mittwoch, 17. Januar 2018
Ich kann es ihr nur nicht sagen
(Bild: KI-generiert)
Das rechne ich ihr hoch an, sage ich zu meiner Chefin. Dass sie geblieben ist. Auch wenn es nur dreieinhalb Tage die Woche sind (viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass sie bald eh aus dem Haus geht). Das rechne ich ihr hoch an: Dass sie nicht gesagt hat, ich bleibe ganz bei Mama.
Ich kann es ihr nur nicht sagen
Ich kann es ihr nur nicht sagen
Freitag, 12. Januar 2018
Der Knoblauch fällt nicht weit...
(Bild: KI-generiert)
Auf dem Weg zur
Arbeit muss ich darüber nachdenken, wie ähnlich wir uns doch sind, ich und
meine Tochter. Letzte Woche war sie ein bisschen krank und da hat sie sich doch
tatsächlich eine Knoblauchbrühe mit Ingwer gemacht. Wie der Papa!
Letztens hast du
ihr das sogar gesagt: „Wir kriegen uns nur so oft in die Wolle, weil du mir so
ähnlich bist!“
Dienstag, 9. Januar 2018
Die Wahrheit
"But at the length truth will out"
William Shakespeare
"Wer kann die Wahrheit schon ertragen?"
Marius Müller Westernhagen
"Wer kann die Wahrheit schon ertragen?"
Marius Müller Westernhagen
Nachts wache ich
auf und will die Wahrheit. Ich hab eh kaum geschlafen. Erst lief da die SOKO
Leipzig mit so einem spannenden Prostitutionsfall und dann ein ein wenig
verwirrender dänischer Film mit einem Typen, der von dem früheren
Mafia-Klienten seines Vaters, der wie er Anwalt war, verfolgt wird.
Aber selbst danach
kann ich noch nicht schlafen. Und selbst nachdem ich mir mit Mühe und Not einen
runtergeholt habe, klappt es nicht. Ich drehe und wende mich, aber die Hüfte
oder die Eier tun mir weh und so finde ich keine richtige Position.
Sonntag, 7. Januar 2018
Der Bergdoktor
„Der liebt diese
Frau abgöttisch…“ (Der Bergdoktor)
(Bild: KI-generiert)
Abends läuft der
Bergdoktor im Fernsehen. Guckst du sonst nicht (kann man dich förmlich mit jagen,
mit dem Scheiß). Aber heute ist nichts anderes drauf und du hast auch keinen
Bock auf spanisches oder englisches Fernsehen. Also guckst du den Bergdoktor.
In der Not guckt der Teufel auch den Bergdoktor.
Sonntag, 31. Dezember 2017
...sagt meine Tochter... (Silvester 2017)
„Eigentlich wäre ich ja
morgen in Urlaub geflogen.“
„Wohin?“
„Weiß nicht. Irgendwo anders hin. Wo
es warm ist. Was Billiges. Einfach nur weg.“
„In Spanien ist jetzt auch
kalt.“
„Nein, Türkei oder so.
Alleine …“, sagt, nein, nicht er, sondern sie. Seine Tochter! An Silvester!
Dienstag, 26. Dezember 2017
Zahltag: Eine Rachegeschichte
Warnung: Die folgenden Zeilen sind natürlich - wie im Übrigen alles hier - rein ficktiv und geben nicht die Meinung des Autors wieder. Jegliche Ähnlichkeiten mit (noch) lebenden Personen ist ebenfalls rein ficktiv und purer Zufall!
Ihr kann ich nichts tun. Sie
bedeutet mir zu viel. Noch immer. Aber du, du bist etwas ganz anderes. Du
bedeutest mir NICHTS. Du bist nur Scheiße.
Für das Arschloch von Vermieter,
für die zwei Umzüge, für das ganze Geld, das ich verloren habe.
