Heute muss ich echt mal wieder ein bisschen
aufräumen. Zuerst bringe ich den Müll raus, dann gucke ich im Keller nach, wie
die Wäscheleinensituation aussieht (das muss man in einem Mehrfamilienhaus, in
dem nur sechs Leinen vorhanden sind, immer tun). Aber heute ist fast alles leer
(oh, Wunder!). Also wird heute auch noch gewaschen. Keine Minute Pause.
Ein Blog über das Leben, die Liebe, Beziehungen, Verlust, Angst, Spaß, die Lust, die Lust am Schreiben,Südamerika, Musik, südamerikanische Frauen, die Liebe, Spanisch, Englisch, Schottland, Spanien, Deutschland, dat Rheinland, Kinder, Literatur, Vergänglichkeit, Arbeit, Politik, die Mafia, Urlaub, Gewalt, Verbrechen, Sex, große und kleine Gefühle und vieles, vieles, vieles mehr ...
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Sonntag, 29. Oktober 2017
Sonntag, 22. Oktober 2017
Anders als hier...
Quiero que vengas conmigo…
…a cualquier otra parte…
(Dorian)
Weil
ich nichts Besseres zu tun habe und eh keine Kunden da sind, höre ich auf der
Arbeit Übers Internet spanisches Radio. "Radio Nacional España". Es
läuft eine Diskussion um die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien. Eigentlich
wollte ich ja Fußball hören, aber das Programm wurde aus aktuellem Anlass
unterbrochen. Egal, dann höre ich eben das. Aber irgendwie kommt schon nach
kurzer Zeit dieses Gefühl hoch. Das erinnert mich voll daran, wie ich damals
immer Radio gehört habe, im Bus in Spanien, auf dem Weg in eine andere Stadt.
Das war so geil, dieses Gefühl. Alle waren am Schlafen, Nadine, María und alle
anderen Leute um mich herum und ich konnte nicht schlafen (das konnte ich noch
nie, weder im Bus noch im Flugzeug noch irgendwo auf Reisen) und hörte fast die
ganze Nacht spanisches Radio. Diskussionen. Berichte (da lief fast nie Musik,
was im Nachhinein komisch war). Draußen die spanische Nacht. Die Dunkelheit,
die Hitze (die man nicht richtig spürte, denn anders als in Deutschland hatten
die Busse alle eine Klimaanlage), die gelben Lichter, wenn wir durch
größere Ortschaften durchfuhren, das Land, das war unglaublich, dieses Gefühl…
Montag, 11. September 2017
Hintergrundbilder
Montag-Vormittag, vor dem
Computer, fange ich auf einmal wieder an, auf Google Earth Spanien-Bilder für
meinen Bildschirm-Hintergrund zu suchen. Keine Ahnung warum, eigentlich habe ich
ja schon eine veritable Sammlung in der Dia-Show, die ich mir so eingerichtet
habe, dass das Bild alle fünf Minuten wechselt. Im Zufallsmodus.
Obwohl die Bilder eigentlich
alle ziemlich ähnlich sind: Das sind alles große, weite Aufnahmen, entweder von spanischen Stränden, vom Meer selbst oder von Straßen in spanischen Städte. Die
nicht immer weit sind, aber doch die Weite irgendwie in sich tragen. Unbewusst.
Meistens handelt es sich bei den Städten um Cádiz und Barcelona, die wie zwei
Pole meiner Seele sind: die eine Stadt überschaubar, winklig, aber mit Europas
bestem Wetter und schönsten Sandstränden gesegnet, die andere groß, wuselig und
international. Aber auch Madrid, Valencia und sogar Pamplona kommen in meiner
Sammlung vor.
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Donnerstag, 17. August 2017
Sevilla, in einem anderen Leben
In einer anderen Welt, in
der ich mich nicht mehr befinde, öffne ich abends um acht auf der Arbeit Google
Earth Pro und suche nach diesem Hotel in Sevilla. Davor habe ich eine Stunde
Antonio Orozco gehört, aber das – anders als gestern mit María im Nebenzimmer –
hat nichts gebracht. (Jetzt, wo ich das sage, fällt mir auf: Hey, Antonio Orozco ist ja auch aus Sevilla! Zufälle gibt’s!)
Dienstag, 8. August 2017
Shakespeare und Deutschland
„Nerv nicht!“
Ich stand vor ihr, in der
Tür ihres Zimmers, guckte sie an, ihr Blick war auf den Bildschirm ihres Handys
gerichtet und ich versuchte, ihre Worte hinter einem Lachen verschwinden zu
lassen, schaffte es aber nicht
Nerv nicht.
Mittwoch, 26. April 2017
Strand, Mädchen und Latin Lovers
Meine Hose ist immer noch voll nass.
