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Freitag, 10. November 2017

Selbstbefriedigung und Stiefschwestern am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen












Morgens, kurz nach dem Aufstehen, kurz nach 07:14, denke ich: All dieses Gejammer bringt doch nichts. Du musst tun, machen! Nicht jammern! Also lege ich mich wieder ins Bett und schlafe weiter…

Aber dann kann ich irgendwie doch nicht schlafen, kann doch nicht wieder einschlafen…

Freitag, 6. Januar 2017

Druck











Michael, der Bekannte von Lars, hat heute Druck. Wenn Sie wissen, was ich meine… Klingt zwar ein bisschen Scheiße, wenn man das so sagt, ist aber leider nun mal eine Tatsache. Und da er noch eine halbe Stunde hat, bevor er auf die Arbeit geht, guckt er sich noch ein paar einschlägige Filmchen an. Auf Twitter. Nicht, weil die da besonders gut wären, sondern weil er seit den Meldungen letztes Jahr ein bisschen Respekt vor „echten“ Pornoseiten hat. Nicht, dass die ihm das dann in Rechnung stellen. Und obwohl es in seinem Leben keinen mehr gibt, der das mitbekommen könnte, hat er keinen Bock auf irgendwelche Rechnungen. Weil er auch so schon nicht so viel Geld hat. Also guckt er sich die Filmchen auf Twitter an, wo sie meistens nur rund 30 Sekunden lang sind. Und nicht gerade befriedigend. Eben nur kleine Appetithäppchen, die den einsamen Wichser auf „echte“ Pornoseiten locken sollen. Zusammenfassungen: 3 Sekunden Ausziehen und Anturnen, 8 Sekunden Blasen und Schlucken und 13 Sekunden Penetration in 5 Stellungen und zum Abschluss 6 Sekunden  Kommen und Spermaschlucken.

Und genauso interessant ist das dann auch. Aber wenn man Druck hat…

…in der Not guckt der Teufel Pornos…

Zuerst sexy Teenagers (die sind natürlich alle schon lange jenseits der 20, also streng genommen gar keine Teenager mehr, aber egal)…wie die den schwarzen Schwanz in den Mund nimmt…wie der Mandingo die beiden nimmt…wie…

…aber irgendwie ist das langweilig…

Also kommt ihm eine Idee. Er könnte ja mal. Sieht ja keiner. Weiß ja keiner. Ist eh ein Fake-Account. Er könnte ja mal…

…„Gay Porn" eintippen. Nur so interessehalber. Und außerdem hat er nach dem Schwarzen irgendwie Bock auf Schwänze. Nicht dass er schwul wäre, aber…einfach mal sehen…nur mal gucken, Mann…kann ja nicht schaden…

…gesagt, getan…

…und schon erscheint das Angebot vor ihm auf dem Bildschirm…

…ist auch keine kleine Auswahl…

Am Ende entscheidet er sich für so ein Video-Konto. Und schon geht’s los. Bei Twitter haben die – wie erwähnt – keine große Zeit zur Persönlichkeitsentblößung. Schon haut dieser Typ dem anderen das Ding hinten rein. Gesichter sind in dieser Nahaufnahme natürlich nicht zu sehen. Vielleicht auch absichtlich nicht. Sieht irgendwie aus wie bei den Frauen. Ein Loch, ein Schwanz. Nur dass weibliche Arschlöcher (fast schon ein Widerspruch an sich) zarter aussehen…

Und schon ist das Video zu Ende. Also guckt er sich auch noch das nächste an. Wo eine Gruppe gelangweilter junger Männer mit Tattoos an den ulkigsten Stellen (Oberschenkel etc.) sich gegenseitig auf einem Sofa befriedigt. Das heißt, der eine bläst dem anderen einen, während der dritte daneben sitzt und an lustlos seinem halb schlaffen Glied rumspielt.

Aber es wirkt trotzdem: Denn plötzlich hat er keinen Druck mehr, schämt sich ein bisschen und geht dann auf Toilette. Abwischen und runterspülen.