Du wirst leiden. Für all die
Scheiße, die du mir angetan hast, die andere mir jemals angetan haben. Für
alles. Für meine Eltern, für Ivan, José, Christoph, für all die Leute, die mich
ignoriert haben, mich hinter meinem Rücken beleidigt haben, die mich
geschnitten haben, mein ganzes Leben. So ist das Leben: Wir bezahlen immer für
die Sünden anderer… Musste ich auch, amigo.
Enemigo…
Ich weiß, du bist nicht an
allem schuld, was in meinem Leben schiefgelaufen ist, aber…
…dich habe ich erwischt. Du
stehst für SIE. Für sie, für sie alle. Alle, die mich jemals verarscht haben,
alle, die mich jemals betrogen haben, mich abgezogen haben. An dir werde ich
ein Exempel statuieren. Das ist Pech für dich. Aber so ist das Leben. Nicht
immer gerecht.
Zuerst sagt er nichts, aber
dann fängt er an, irgendwas zu murmeln, das ich nicht verstehe. Oder nur halb. Muss
wohl an dem Klebeband liegen. Das ich noch vom letzten UMZUG übrig habe. Oder
noch von früher, wo ich noch mit IHR zusammen war. Ich verstehe ihn nicht. Will
ihn nicht verstehen. Was für einen Unterschied würde das jetzt noch machen,
jetzt, wo er hier auf dem Boden liegt. Und weg muss. Keinen! Also ist es egal. Er
ist jetzt nicht mehr der große Mann, der er einst war… Der er einst dachte zu
sein…
…heute bezahlst du für alle
Leute, die dir jemals selbstgefällig ins Gesicht gelacht haben (for all the fucking smug smiles I’ve had to
endure), das ganze Leid, die ganze Scheiße, die ganze Beziehungsscheiße (all the relationshit), Jetzt bist du
nicht mehr so groß. Für all die Tränen, die nicht gekommen sind, nicht mehr
gekommen sind, all die Wochenenden, an denen ich meine Tochter nicht gesehen
habe, die ganzen Streitigkeiten mit IHR, die ganze Scheiße. Du musst das auch
verstehen. Es ist bestimmt nicht schwer zu verstehen, mit all dem Blut im Mund.
Ist doch verständlich?! Sonst müssen wir immer alles verstehen. Was ihr macht.
Aber jetzt nicht mehr. Ich will endlich mal nicht verstehen, nur handeln,
einfach nur handeln.
Er macht komische Geräusche.
Keine Ahnung, was er mir damit sagen will. Aber ich muss das auch nicht
verstehen, nicht mehr, jetzt nicht mehr…
Sage leise, aber bestimmt: „¡Te callas! ¡Hijo de puta, hijo de la gran puta!
¡Hijo de mierda! ¡Háblame en
español, en castellano, no esta mierda de longos!“,
sage ich mit einem spanischen Akzent, den ich mir angewöhnt habe, damit ich
nicht mehr rede wie SIE, nicht mehr reden muss, wie sie…
Ich gebe ihm einen Tritt und
er hört auf zu reden. Winselt nur noch irgendwie rum. Jetzt hör schon auf, du
Lutscher. Das war noch nicht mal richtig! Ich will mir ja nicht an dir noch den Fuß
brechen. Außerdem tut es mir immer noch weh. Ich mag keine Gewalt. Aber irgendwann
kommt jeder an einen Punkt…an dem er nicht mehr kann, an der er die Schnauze
voll hat, an dem das Fass überläuft…an dem er sich nicht mehr alles gefallen
lassen will…
Das ist so wie deine
Kollegin das sagt. Deine Kollegin, deren Lieblingsfilm dieser eine Film mit Michael Douglas ist. Wo der ausflippt, dieser ganz normale Typ. Mit gutem Anzug,
gutem Job, gutem Auto. Weil die Frau den verlassen hat. Und wie viele Frauen
das nun mal machen, die Kinder gleich mitgenommen hat. Das ist der Trigger bei dem. Im wahrsten Sinne des
Wortes. Und im Laufe des Films sogar mit der Panzerfaust rumballert. Das ist
der Lieblingsfilm meiner Kollegin. Aber die hat das nie in die Tat umgesetzt.