„Müssen wir noch ein bisschen warten. So kann
ich mich ja nicht in den Bus setzen. Mach ich ja alles nass. Nachher muss ich
noch den Bus sauber machen. Warum gehen wir eigentlich überhaupt schon.“ Ich möchte den Strand
hinausschieben
Wir
sind an diesem Strand in der Nähe von Puerto de Santa María. In der Nähe von
Cádiz. Dieser Strand, der ein bisschen abgelegen ist, aber auch nicht zu weit
weg von der Zivilisation. Mit dem Bus gut zu erreichen. Es ist heiß, aber hier
am Atlantik, an der Atlantikküste Andalusiens, an der Costa
de Luz, geht immer ein leichter Wind. Am
Himmel ist keine Wolke zu sehen. Schon seit Tagen nicht. Wahnsinn. Im Hintergrund
das stete Rauschen der Wellen. Es ist ungefähr drei Uhr nachmittags
und Nadine will gehen. Schon lange
Donnerstag, 30. März 2017
Geile Fotos
Das
war bestimmt die Sonne, die mir damals zu Kopf gestiegen ist. Bestimmt. Ein
blauer Himmel bis zu den Sternen. Keine Wolke. Nur Wind. Viel Wind. Aber ohne
jegliche Wolken. Fast magisch. Ein blauer Himmel, der einen bis zu den Sternen
hätte hinauf schauen lassen, hätte ich auch nur einen Moment meinen Blick von ihrem
Dekolleté lösen können. Auch María regte sich schon auf. War eifersüchtig. Aber
ich war einfach nur…glücklich (warum merkt man das eigentlich immer erst
hinterher? Warum ist das Leben so kompliziert, so beschissen kompliziert,
kostet so viel Arbeit, wenn es auch einfach ginge…[vielleicht, weil wir
sterben, weil wir sterben müssen – eine andere Erklärung fällt mir auch nicht
ein, aber ich habe ja eh keine Ahnung]). Und fotografierte ahnungslos weiter.
Mittwoch, 8. Februar 2017
Roma 2012
Wir wohnten damals in so
einer „Pension“. Keine Ahnung, wie die genaue Bezeichnung war. Aber ein Hotel
war das auf gar keinen Fall. Die
hatten wir schon von Deutschland angerufen. Wie wir das immer gemacht haben.
Jedes Jahr. Jedes Jahr das Gleiche. Wir suchten uns einen günstigen Flug im
Internet (meistens Ryan Air), bezahlten den mit der Kreditkarte von Marías
ehemaliger bester Freundin, zu der sie eigentlich schon lange keinen Kontakt
mehr hatte, die wir aber immer noch anriefen (immer wenn wir in Urlaub wollten
und mit der Kreditkarte bezahlen mussten). Und erst dann, nachdem all das
erledigt war, fingen wir an, nach einem günstigen Hotel zu suchen. Nach dem
günstigsten, um genau zu sein. Das ging auch immer relativ gut (vorbei waren
die Zeiten, wo wir mit María im Kinderwagen in Alicante gelandet waren und erst dann, nach der Ankunft am
Flughafen, nach einem Hotel für die Nacht suchten (ich kann mich immer noch an
das Gesicht des Taxifahrers erinnern, der wirklich nicht amused war!).
Das war auch in Rom damals
so. Das war schon unser zweites Jahr in Rom. Das zweite Jahr hintereinander und
ich kann immer noch Nadines Stimme hören, wie sie sagte:
„Immer dasselbe.“
…
„Können wir nicht mal woanders hin fahren?!“
…
„Immer Spanien“ (ich weiß, Rom liegt nicht in Spanien, aber davor waren wir schon ein paar Jahre lang immer nur nach Spanien gefahren, immer an einen anderen Ort natürlich, aber ich glaube, das hing ihr trotzdem zum Hals raus).
…
„Da [und diesmal meinte sie Rom] waren wir doch schon letztes Jahr, in Rom. Können wir nicht mal woanders hinfahren…?!“
„Ok, wohin denn? Wohin willst du denn?“
„Nach Portugal zum Beispiel…“
ach, du Scheiße
Und dann laut: „Ach, du Scheiße! Da, wo die Maddie entführt wurde??!! Portugal ist die europäische Hauptstadt der Perversen. Das ham die damals gesagt, als die entführt wurde…“
nachher entführen die noch María
„…außerdem reden die so komisch. Ich versteh die gar nicht. Zum Beispiel der Freund von der Loreta. Oder Mann. Oder was der auch immer ist. Der ist Portugiese. Und den verstehst du überhaupt nicht…“
alle Portugiesen, die ich bisher kennengelernt hab, waren Arschlöcher, restlos alle
„Oder den Mario damals, auf der Schule. Der war ein Wichser…“
„Du und deine Perversen…"
„Wo willst du denn sonst noch hin?“
„Nach Griechenland.“
ach, du Scheiße, es wird ja immer schlimmer
„Zu den Griechen?! Ne, da fahr ich nicht hin. Nicht als Deutscher. Für dich ist das ja einfach (du bist ja keine Deutsche). Aber für mich. Nicht, dass die mich aufessen…“
„Nur, was du willst. Nur Spanien. Immer nur Spanien.“
„Ne, nach Rom, war doch schön da, oder nicht!? Ich will ja nicht von einem aufgebrachten griechischen Mob gelyncht werden, nur weil ich ein Bayern-Trikot trage. Oder beraubt oder beklaut…“
oder vergewaltigt
aufgegessen
„Näh, Griechenland kannst du vergessen. Und Portugal sowieso.“
„Aber warum wieder Rom?! Warum nicht nach woanders in Italien?!“
„Wohin denn?“
„Nach Neapel.“
oh Gott, das ist ja noch schlimmer
„Nach Neapel?“
haben dir das die Mafia-Ehemänner deiner lateinamerikanischen Freundinnen eingeflüstert, oder was?!
„Da ist ja überall Mafia…und
Müll…“
„Du willst aber auch nirgendswo hin, wo ich hin will.“
wenn du nach Neapel willst
„Näh, ich will zur Mafia. Und auch nicht zu den armen Griechen…oder den perversen Portugiesen…außer Spanien gibt es ja auch kein vernünftiges Land in Europa.“
„Da willst du ja nur hin, weil…“
Ich wusste, was jetzt kommen würde. Das war immer das Gleiche. Immer das gleiche Skript. Jedes Jahr, wenn wir in Urlaub fuhren.