Das ist wie letztens bei dem Kunden von ihm. Im Internetcafé, in dem er nebenher jobbt. Der ältere Mann. Der für sein wahres Alter (über 70!) sogar noch relativ jung aussieht. Letztens war der da, setzte sich an einen der Computer in der Ecke und…auf einmal war er dann wieder weg. Ohne tschüs zu sagen. Und als er dann später an den Computer ging, merkte er, dass der Bildschirm nicht anging, als er eine Taste drückte. Oh, Scheiße, dachte er zuerst. Nicht schon wieder ein Computer, der kaputt ist. Aber dann musste er feststellen, dass der Computer gar nicht aus war, sondern nur der Bildschirm.  Also machte er den Bildschirm wieder an und es kamen ihm jede Menge Bilder und Videos entgegen von jungen und alten Lesben (ja, ich glaube, das was es). Und auch älteren Herren, die sich mit einer blutjungen und einer mittelaltrigen Lesbe vergnügten. Geil, dachte er. Das guckt der also. Jetzt weiß ich auch, warum der in der Ecke sitzt! Kein Wunder! Solange es nichts Verbotenes ist…

…jedem Tierchen sein Pläsierchen…

…leben und leben lassen…






Freitag, 14. Oktober 2016

Reflexzonenmassage











Er hat auch wieder angefangen, sich einen runterzuholen. Das ist doch auch schon mal was! Gestern und heute! Immerhin! Gestern Nacht und heute Morgen. Gestern hat das fast eine Stunde gedauert, was Vernünftiges zu finden. Vernünftiges "Material". Mit dem er vernünftig "arbeiten" kann (alles in mühsamer Handarbeit...). Denn er wollte keine Hardcore-Pornos. Nicht immer das Gleiche. Das nervt auch. Cansa también, würde seine Frau sagen (wenn sie noch da wäre). Doch dann, kurz vor drei fand er diese Reflexzonenmassage in Japan. Die so schön ölig-feucht ist und die Dinge nur andeutet. Bei der die Unterwäsche zwar anbleibt, aber vom ganzen Öl und anderen Flüssigkeiten völlig durchweicht wird… Asiatinnen sind eh geil. Japanerinnen besonders. Die sind dann auch richtig braun. Brauner als Chinesinnen. Und die haben noch alle ihre Schamhaare. Das ist doch auch mal erfrischend, wenn man das mit all den deutschen Nacktkatzen vergleicht, all diesen Nacktpussys. Und wie die stöhnen…


Wenn die Libido langsam wiederkommt, weiß man, man ist auf dem Weg der Besserung...












Samstag, 6. August 2016

Terror, Horror und Glück












Heute setzt er dem in Europa mittlerweile fast alltäglichen Terror den Horror seines auch sehr alltäglichen Lebens entgegen. Der heute gar nicht so schlimm ist. Zuerst läuft er und die Sonne scheint schon jetzt, um halb zehn. Dann ein gutes Essen: Nudeln mit Hackfleisch, Zwiebeln, Pilzen und roter Soße. Danach holt er sich einen runter. Keine Ahnung, was er heute guckt. Diese russische Lolita, die locker 25 ist oder diesen Pornokanal auf Twitter. Ich glaube Letzteres.