Ihre geheimsten Wünsche und Triebe. Ich schon. Heute… die meinten ja auch, die
könnten mich für immer verarschen, jeden Tag zum Essen kommen und zum Dank noch
meiner Frau nachstellen. Klar… Normal… Mit ihr Fahrrad fahren wollen. ¿Quieres hacer bicicleta? Wie oft hast
du das damals gefragt?! Viermal?! Heute fahre ich Fahrrad. Mit dir! Aber ohne Sattel! Hoy voy a hacer bicicleta contigo… Yo…contigo…no ella…
Manche Sachen gehen eben nur
mit Gewalt… Hörst du?! „Manche Sachen gehen nur mit Gewalt!“
Das gilt für die kleinen wie
für die großen Dinge des Lebens…
Sogar ein Wassermann kommt
irgendwann an diesen Punkt…
Die Friedfertigkeit ist
vielleicht gut für Gandhi, aber nicht für dich…
Vielleicht bin ich ja auch
im Aszendenten etwas anderes…Böseres…
¡Ya
te digo qué te calles, hijo de puta!
Du hast alles bekommen,
immer schon, und ich hab alles verloren! Du kannst SIE sehen, sogar meine
Tochter, du kannst sie schmierig anlächeln, am Wochenende, wenn sie bei ihrer
Mutter ist.
Was soll ich jetzt mit dir
machen?
Ich beuge mich zu ihm
runter: „Was soll ich mit dir machen? Sag mir…, sag mir das…“
Er sagt nichts, guckt mich
nur mit diesen großen Rehaugen an. Tieraugen.
Und dann wache ich aus dem
Traum auf und es ist immer noch Weihnachten. Dieses Jahr ist Weihnachten aber
auch scheißlang… Zieht sich wie Kaugummi. Geht immer wigga. Imma wigga… Mannomann, du hast echt zu viel
Eminem gehört... In den letzten Tagen. Viel zu viel. Das ist nicht gut für
dich. Wie hat das deine Mutter (und dein Vater) damals immer gesagt?! „Du weißt
nie, wann du aufhören, wann es Zeit ist aufzuhören…“ Bis heute nicht. Ist das
jetzt gut oder schlecht? Das weißt du
auch nicht. Du weißt, dass du nicht viel weißt…
Oder ist er es, der aus dem
Traum aufwacht. Den Traum von seiner Schwägerin (welcher?), von den Töchtern
seiner Schwägerinnen (welcher?), geht mein (und sein) Alptraum etwa weiter und
ich bin wirklich hier, in dieser Wohnung, mit ihm auf dem Boden, sauber getaped,
eine Platzwunde an der Stirn. Wer soll das denn putzen, du machst meinen ganzen
Boden dreckig. Soll ich etwa deine Schwägerin anrufen, damit sie putzen kommt,
oder was?!
Scheiße, was mach ich denn
jetzt mit dir…
Ich reibe mir die Augen,
richte mich mühsam auf. Ich bin zu alt für diesen Scheiß. Jetzt damit anfangen.
Mit Gewalt muss man früh anfangen. Erfahrung sammeln. Sonst ist es zu spät.
Aber man hat nicht immer eine Wahl im Leben. Manchmal geht es einfach nicht
anders, im Leben.
Sonntag, 24. Dezember 2017
Einen Tag vor Heiligabend: Na dann Prost!
Last Christmas, I gave you my heartBut the very next day you gave it awayThis year, to save me from tearsI'll give it to someone special…(Wham! - Last Christmas)(Bild: KI-generiert)
Ich hätte richtig Bock an
Heiligabend ein bisschen Alkohol zu trinken. Um zu vergessen. Vergessen, dass meine
Frau nicht mehr da ist (Tschuldigung, meine Ex-Frau meine ich natürlich). Um zu
vergessen, dass sie, meine Tochter, nur den halben oder noch nicht mal den
halben Tag da ist, an Heiligabend! Dass sie später den Leuten ins Gesicht
lächeln wird, die deine Ehe auf dem Gewissen haben, die dich kaputtgemacht
haben und jetzt alles haben, während du nichts hast. Nur eine Tochter, und auch
die nur die Hälfte des Tages (wenn überhaupt).