Aber am Ende einigten wir uns irgendwie immer auf ein Ziel, mit dem ich auch zufrieden sein konnte. Also weder Portugal, noch Griechenland noch Neapel.
Ich weiß, ich war irgendwie auch nicht besser als sie. Keinen Deut besser, ich weiß.
Aber auch nicht so viel
schlimmer: Denn Rom war auch meinerseits ein Kompromiss, war auch nicht mein
Traumziel gewesen. Obwohl es mir da gefallen hatte, im Jahr davor, zog es mich
– wie jedes Jahr – eher weder nach Spanien. Es gab doch so viele Orte auf der
iberischen Halbinsel, die wir noch nicht gesehen hatten. Oder nicht?! Aber das
musste wohl warten. Denn dieses Jahr würden wir wieder nach Rom fahren. In die
ewige Stadt, die Stadt unserer ewigen Liebe.
Die Pension „bel ami“ befand sich, anders als die letztjährige, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere, ein bisschen außerhalb. Das heißt, die war nicht irgendwo in der Vorstadt, im Ghetto, aber schon extra muris, also außerhalb der Stadtmauern. Aber nur knapp, denn bis zu selbigen waren es nur fünf Minuten zu Fuß. Die war in einem ganz normalen Wohnhaus, die Pension, aber die Eigentümerin machte uns gleich auf und gab uns einen Espresso zur Begrüßung. Natürlich erst nachdem sie uns gebeten hatte – in Vorkasse sozusagen – für unseren gesamten Aufenthalt in ihrem Etablissement zu bezahlen. Nachdem wir also bezahlt hatten, erklärte sie uns, dass sie gar keine Italienerin sei (ich hatte schon so was geahnt), sondern eine Rumänin (daher die Vorkasse). Wir bezahlten und wurden brav auf unser Zimmer geführt. Ein Dreibettzimmer, wie immer, wenn wir verreisten. Mit einem großen Bett für mich und Nadine und einem kleinen, einer Pritsche für María. Was so viel hieß wie: Keinen Sex im Urlaub.
(Ich weiß immer noch, wie uns Nadine nur ein Jahr später fast dabei erwischt hatte, wie Nadine mir in diesem Bombenhotel in Barcelona einen blies, am Blasen war, als María unerwartet früh aus der Dusche kam. Das war vielleicht peinlich. Oder in Garrucha, wo ich so geilrucha auf meine Frau war, dass ich unbedingt mit ihr schlafen wollte, obwohl María im gleichen Zimmer schlief.)
Aber alles in allem war das zweite Jahr in Rom nicht mehr so spannend wie das erste. Keine Ahnung, woran das lag. Vielleicht hätten wir ja nach Neapel fahren sollen, haha. Uns für einen Tag von Mafia und Müllbergen faszinieren lassen sollen. Vielleicht wär der Urlaub ja dann spannender gewesen. Ich mein, er war jetzt auch nicht schlecht, aber der Brüller? Auch nicht. Wie immer fuhren wir zum Strand (das kann man in Rom für sage und schreibe 1 Euro!!! (daran sollten sich die Stadtwerke Bonn mal ein Beispiel nehmen), ich las auf dem Klo, am Strand und im Bett (kein Sex!) und wir gingen sogar wieder zu diesem Latino, wo wir ein Jahr vorher yuca gegessen hatten. Aber trotzdem…
Irgendwas störte mich. Irgendwas hatte mich all die Jahre gestört. Nadine war wie immer. Wir redeten und lachten viel wie immer. Und María genoss es auch, mit uns im Meer zu planschen. Wie immer.
Wie immer eben.
Aber vielleicht war es genau das. Das es eben wie immer war. Zwar Urlaub, der auf jeden Fall besser als Deutschland war, aber wie immer. Ich aß Pizza (die gibt es in Rom sogar frisch im Supermarkt), Nadine und María gingen shoppen, während ich brav vor jedem Geschäft stehenblieb und Rammstein hörte. War es Rammstein? Ich glaube schon. Diese harten Lieder, wie zum Beispiel Reise, Reise, die so herrlich in den Urlaub passen. Stand in diesen engen Gassen im Zentrum, unter der Sonne Italiens und hörte Rammstein. Und das passt besser zusammen als sie jetzt vielleicht denken mögen. Während Nadine und María von Geschäft zu Geschäft tingelten. Und ich überall diese Scheiß-Inter-Trikots sah. Ja, genau, das war das Jahr, wo Bayern das Champions-League-Finale gegen Inter verloren hatte. 2012. Das muss es gewesen sein. Unser letztes Jahr in Rom. Ein Jahr bevor wir wieder nach Spanien gefahren waren – diesmal zu Nadines Verwandten in Andalusien. Oder nach Pamplona (in dieses Bombenhotel…)? Ich glaube, nach Pamplona. Und Barcelona. Und Cádiz, in das ich mich auf den ersten Blick verliebte. Ja, ich glaube das war es. Die (buckligen) Verwandten kamen erst ein Jahr später. Oder zwei. Nachdem Bayern endlich wieder einmal das Champions-League-Finale gewonnen hatte und ich voller Stolz mein Trikot präsentieren konnte, wo ich mir zuvor nach Häme ohne Ende („ewiger Zweiter“) hatte anhören müssen.
Donnerstag, 29. September 2016
Garrucha, Andalusien
Ich weiß noch, als wir im Urlaub waren, das
letzte Mal zusammen im Urlaub. Bei ihren Verwandten in Andalusien. In der Nähe
von Almería. In…wie hieß das noch mal…keine Ahnung...ich weiß es nicht mehr…doch: Garrucha.