Aber vorher muss ich erst mal auf Klo, denkt er. Et drückt. Und wenn et drückt, dann musst du (rheinisches Sprichwort…nicht auf meinem Mist gewachsen, haha). Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und einhalten kannst du auch nicht mehr. Nicht mehr so wie früher. Nichts ist mehr so wie früher. Wo du als Jugendlicher in diesem Schullandheim in der Eifel warst und geschlagene fünf Tage nicht auf Toilette warst. Groß, meine ich. Klein natürlich schon, sonst wärst du ja geplatzt… Diese Zeiten sind vorbei. Die guten alten Zeiten. Wo du noch jung und schön warst. Unschuldig… Heute musst du froh sein, wenn du es morgens noch rechtzeitig aufs Klo schaffst, suu wie et manschmal morjens drückt. Aber vorher nehme ich mir noch einen Teller Nudeln mit. (Ich weiß gar nicht, was manche Leute haben?! Man kann wunderbar auf Klo essen, vielleicht sogar besser als im Bett!) Und der Laptop muss natürlich auch mit…Scheiße…Scheiße…der kleine, blaue Plastikhocker Hocker, den ich immer auf den alten Küchenstuhl (ein Geschenk meiner Mutter!) vor der Kloschüssel stelle, damit der Laptop ungefähr auf Augenhöge ist, steht noch in der Küche. Scheiße. Immer das Gleiche. Also muss ich noch mal zurück, muss mit zusammengekniffenen Arschbacken komplett nackt durch die halbe Wohnung rennen, um ihn zu holen. Und Fliegen sind auch in der Wohnung. Zwei Stück, die verliebt ihre Runden um die Deckenlampe im Schlafzimmer drehen. Noch… Mannomann. Wie ich das hasse. Als ich endlich alles im Bad habe, was ich brauche (Essen, Computer…), lege ich noch ein paar Blätter Klopapier ins Klo, damit es nicht spritzt und los geht’s. Boah: Die Nudeln sind echt gut, heute! Das ist jetzt schon der zweite Teller! Nudeln, dein Computer und kacken kannst du auch…was willst du eigentlich noch mehr?!






Ich hätte María einladen sollen. Aber ob sie gekommen wäre? An ihrem Mutterwochenende. Obwohl: Sie war ja auch mit ihrer Mutter in Urlaub. Da hab ich sie ja auch nicht gesehen, ganze zwei Wochen lang. Wer gibt mir diese zwei Wochen denn zurück. Niemand! Und bald ist sie schon aus dem Haus und studiert irgendwo am Arsch der Welt und dann sehe ich sie auch nicht mehr so oft. Oder?! Und ihre Mutter trifft sie bestimmt auch, manchmal, unter der Woche. Wo sie eigentlich nur bei mir sein sollte, laut Wechselmodell. Er lacht laut und denkt: Kontaktsperre, haha! (Ist natürlich nur ein Witz: Sie ist ja schon Siebzehn, da kann sie machen, was sie will – wenn sie es wirklich will). Aber irgendwie bleibt ihm dieser Witz immer halb im Hals stecken. Das ist echt alles nicht mehr witzig, mit der Trennung und dieser ganze Scheiß. Aber gerade wenn etwas nicht mehr witzig ist oder wird, gerade dann muss man drüber lachen…


Als er sich – nachdem schon eine ganze Weile nichts mehr gekommen ist – den Arsch abwischt, denkt er: Ich freue mich schon richtig auf die paja, das Wichsen…nein, „Wichsen“ trifft es nicht, das klingt so hart, viel zu hart. Aber „Runterholen“ klingt auch nicht besser! Das spanische Wort „paja“ heißt eigentlich wortwörtlich „Stroh“ oder „Strohhalm“! Aber gibt es keinen poetischeren Namen?! „Masturbation“ ist auch zu klinisch rein, viel zu psychologisch. Darum geht es beim Runterholen nicht. Sich die Möhre schälen, die Nudel reiben, das wäre gut. Wie die Nudeln, die du gerade auf dem Klo gegessen hast… (Und selbst wenn Sie das jetzt nicht lustig finden, lachen sollten Sie trotzdem, den sie wissen ja: Gerade wenn es nicht mehr lustig ist, sollte man lachen…) Von der Kloschüssel aufstehend und abdrückend, leckt er sogar den Teller noch ab, so gut waren die heute. Mit Zwiebelchen und Pilzchen… Als er in den Spiegel guckt, sieht er, dass sein ganzer Mund rot ist, dass er überall um den Mund noch Soße hat. Sogar an der Nasenspitze. Geil! Es sind die kleinen Dinge, die einem Halt geben, in diesen Zeiten, wo sich die großen Dinge zu verschieben drohen. Verrücken.

Er geht ins Schlafzimmer, stellt den Laptop zurück aufs Bett und denkt: Jetzt geht’s los! Jetzt geht’s los! Vorher trinkt er aber noch einen Schluck kalten Kaffee. Von gestern, im Kühlschrank aufbewahrt. Geil! Eiskaffee sozusagen. Geil! Noch ein Käffchen vorher (für kalten Kaffee gilt übrigens genau das Gleiche wie für Essen auf dem Klo). Der kühlt seinen heißen Körper, seinen heißen Kopf!