Samstag, 23. Dezember 2017
Ich will...
Du
Du hast
Du hast mich
Du hast mich
Du hast mich gefragt
Du hast mich gefragt
Du hast mich gefragt und ich hab nichts gesagt
Willst du bis der Tod uns scheidet
Treue sein für alle Tage
Nein
(Rammstein "Du hast")
Du hast
Du hast mich
Du hast mich
Du hast mich gefragt
Du hast mich gefragt
Du hast mich gefragt und ich hab nichts gesagt
Willst du bis der Tod uns scheidet
Treue sein für alle Tage
Nein
(Rammstein "Du hast")
(Bild: KI-generiert)
Ich stehe an der
Bahnhaltestelle (ich glaube, mittlerweile verbringe ich gut und gerne mein
halbes in oder an der Bahn) und denke darüber nach, was Herr Baden damals
gesagt hat.
Du hörst ihn immer
noch sagen: „Was willst du vom Leben?“
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Drei Tage vor Weihnachten
(Bild: KI-generiert)
Er hat sich direkt unterm Fenster
An einem Balken aufgehängt,
Man kann die Kirchenglocken von hier hören,
Wenn man ganz leise ist
Man kann die Kirchenglocken von hier hören,
Wenn man ganz leise ist
Ein Tagebuch liegt auf dem Tisch,
Der letzte Eintrag ist noch frisch
Nur einen Satz schrieb er groß und breit
Der letzte Eintrag ist noch frisch
Nur einen Satz schrieb er groß und breit
„Ich bin hier und Bethlehem ist weit
Frohe Weihnacht, ich hoffe es geht euch gut,
Seid nicht böse über meine Flucht
Ich schau' euch trotzdem von hier oben beim Feiern zu ..."
Seid nicht böse über meine Flucht
Ich schau' euch trotzdem von hier oben beim Feiern zu ..."
(Die Toten Hosen - "Weihnachstmann vom Dach")
„Hast du Geld?“
Sie steht am Kühlschrank,
holt die Knusper-Gockelchen raus, die du so liebst. Die von Aldi. Deine
Knusper-Gockelchen. Um sie sich zu machen. Ok, sie hat gefragt, aber… Zwei
Stück! Dann ist gleich keiner mehr übrig für dich. Oder nur einer. Da lohnt
sich ja fast nicht, den überhaupt zu machen. Um eins, nachdem du die 16 Stunden
Intervall-Fasten hinter dich gebracht hast, um die Kilos zu verlieren, die du
dir in der letzten Zeit angefressen hast. Bestimmt bist du wieder über hundert
Kilo. Hundertpro. Vielleicht sogar über 110.
Labels:
Armut,
Deutschland,
Erinnerung,
Existentialismus,
Existenz,
Familie,
Geld,
Scheidung,
Tod,
Trauer,
Trennung,
Vater-Tochter-Beziehung,
Vatersein,
Weihnachten,
Wut
Montag, 18. Dezember 2017
Weihnachtsscheiß
(KI-generiert)
Kann diesen ganzen
Weihnachtsscheiß einfach nicht mehr hören. Weihnachten hier, Weihnachten da.
Aber wenn man seine Tochter nur den halben Tag lang sieht, dann ist der Rest
des Heiligabends gelaufen. Am liebsten würde ich einfach abhauen. Nach Holland
fahren und kiffen gehen, keine Ahnung. Irgendwas, nur nicht das! Habe ich zu
Nadine auch schon gesagt: „An Heiligabend bin ich nicht da! Da fahre ich nach
Holland kiffen! Da kannst du bei deiner Mutter bleiben.“ Du kannst ja dann nach
Weihnachten kommen und dein Geschenk abholen. Ich weiß nicht mehr, was sie darauf
gesagt hat. Wie dieser Typ, von dem du heute gelesen hast. 100 Länder, 100 Frauen.