Jetzt fällt's mir wieder ein. Das war’s, Garrucha! Muss man nicht kennen. Nicht unbedingt. Kein Highlight.
Die wohnten da in einem Hochhaus in der Nähe des Strandes und waren sehr „nett“.
Fast schon zu „nett“. Scheißfreundlich fast schon. Der Typ war Mechaniker und
erinnerte mich irgendwie, so von seiner ganzen Art her, an ihren Schwager. Anders als ihr Schwager war der aber glaub ich nicht mir ihr "Fahrrad fahren". Schließlich
war sie ja in Garrucha die ganze Zeit bei mir…
Wie wir da abends rausgegangen sind,
kurz vor Sonnenuntergang, kurz bevor es selbst hier, im Süden Spaniens dunkel
wurde. Wie wir am Meer spazieren waren, da wo die ganzen Hotels waren, diese
ganzen teuren Hotels…
…ich hätte nie gedacht, dass sie mich
irgendwann verlassen würde. Nie im Leben hätte ich das gedacht. Dass sie
irgendwann gehen würde. Und nie wiederkommen würde.
Streit, ja…okay…aber verlassen? Niemals.
Wir waren so…close, so eng, so keine
Ahnung. Wie verwachsen. Symbiotisch. Co-dependent.
Vielleicht genau deswegen, genau, weil wir so waren, so wie wir waren. Weil
wir uns so nah waren. Und doch so weit voneinander weg
Ich dachte immer, dass sei für immer. Für
immer und ewig. Obwohl ich natürlich frustriert war. Fast schon chronisch
frustriert. Natürlich frustriert. Aber
ich hätte sie nie verlassen. Ich hätte
sie nie verlassen. Im Leben nicht. Soviel ist sicher. Frustrationen hin oder
her. Wir waren wie ein Team. Ich, sie und María. Sie, ich und María. María, sie
und ich
So kann man sich täuschen
Ich spürte sie, berührte sie, fast schon
ständig, packte ihr an den Arsch, María regte sich auf, wir machten Witze,
scherzten und auf einmal ist sie weg. Nie wieder ein Wort, nie wieder ein Witz,
ein Lachen Kein Wort, kein gar
nichts. Noch nicht mal durch Zufall habe ich sie seitdem gesehen. Noch nicht
mal durch Zufall.
Und frage mich heute immer wieder: Wie viel
von all dem war echt? Und denke: Das kann doch nicht alles falsch gewesen sein,
pure Einbildung, eine Illusion, ein Schimäre
in der warmen, andalusischen Nacht. María
glücklich, ich glücklich…sie glücklich?
Wie viel von dem war echt? Von dem Glück
zu dritt? Oder war alles echt und es hat sich einfach so ergeben? Durch einen
dummen Zufall
(es gibt keine Zufälle)
damals wollte ich sogar ein zweites Kind
von ihr, hab ihr das gesagt. Einen Santiago oder eine Liv. Oder war das nur
Spaß? In jeden Scherz steckt immer auch ein ernster Kern? Ich war glücklich mit
ihr, ich war doch glücklich mit ihr? Oder verkläre ich die Vergangenheit? In
meiner Einsamkeit? Es ist so schwer zu sagen, aber wenn sie heute zurück
wollte, ich würde wieder nehmen. Bin ich etwa besessen? Krankhaft fixiert?
Liebeswahnsinnig? Würde mit ihr und der dafür fast schon zu alten María in den
andalusischen Sonnenuntergang gehen, direkt am Meer, am Wasser, an den Wellen
die alles wegwaschen
Ihre warmer, quirliger Körper neben mir,
im Hintergrund die roten Lichter der spanischen Nacht, das Rauschen des Meeres,
die sauber gemähten und gesprengten Wiesen, der trockene, staubige Weg, die
Wärme
die Nacht
um uns herum
nur Nacht
Nie wieder. Jetzt herrscht nur noch
eisige Kälte (trotz des schwülen, deutschen Sommers). Eisige Kälte und Geld.
Geld hier und Geld da. Hier ein bisschen, da ein bisschen: Ausgaben,
Forderungen, Anwaltskosten, Prozesskosten. Und María ist 3 ½ Tage hier, 3 ½
Tage da. Und uns beiden bricht es hoffentlich das Herz, ihr unter Woche und mir
am Wochenende – aber keiner will das zugeben, will sich die Blöße geben, vor
dem anderen, dem Antragsgegner.
Wir sind Tiere, die sich Illusionen
machen können bis sie platzen
Die Lichter sind aus, die Wärme ist weg
(oder so schwül-deutsch, dass sie unerträglich wird), die Sonne scheint bald
hoffentlich auch nicht mehr
Dieses satte Rot Andalusiens, das sich
sogar in der spanischen Flagge wiederfindet, das Feuer von 35 Grad am Tag und
25 in der Nacht, die roten und weißen Lichter, die uns den Weg ausleuchten, den
Weg zum Licht
Die deutsche Flagge ist zwar auch rot,
aber dieses Rot steht nicht für das Feuer, die Leidenschaft, sonder für das
verflossene Blut. Wofür das Schwarz steht ist ja wohl klar…Und das Gold steht
für das Geld. Der Deutschen liebe zum Geld, das sie horten, das sie verstecken,
tief unten im Keller, wie ihre Gefühle, fast schon verschüttet, um zu sehen wie
es langsam anwächst
Obwohl sie wissen, sie ganz genau wissen
dass
nichts bleibt, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt
wie
es war
wie ich versucht habe, sie in diesem
Zimmer, dem Zimmer, das der große Sohn der Familie für uns geräumt hatte, in
den Arsch zu ficken
und sie nicht wollte
in der heißen, südspanischen Nacht
Mittwoch, 25. November 2015
Sexual Healing
Damit
sie mal erfahren, warum ich die ganze Zeit so hirnlos rumjammere und nach sage
und schreibe fast drei Monaten immer noch meiner Frau nachtrauere, hier mal
eine Szene meiner Ehe aus besseren Zeiten. Das Ganze ereignete sich vor zwei
Jahren im Spanien-Urlaub in Málaga und sorgt an dieser Stelle gleichzeitig
vielleicht auch mal für eine gelungene Abwechslung von den anderen Posts. Ich
will Sie ja schließlich nicht mit meinen dauernden trüben Gedanken
verschrecken. Also hier ein paar juicy bits, wie
der Engländer das sagen würde. Sozusagen als sexual healing. Viel
Spaß damit!