Er legt sich mit freiem Oberkörper ins Bett. Vor den Laptop, auf dem immer noch seine Serie zu sehen ist. Heute haben die Zeitreisenden des Ministerio del tiempo Miguel de Cervantes, den Autoren des Quijote, vor dem Selbstmord bewahrt, den er begehen wollte, weil sein Theaterprojekt gescheitert war und er sogar den Quijote verkauft hatte. Was Cervantes wohl heutzutage gemacht hätte... Bloggen… Selbstmord begehen… Oder fürs Kino schreiben… Aber das ist zweitrangig, denn…jetzt geht’s wirklich endlich los. Manchmal ist es besser sich einen runterzuholen als Sex zu haben. Nur manchmal, ich weiß, aber wenn man eh gerade keine Alternative hat – der letzte One-Night-Fuck ist schon etwas länger her und die letzte Prostituierte auch (kein Geld, bald ist die Scheidung!) – dann tut es auch das. Was soll man schon sonst machen?! Ihn in die Tür einklemmen?! Versuchen, ihn zu vergessen. Dat jeht nit. Er klickt den Cervantes weg und geht auf diese Seite, wo die ganzen Pornos sind. Will er heute wieder eine Amateur-Frau? Eine alltägliche Frau? Der Unterbrechung des Alltags durch Scheidung und Terror eine Amateur-Tante entgegensetzen? Vielleicht. Mal sehen, was es gibt…ich lass mich überraschen. Und allein der Gedanke daran, lässt schon den Saft in ihm aufsteigen, lässt dieses leichte Kribbeln in ihm aufsteigen. Er guckt sich den Titel des ersten Videos an: Tina is a wet housewife… Mal sehen…so ne fette Frau wär ja auch mal nicht schlecht. Aber den Ton muss er runterschrauben. Beziehungsweise ganz ausstellen. Er hat das Fenster auf. Zwar nur auf Kipp, aber trotzdem. Tina sieht irgendwie versaut aus, hat dicke Titten. Gar nicht wie eine typische Hausfrau. Wenn er da so an seine Mutter denkt… Aber bitte nicht unbedingt jetzt…Mannomannomann… Sie (Tina natürlich) legt sich aufs Bett und ruft mit ihrem Zeigefinger den Mann zu sich. Zieht ihm die Schuhe aus und reibt seine nackten Füße an ihren Titten. Geil! Wem’s gefällt… Mir nicht so, also klicke ich vor. Jetzt…das ist schon besser. Sie hat nur noch ihren BH an und er wird schon steif. Er selbst natürlich, nicht der Typ im Video. Der vielleicht auch, wer weiß, aber sehen tut man noch nichts. Doch, der ist steif und Tina ist halb-Asiatin. Und schon hat sie seinen langen, steifen Schwanz im Mund. Lutscht, schleckt und leckt an diesem armen Mann rum als gäbe es kein Morgen, als würde ihr das wirklich schmecken… Am Ende nimmt sie sogar seine Eier in den Mund. Sie muss sich aber auch beeilen, denn das Video ist gleich schon vorbei. Nur noch ein paar Minuten. Boah hat die fette Nippel! Man(n) kann genau die Bikini-Linie sehen. So geil, diese Titten…mit diesen fetten Nippeln… Er berührt seinen Penis durch die Shorts, zieht sich die Hose runter. Sieht eh keiner, das Fenster geht ja auf den Hof hinaus, wo eh keiner reinkommt. Wenn jemand will schon – das Tor ist auf – aber es will ja keiner. Boah, hat der einen Prügel…Wahnsinn… Und während er das noch denkt, hat sie sich schon auf ihn gesetzt und fängt an ihn zu reiten, mit ihrer fetten, rasierten Muschi. Geil, ey! Das ist doch mal eine Muschi. Rasiert, aber trotzdem noch mit sichtbarem, braunen Schatten (ein Dreitagebart?), braungebrannt und nicht zu dünn (es heißt ja schließlich auch Venushügel!). Boah, das macht dem bestimmt Spaß. Mir auch! Man kann sogar ihre Klitoris sehen, wie sie so auf ihm reitet (was an sich ja ziemlich unspektakulär ist). Und ein Teil ihres Loches, als er in sie eindringt und sie die Lippen ein bisschen beiseiteschiebt, damit man sie besser sehen kann. Wie geil ist das denn, ey?! Tina hat’s drauf. Aber es ist nicht nur das: Beim Reiten sieht man neben diesen Titten (die genau deswegen so perfekt sind, weil sie eben nicht perfekt, sondern „echt“ aussehen – wie bei einer richtigen Frau eben…), neben den baumelnden Titten sieht man auch ein bisschen Bauchfett, ein paar kleine und mittelgroße, sonnengebräunte Speckröllchen… Und schon fängst du an zu rubbeln, an deiner Möhre zu reiben. Und dann macht der Typ es ihr auch noch von hinten… aber du wirst langsamer, weil du noch nicht kommen willst…klickst wieder vor, bis er in ihrem Mund und auf ihren fetten, geilen Titten kommt… Aber das ging jetzt zu schnell. Denn das willst du noch sehen, noch mitnehmen. Wie er in ihrem Mund kommt… Aber am Ende bist du ein bisschen enttäuscht. Denn man sieht gar nicht so viel: Sie lutscht und leckt immer weiter und streckt irgendwann zum Beweis ihre Zunge aus, die unartige Tina, aber es ist nicht wirklich viel zu sehen (vielleicht macht der Typ das ja schon zum fünften Mal heute).