Das klingt geil. Aber das kriegst du mit deiner Bilanz von zwei Frauen in 40
Jahren eh nicht mehr hin. Aber versuchen kann ich es doch wenigstens…
Freitag, 15. Dezember 2017
Ihre kleine Seele
Hey, man
How come you treat your woman so bad?
That's not the way you do it
No, no, no, you shouldn't do it like that
I could show you how to do it right
I used to practice every night on my wife, now she's gone
Yeah, she's gone
You see, her mother and me
We never got along that well, you see
How come you treat your woman so bad?
That's not the way you do it
No, no, no, you shouldn't do it like that
I could show you how to do it right
I used to practice every night on my wife, now she's gone
Yeah, she's gone
You see, her mother and me
We never got along that well, you see
(Pulp - "A little soul")
(KI-generiert)
Ich habe ihre kleine Seele
auch verletzt. Vielleicht habe ich das ja alles verdient, was mir passiert ist.
Die Trennung, die Scheidung, die finanziellen Probleme…
…als ich damals ihre
Freundin angemacht habe… Wie hieß die noch mal? Keine Ahnung. Lydia? Nein, das
war die Schwarze, bei der wir unser erstes Mal hatten. Sylvia? Nein, das war
die Sexbombe, die eigentlich Informatikerin war, aus dem Dschungel kam und
aussah…wie eine Sexbombe halt so aussieht… Die mit dem alten Typen zusammen
war, mit diesem Santa Ruseño. Der aus dem gleichen Dorf kam wie Nadine. Und
mindestens zwanzig Jahre älter war als dieser kleine, perfekte
Schoko-Sahne-Schnitte aus dem Dschungel, die dich fast zum Tiger hat werden
lassen…wenn sie nicht mit diesem alten Gockel zusammen gewesen wäre…
Dienstag, 28. November 2017
Diese Scheiß-Hoffnung!
Nachdem ich heute
einen total tollen Vormittag mit meiner Tochter hatte – sie hatte überraschend
doch keine Schule oder irgendetwas ist ausgefallen – denke ich auf dem Weg zur
Arbeit daran, wie es wäre, wenn…
Wie es wäre, wenn…
…ich traue mich
das kaum auszusprechen.
Samstag, 25. November 2017
Anruf seines Vaters
(KI-generiert)
Auf einmal, im Bus, hat er ein
komisches Gefühl. Er greift sich an die Hose. Ja, das ist sein Handy: Da ruft ihn jemand an… Er guckt auf das Display und
kann seinen Augen kaum glauben. Da steht Bert. Scheiße, was ist das denn? Warum
ruft der denn an? Er guckt noch mal auf das Display, um sich ganz sicher zu
sein, aber natürlich ist er es. Scheiße. Es klingelt noch ein paar Mal (das
heißt, es klingelt ja gar nicht, sondern vibriert nur) und dann ist Ruhe.
Tatsache! Das war sein Vater! Was will der denn?! Keine Ahnung, aber da geh ich
ganz sicher nicht dran. Vor allen Dingen nicht hier, im Bus. Eigentlich
nirgendwo, nicht nach dem letzten Mal. Ich bin doch nicht blöd.
Freitag, 17. November 2017
Döner zum Abendessen
Ich gucke Australia. Mit Nicole Kidman. Und denke
daran, wie ich das früher mit ihr geguckt hätte. Wie sie immer eingeschlafen
ist, neben mir, in meinen Armen. Wäre sie bei Australia auch eingeschlafen. Weil es so langweilig war neben mir.
Oder weil sie einfach nur müde war. Den ganzen Tag putzen ist hart…
Du wirst es nie erfahren…
Abonnieren
Posts (Atom)