[Málaga-Sex]
Am
Nachmittag sagt mir Nadine, dass die Venezolanerin zu ihrer Tochter gefahren
ist.
„Übernachtet
die auch da?“ frage ich.
„Ja
natürlich.“
Geil,
denke ich. Geil. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dann wird die Katze wohl heute
Nacht an die Wand getackert.
Vorher
erinnert die Trulla aus Venezuela Nadine noch daran, dass sie bitte immer
die Tür richtig zumachen soll, wenn sie rausgeht. Hier würden irgendwo ziemlich
viele Asis wohnen.
„Wie
Tannenbusch. Ist gefährlich“, sagt Nadine halb lachend, halb ernst. „Mach bitte
die Fenster zu. Überall. Wenn ich weg bin, weil hier in der Nähe eine schlechte
Gegend ist.“
Ich denke nur: geil. Die ham mich noch nicht kennengelernt, die Einbrecher.
„Vielleicht
meint sie ja uns mit „Assis“ und geht deswegen“, sage ich nicht ganz überzeugt.
Aber auch nicht ganz unüberzeugt. „Die Assis haben das Zimmer neben ihrem.“
„No
sé“, sagt Nadine, „ich weiß nicht, das ist das, was die gesagt hat. Die hat,
glaub ich, Rückenschmerzen. Deswegen wollte die zu der Tochter gehen.“
„Oh,
die Arme, die Arme. Die war sowieso blöd.“
Wie
ein kleines Kind freue ich mich über die sturmfreie Bude. Heute Nacht wird die
Katze gegen die Wand getackert.
Als
María einen Moment nicht guckt, ziehe ich Nadine am Arm zu mir hin, flüstere
ihr ins Ohr:
„Dann
ficke ich dich, heute Abend.“
Zuerst
tut sie so, als wär sie entsetzt und wollte nicht, dass María uns hört, dann
lächelt sie breit und stimmt ein laszives „Ohhhh“ an.
Ja,
lach du nur, Garfield. Heute Abend wirst du gefickt. In den Arsch gefickt.
Obwohl, ich glaube das ist für heute Abend zu kompliziert. Heute Abend lass ich
den Arsch mal raus. Heute ist ihre Muschi dran. Ich kann es schon jetzt kaum
erwarten. Bei den Temperaturen hier läuft meine Libido auf Hochtouren. Ich bin
den ganzen Tag spitz wie Nachbars Lumpi. Wenn ich nicht am Streiten bin, bin
ich geil. Ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen Spanien und
Deutschland. Ich habe schon wieder fast einen Ständer.
Abends
schläft María tatsächlich vor uns ein. Keine Ahnung warum. Boah! Voll das
Glück! Aber immerhin ist es ja auch schon mindestens zwölf Uhr. Trotzdem. Sonst
hält sie immer länger durch. Vielleicht war sie heute müde.
Trotzdem
schlafe ich kurz ein, wache dann aber wieder auf. Nadine ist auch wach. Ich
lächle sie lüstern an, dann zeige ich auf María.
„Die
schläft. Der Vampir schläft“, sage ich ihr leise ins Ohr und packe ihr
gleichzeitig vorne an die Unterhose.
Aber
sie zögert, wehrt mich ab, deutet mir mit den Armen an, ich solle noch ein
bisschen warten.
Warten?
Worauf? Auf Godot?!
„Komm
schon!“
Ich
packe ihr an den Arsch, spüre ihre Haut unter der Unterhose, ihr Fleisch. Ihr
heißes Fleisch (das ist ja wie beim Metzger hier).
Sie
wartet noch ein bisschen und zieht mich dann ins Bad. Während ich mir
schon die Unterhose ausgezogen habe, verschließt sie leise die Tür hinter uns.
Mit
halbsteifem Schwanz in der Hand stehe ich vor ihr. Für Außenstehende muss das
ziemlich lustig aussehen, wie ich so dastehe, mit meinem rasierten und immer
noch weißen Oberkörper und meinem Ding in der Hand.
„Ich
hoffe, die schläft“, sage ich zu Nadine.
Auf
einmal – während auch Nadine sich ihres Slips entledigt (ich liebe das, wenn
ich ihre Muschi sehe) - schießen mir allerlei komische Gedanken durch den Kopf.
Wie aus heiterem Himmel. Scheiße. Die Tür zu unserem Zimmer ist nicht
abschließbar. Und wenn jetzt - während wir uns hier im Bad vergnügen –
jemand das Zimmer betritt (wer hindert ihn – oder sogar sie – schon daran).
Wenn sich jemand – während wir hier munter aufeinander rumreiten wie die
Bekloppten – in das Zimmer schleicht. María ist alleine drüben. Wie Maddie
damals in Portugal (nur, dass der ihre Eltern nicht wie wild im Zimmer nebenan
am Bumsen waren, während ihre Tochter friedlich schlief).