Also klickst du weiter. Zum nächsten Video. Viel Bock auf Suchen hast du jetzt nicht mehr, denn du bist schon vom ersten Video total erregt (vielleicht sind ja professionelle housewives wirklich besser als Amateur-Tanten). Du liest Beautiful chicks dancing and fucked in club. Das klingt doch ok. Im Video sind ganz viele tanzende Frauen von hinten zu sehen. Die bewegen alle ihre Ärsche und heben ihre Röcke eine hat sogar nichts drunter an, unter ihrem hochgeschobenen Rock. Und dann geht es auch schon zur Sache. Dieser athletische Typ, bei dem sogar der Penis muskulös un aufgepumpt wirkt, steckt ihn der einfach so von hinten rein, hat sogar ihren Slip nur beiseitegeschoben- Boah, vielleicht ist das ja echt ein Club, eine Disko, wo die das gefilmt haben. Aber was für eine Disko bietet den männlichen (und weiblichen) Gästen denn so was? Da will ich auch hin! Geil

Doch plötzlich erfährt deine Erregung einen jähen Dämpfer. Denn du musst zu deinem Erstaunen feststellen, dass du blutest.

Scheiße!

Scheiße, Mann!

Scheiße!

Rucke die guh, rucke die guh, Blut ist…am Finger. Scheiße. Zwar nicht viel, aber genug. Das ist, weil du dich da immer kratzt. Wenn du nachts von der Arbeit nach Hause kommt. Das hattest du damals bei Nadine auch schon immer. Die Haut ist an dieser Stelle, direkt unterhalb der Eichel, an diesem komischen Bändchen zwischen Eichel und Schaft aber auch empfindlich… und es macht so viel Spaß, daran zu kratzen. Die Haut ist da viel erregbarer als an anderen Stellen.

Das hast du jetzt davon! Selber schuld!

Gedanken schießen dir durch den Kopf, während der Porno weiterläuft. Wenn sich das jetzt entzündet…oder da Dreck reinkommt…deine dreckigen Finger…

…dann ist es aus mit Erregbarkeit…

Mann…


Aber egal, ich muss jetzt fertig werden… Ich muss jetzt einfach kommen. Scheiß drauf!