Nadine
hat sich auf mich gesetzt. Ich bin schon in ihr drinnen, spüre ihren warmen
Körper auf meinem und wir fangen sogar schon an, uns im Rhythmus zu bewegen.
Wir haben hier echt Chemie, in Spanien.
Und
wenn sich da jetzt jemand – wer auch immer – in das Zimmer schleicht und nur
meine Tochter da liegen sieht. Nur halb bedeckt von der Bettdecke. Alleine im
dunklen Zimmer.
„Bist
du sicher, dass diese komische Venezolanerin weg ist?“
„Ohhhhh!!!!“
Sie hält einen Moment inne, so als würde sie lauschen, was im Nachbarzimmer
passiert.
„Dass
die weg ist.“
„Warum
fragst du das jetzt?“
„Nur
so. Keine Ahnung. Ist egal. Vergess es.“
„Ohhhhh,
immer das Gleiche!!!!!“
„Nein,
ich sag ja nur. Die Tür kann man nicht abschließen.“
„Ist
alles okay.“ Sie zögert noch einen Moment, dann ist sie wieder im Rhythmus.
Und
auch meine Gedanken kreisen nur noch bedingt um das, was im Nebenzimmer
passiert.
„Kreisen“
ist ein gutes Stichwort, denn Nadine ist die Bombe, wenn sie auf mir sitzt. Sie
bumst mich, als gäbe es kein Morgen. Unsere Becken knallen aufeinander wie
bekloppt. Ich lege meine Arme um sie, packe sie hinten an den Arsch, stecke ihr
meinen Zeigefinger in den Hintern. Aber nicht zu hart heute. Heute will ich es
genießen, nicht zu schnell kommen. Deswegen habe ich auch als Letzter geduscht
und mir unter der Dusche – trotz des kalten Wassers – einen runtergeholt.
Während sich Nadine und María im Nebenzimmer nichtsahnend die Haare trockneten
oder sonst was machten. Genau wie früher in Ungarn. Wo sich meine Eltern im
Nebenzimmer nichtsahnend die Haare machten. Meine Mutter und meine Schwester.
Da habe ich auch immer als Letzter geduscht, noch heiß vom Strand.
Ich
packe sie hart an den Arschbacken. Nur Scheiße, dass ich sie nicht küssen kann.
Irgendwie kriegt sie immer Herpes im Ausland, von dem plötzlichen
Klimaumschwung oder was weiß ich wovon. Von dem Essen. Kann eigentlich nicht
sein. Das ist nicht nur Schade wegen dem Küssen, sondern auch – und besonders –
weil sie mir so keinen blasen kann. Das wäre jetzt die Krönung, das wäre so
geil. Sie sitzt auf mir und ich stupse sie leicht an, damit sie sich nach unten
begibt. Eine Etage tiefer. Das wäre so geil. Sie versteht sofort und fängt an,
an meinem Schwanz zu lutschen, während ich mit meinem Finger ihre Muschi
streichle. Zuerst ihre Haare und dann ihre Ritze. Das mag sie nicht so, da muss
ich behutsam vorgehen. Aber das ist so geil, das Gefühl, wenn ich ihre Scheide
berühre, während sie an meinem Penis lutscht.
Schade,
schade, aber mit Herpes mach ich sowas nicht. Im Leben nicht. Es gibt auch
Genital-Herpes. Allein die Vorstellung. Selbst, als sie mich küssen will,
drücke ich sie vorsichtig, aber entschieden weg (ich will sie ja nicht vor den
Kopf stoßen.
Aber
so lange, wie wir heute und in den letzten Tagen auf den Sex warten mussten,
macht es auch so Spaß. Das ist sowieso geiler, hier in Spanien, bei offenem
Badezimmerfenster, durch das die selbst jetzt noch angenehm warme Luft von
draußen ins Bad kommt und manchmal sogar ein lauer, sanft kühlender Windhauch.
Das ist so geil, hier.
Ich
packe ihr mit beiden Händen unter ihre Arschbacken und ziehe diese auseinander
so, dass ihre Muschi in der Mitte noch offener daliegt. Ob sie das erregt. Ich
weiß es nicht, aber das ist mir heute egal. Immer wieder ziehe ich meinen
Schwanz ganz aus ihrer Scheide heraus, nur um ihn dann wieder
hineinzustoßen, so dass ich bei jedem Stoß wieder diesen Widerstand spüre,
dieser erste Widerstand, wenn man zum ersten Mal in jemanden eindringt. Das ist
so geil, wie sie von oben auf mich drauf klatscht. Immer und immer wieder,
immer und immer härter. Hundert Prozent erregt sie das, das kann sie gar nicht
kalt lassen.
Aber
das reicht mir heute nicht. Sex im Bad, obwohl es bei diesen Temperaturen schon
Spaß macht. Heute will ich mehr. María soll schließlich nicht umsonst schon so
früh eingeschlafen sein. Das muss man doch ausnutzen, vor allem, da normalerweise
Nadine diejenige ist, die lange vor uns am Ratzen ist, lange bevor María
überhaupt anfängt, müde zu werden.
„Komm
Nadi! ¡Quiero hacerlo en otro lado también! Ich will es auch noch woanders
machen.“ Ich habe Pläne, große Pläne. „¡Levántate! Steh auf.“ Heute will ich in
der ganzen Wohnung ficken. Ist ja keiner da. Hoffentlich nicht.