Und das wirst du auch, nur ein paar Augenblicke später…siehst das weißlich-gelbe Sperma in einem Schwall aus deinem Penis kommen. In einem Spritzer fast. Drehst dich auf den Rücken, damit das Bett nicht dreckig wird (das Bettlaken solltest du sowieso mal wieder wechseln!), wartest noch einen Moment…genießt den Augenblick…das alltägliche Glück, das dem alltäglichen Terror so gut es geht trotzt)…und stehst dann schnell auf. Wobei du dir das halbe T-Shirt dreckig machst (dein schönes Bayern-München-Triple-Shirt!). Zudem fällt beim Aufstehen auch noch ein Tropfen Sperma auf die Matratze, aber das ist auch wirklich schwer zu verhindern, besonders bei einem Tollpatsch wie dir. Wie immer! Diese kleinen Dinge des Alltags sind es, die…

…einen so abfucken

Im Bad geht es direkt unter die Dusche. Das müsste eigentlich, hoffentlich reichen. Um einer Infektion, Entzündung oder was auch immer vorzubeugen. Du nimmst dir die blaue Aldi-Seife vom Waschbecken (das ist die Beste, die heißt glaub ich Meeresbrise…), stellst die Brause an und reibst dir mit der Seife immer wieder über die Stelle (und wenn die Seife jetzt dreckig ist…?). Das ist sozusagen das obligatorische Rubbeln nach dem Rubbeln. Auch nicht zu viel, nicht zu lang…sonst entzündet sich das nachher noch von der Seife!

Du trocknest dich ab (bah, Sperma und Blut auf dem Handtuch…!) und gehst zurück ins Schlaf-/Wohnzimmer. Scheiße, eine Unterhose findest du auch nicht, obwohl du den Korb mit der sauberen Wäsche zweimal durchwühlst.

Willkommen im Alltag!

Willkommen zurück im Alltag!

Nachdem du dir die graue Shorts angezogen hast, gehst du in die Küche und isst noch ein bisschen Hackfleisch, direkt aus dem Topf.

Das ist echt geil geworden…

Und auch die Fliege ist wieder da…

Imma wigga

Et jeht imma wigga


Die wird sterben

Sobald…


Dat Levve jeht imma wigga. Du musst es nur genießen, das ist der Trick

Du musst es nur ein bisschen genießen…


Und ich hab keine Unterhosen mehr. Echt nicht, Scheiße!

Dann gehe ich eben in kurzer Hose ohne Unterhose raus. Scheiß drauf! Sieht ja keiner. Weiß ja keiner. Imma wigga

Sach isch ja…

Und die Fliege muss sterben…

Boah, heute hab ich sogar Melone gegessen.

Mit Genuss schlage ich nach ihr…










Dienstag, 19. Juli 2016

Geburtstag beim Chinesen











Ich weiß noch…

…wo wir damals beim Chinesen waren. An meinem 19. Geburtstag. Im Februar. Ich bin Wassermann, wie Sie bestimmt schon an der Kompliziertheit meines Lebens gemerkt haben. Aber das ist unwichtig. An meinem Geburtstag, diesem kalten, dunklen Februarabend gingen wir zum Chinesen. Ich glaube sogar sie zahlte! Ich weiß nicht, ob ich sie da schon meinen Eltern vorgestellt hatte (ich glaube schon, das müsste eigentlich da schon gewesen sein, sonst hätte ich meiner neugierigen Mutter ja erklären müssen, wo ich hingehe, an meinem Geburtstag). Auch weiß ich nicht mehr, ob ich noch Jungfrau war. Auch hier glaube ich, dass ich es nicht mehr war, aber das ist mir heute egaler als damals. Damals war das ein Meilenstein! Endlich nicht mehr Jungfrau sein zu müssen. Diesem doofen, portugiesischen Arschloch von Mario endlich etwas entgegenzusetzen zu haben ... Mario, der mir immer erzählt hatte, wie er mit seiner indischen Freundin „rummachte“. In seinem Auto (der war schon 21, als er endlich das Abitur schaffte!), dessen Scheiben praktischerweise immer beschlugen, auf irgendeinem Parkplatz, wo er ihn nach eigener Aussage noch nicht mal richtig reinkriegte, nur die Spitze, die Eichel (oder wollte er mir damit durch die Blume sagen, dass er so einen Großen hatte, dass seine relativ kleine, indische Freundin ihn gar nicht reinbekam?? – schließlich war das damals noch die Zeit vor YouPorn, vor PornHub, vor Internetpornos, wo zwei Hengste mit Riesendingern einer Frau im gleichen Loch rumwühlen und stochern, und noch nicht mal immer im „normalen“ Loch! Da wusste man solche Dinge als jungfräulicher Jugendlicher noch nicht!). Endlich nicht mehr Jungfrau zu sein und dann diesem portugiesischen Arschloch von seinen eigenen, ersten sexuellen Abenteuern nichts zu erzählen, einfach zu sagen „der Gentleman schweigt und genießt!“, wo der einem damals, noch vor kurzem, jede Einzelheit erzählt hatte und sich dabei doch ach so cool vorgekommen war.