Was
sie dann auch tut. Das ist schon lustig, wie wir hier beide nackt und
geschwitzt im Bad stehen. Und glücklich. Irgendwie glücklich. Ich werfe mir
kurz einen Blick im Spiegel zu. Mein Haar ist verschwitzt, sieht aber immer
noch sauber aus. Und steht auch noch, genau wie mein Schwanz. Mein Gesicht
sieht nicht ganz so alt aus (das ist doch schon mal was). Mein Bauch ist immer
noch weiß und leicht speckig. Ich wackle an ihm herum. Ja, speckiger als in
Deutschland. Besonders der untere Teil. Das hat man nun von täglichen Sit-ups.
Nix. Das muss ich unbedingt trainieren in Deutschland, denn oben beim
angedeuteten Six-Pack ist er okay, der Bauch. Aber unten nicht. Da ist er zwar
straff, wabbelt aber schon ein bisschen. Schwabbel-Wabbel.
Das
sieht schon lustig aus, mit meinem weißen Bauch und dem Penis darunter. Ich bin
komplett nackt. Splitterfasernackt. Als ich einen Augenblick später die Tür öffnen
will, hält mich Nadine zurück.
„Warte!
¡Espera!“
Mir
ist das in diesen Momenten immer egal, aber ihr nicht. Ich werd mich bestimmt
nicht jetzt noch anziehen, das kann sie vergessen. Ich blicke noch mal an
meinem weißen Oberkörper herunter. Er steht immer noch. Lustig. Ich nehme meine
Eier in die Hand und wiege sie zwischen meinen Fingern. Dann streife ich mir
wie beim Masturbieren über den Penis. Heute steht der wie ne eins. Geil.
Nadine
öffnet langsam und vorsichtig die Tür. Das macht sie immer so, voll
übertrieben. Voll der Quatsch. Als ob María jetzt aufwachen würde. Obwohl, die
Gefahr besteht durchaus. Stell dir mal vor, die schreckt plötzlich aus ihrem
Schlaf hoch – aus was für einem Grund auch immer - und sieht ihre Eltern, wie
sie sich nackt aus dem Bad schleichen. Ihr Vater mit seinem erigierten Penis
und ihre Mutter mit ihrem kleinen, dichten Busch. Da kriegt sie ja ein Trauma
fürs Leben, wenn sie das mit ansehen muss.
Nadine
deutet mir an, dass ich a) leise sein soll und b) noch warten soll. Worauf
denn? Mir gefällt da eher die Hauruck-Methode. Einfach rausgehen und so schnell
wie möglich das Zimmer verlassen. Trotzdem halte ich mir – als Nadine mir
endlich ein Zeichen gibt, dass ich kommen soll – verschämt die Hand vor meine
Kronjuwelen (er ist immer noch steif!) und schleiche mich schnell in den Flur.
Nicht ohne vorher noch einen flüchtigen Blick auf meine Tochter geworfen zu
haben, die regungslos in dem Bett neben unserem schläft. Siehst du, da ist
niemand im Zimmer, was für ein Quatsch. Und beinahe zeitgleich kommen wieder
neue Zweifel: Hast du auch überall nachgeguckt. Im Schrank, zum Beispiel? Wie
denn mit meinem Schwanz in der Hand? Du musst Vertrauen haben. So, wie in
Barcelona, wo du Vertrauen hattest und diese doofe Alte einfach deine
kompletten Medikamente in den Müll entsorgt hat. Im Flur ist es dunkel. Ich
wird mich hüten jetzt das Licht anzumachen. Stell dir mal vor, die
Venezolanerin kommt genau in diesem Augenblick nach Hause und ich komme ihr –
Schwanz in der Hand – im dunklen Flur entgegen. Was würden Sie denken? Oh,
geil, den schnapp ich mir! Ich glaube nicht! Ich gucke kurz auf ihre
verschlossene Tür. Alles ist ruhig. Alles scheint ruhig zu sein. Und wenn sie
doch da ist. Und uns durchs Schlüsselloch beobachtet. Da gibt es überhaupt kein
Schlüsselloch. Das Bad – denen ihrs, nicht, das, was wir gerade entweiht haben!
- hat sie offen gelassen. Das sieht im Dunkeln voll unheimlich aus. So als
könnte da jemand hinter dem Duschvorhang stehen. Wie bei Psycho. Ich war schon
mehrmals gewillt da hineinzugehen und nachzugucken, aber habe es dann doch aus
irgendeinem unerfindlichen Grund gelassen. Das ist denen ihr Bad. Nicht
unseres. Ich respektiere das. Nachdem ich im Flur um die Ecke gebogen bin,
komme ich in das Wohn-/Esszimmer. Alles scheint in Ordnung zu sein. Kurz blicke
ich zu der Eingangstür, die durch einen kurzen dunklen Flur vom Wohnzimmer
getrennt ist. Rechts befindet sich die Küche, die auch dunkel ist. Irgendwie gefällt
mir das mit den Eingangstüren in diesen AirBnB-Wohnungen nicht. Die sind
irgendwie allesamt unheimlich. Besonders da wir ganz allein sind. Die Tür hat
weder einen Riegel noch eine Kette. Das ist kein großer Schutz, wenn hier
angeblich eine ziemlich schlechte Gegend direkt in der Nähe sein soll. Diese
Tür stellt für einen Einbrecher wahrscheinlich kein großes Hindernis dar. Aber
wir können sie auch nicht von innen abschließen. Das wäre besser, aber stell
dir mal vor die Venezolanerin kommt aus irgendeinem obskuren Grund nach Hause
und kann die Wohnung nicht betreten, weil der Schlüssel von innen steckt.