Auf jeden Fall gingen wir Essen. Beim Chinesen. Da, wo ich vorher immer mit meinen Eltern hingegangen war. Der Chef kannte mich sogar. Der war eigentlich voll nett. Zurückhaltend, aber nett. Sehr höflich und förmlich – wie alle Chinesen –, sehr korrekt in seiner schwarzen Weste und seinem weißen Hemd. Der hatte so eine Spezialität, der Chinese: Zu jedem Gericht gab es ein aus Möhren geschnitztes Tier, beziehungsweise irgendeine Figur: einen Drachen, eine Frau, einen Mann, eine Schlange, einen Vogel und so weiter. Die waren zwar glaub ich nicht essbar, diese Figuren (zumindest habe ich es nie probiert), aber doch sehr schön. Fast schon künstlerisch.

Der Chinese grüße mich zwar, als wir reinkamen, denn er kannte mich ja, wie gesagt, aber diskret, wie immer. Nicht so wie der Jugoslawe oder Kroate, der sich gleich zu uns an den Tisch setzte, als wir bei ihm im Restaurant waren, irgendwann in unserer Anfangszeit. Als wir gerade frisch zusammen waren. Als ich gerade frisch meine Jungfräulichkeit verloren hatte.

Was der wohl dachte, der Chinese? Vorher war der immer mit seinen Eltern da, mit seiner Schwester, seiner Mutter und seinem Vater und jetzt mit dieser Frau. Dieser älteren Frau, zumindest im Vergleich zu ihm. Der war ja noch keine 20 damals. Wahrscheinlich noch ein Schüler. Keine Deutsche, keine Ahnung, wahrscheinlich eine Südamerikanerin.

Wir guckten uns die Karte an und bestellten dann ein Menü. Keine Ahnung warum. Vielleicht fanden wir nichts anderes, was uns interessierte. Vielleicht wollte Nadine von allem etwas probieren, keine Ahnung. Meinen finanziellen Rahmen überstieg as auf jeden Fall bei weitem. Ich war ja damals noch Schüler, Abiturient, und hatte eigentlich fast gar kein Geld. Also lud mich Nadine ein. Ich protestierte noch ein bisschen, denn das Gericht kostete locker 70 Mark (damals gab es den Euro noch nicht), aber Nadine sagte, dass sie das bezahlen würde. Als Geburtstagsgeschenk.

„¡Yo te invito!“

„Ok.“

Das war voll geil, viel besser als mit meinen Eltern, denn das Menü kam auf so einem Drehteil, das aus verschiedenen Lagen bestand. Unten waren die verschiedenen Speisen und oben die Saucen. Der Reis wurde extra serviert. Wir fühlten uns wie Könige, probierten von allem etwas, aber hätten es nie geschafft, alles aufzuessen. Das war einfach viel zu viel. Selbst für einen Scheunendrescher wie mich. Außerdem wollte ich vor Nadine ja auch nicht gerade den Fresssack raushängen lassen. Zwischendurch küssten wir uns immer wieder – wenn gerade keiner guckte. Obwohl wir am Essen waren. Selbst beim Essen konnten wir nicht voneinander lassen. Wir lachten, spielten mit der Sauce und fütterten uns glaub ich sogar gegenseitig. Bis wir irgendwann – draußen war es schon lange dunkel – bis wir irgendwann nicht mehr konnten. Und den Rest zurückgehen lassen mussten. Eigentlich schade, aber


Wir waren so jung, so unschuldig…

Oder nicht mehr ganz so, was mich anging, haha