Aber
daran will ich jetzt gar nicht erst denken. Im Wohnzimmer ist alles still. Die komische
kleine Essgruppe mit dem kleinen Tisch und den vier Stühlen mit diesen hohen,
schwarzen Lehnen steht unverändert da. Unverändert unheimlich, so leer und
unbewohnt wie alles aussieht. Aber vom Balkon kommt ein bisschen Licht rein.
Endlich
ist auch Nadine da. Wahrscheinlich hat sie noch nach María gesehen.
„Komm
hierher.“
Lass
es uns auf dem Balkon tun. Ich schiebe die große Balkontür zur Seite und trete
vorsichtig nach draußen. Immerhin wohnen hier voll viele Kinder und ich bin ich
splitterfasernackt, habe einen Ständer. Ich gehe vorsichtig bis zur
Eisenbrüstung und gucke mich um. Die Nacht ist lau. Es ist alles dunkel. Die
Platanen bewegen sich leicht im Wind. Zuerst ist nichts zu sehen. Im Innenhof
ist alles ruhig. Auf der sauber gepflegten Wiese, deren Ränder dieser alte Typ
am Nachmittag sogar mit der Axt bearbeitet hatte (wie in England), sind keine
Kinder zu sehen. Dann schweift mein Blick von der Wiese nach oben, zu den
Fenstern der Wohnung in den Blöcken rund um die Wiese. Um halb 1 sind hier
keine Lichter mehr zu sehen. Selbst in Spanien. Alles ist dunkel und friedlich.
Aber
dann bemerke ich etwas. Mein Blick fällt auf den der links an unseren grenzt.
Da ist irgendwas. Da stimmt irgendwas nicht. Ich gucke zu den Fenstern hoch die
eine Etage über unseren sind und sehe auf einmal jemanden, der sich im Dunkeln
aus einem dieser kleinen Fenster lehnt und rausguckt. Selbst um diese Uhrzeit
noch. Dieses Arschloch. Nicht, dass der uns gehört hat und nachgucken will, was
da wohl los ist. Immerhin ham wir das Licht nicht angemacht könnten genauso gut
Einbrecher sein. Nicht, dass die hier alle so paranoid sind, wie die
Venezolanerin. Und schon einen Neighbourhood-Watch gegründet haben. Oder der
hat mich nackt gesehen und will ein bisschen spannen. Oder ich bin paranoid und
da ist gar keiner. Aber so ist es zu riskant, auf dem Balkon zu bumsen. Obwohl
das richtig geil gewesen wär. In der lauen Luft der spanischen Nacht in Nadine
einzudringen, immer und immer wieder ihr Loch zu spüren, ihr Fleisch, ihren
warmen Körper auf meinem. Aber die dicke Eisenbrüstung über ist nicht besonders
hoch und der Balkon ist von allen Seiten gut einsehbar. Nicht nur für den Typen
– wenn es ihn wirklich gibt – sondern auch für andere Bewohner der Anlage wäre es
ein Leichtes uns zu sehen oder allein durch die Geräusche neugierig oder
misstrauisch zu werden (nicht, dass Nadine beim Sex röhrt wie ein Stier, aber
gewisse Nebengeräusche lassen sich nie ganz vermeiden). Und Zuschauer brauch
ich jetzt wirklich nicht.
Obwohl
das so geil gewesen wäre, besonders jetzt, wo María schläft und wir alle Zeit
der Welt haben.
Also
gehe ich wieder rein, wieder zurück ins Wohnzimmer, wo mir Nadine auch schon
entgegenkommt. Ich halte sie am Arm zurück, sie will auch auf den Balkon.
Zwei Geile, ein Gedanke.
„Näh,
da ist irgendjemand.“
Sie
guckt mich ängstlich an.
„Irgend
so ein Spasti. Der hängt da aus dem Fenster. Besser nicht.“
Sie
geht zur Glastür und guckt selbst raus, scheint aber nichts zu sehen.
Bild
ich mir das etwa nur ein. Hab ich mir den Typen etwa nur eingebildet?
Ich
gehe zur Balkontür und ziehe sie am Arm aufs Sofa. Das, wie alle Sofas in
Spanien, mit so einer komischen Pferdedecke abgedeckt ist. Das sieht so
hässlich aus, merken die das nicht?
Heute
erfüllt die Decke aber ihren Sinn. Stell dir mal vor, jeder Airbnb-Gast würde
hier auf dem Sofa seine Körperflüssigkeiten und Flecken hinterlassen. Seinen
Alk, sein Koks, seine Scheidenflüssigkeit und sein Sperma, seine Kacke und
seinen Schweiß. Und das einen ganzen Sommer lang. Stellen sie sich mal vor, wie
das Sofa dann aussehen würde. Richtig wohnlich. So als ob hier wirklich
Menschen leben würden - und nicht nur blutleere venezolanische vampiresas,
die noch nicht mal als Drogenkuriere zu gebrauchen sind. Im Wohnzimmer und Flur
vor der Eingangstür ist alles dunkel. Das einzige Licht ist dieses fahle,
orangefarbene Licht von draußen. Keine Ahnung, wo das herkommt. Hier ist selbst
das Licht warm.
Ich
deute Nadine an, dass sie sich auf das Sofa legen soll. Zuerst zögert sie einen
Augenblick, immerhin sind wir mitten in einem fremden Wohnzimmer, in einer
fremden Wohnung, in einer fremden Stadt, in einem fremden Land, auf einem
fremden Planeten.
Aber
dann siegt ihre Geilheit und sie legt sich auf die Pferdedecke und öffnet ihre
Beine leicht. Sofort lege ich mich auf sie und dringe in sie ein. Ich brauche
heute keine Extra-Einladungen. Direkt lege ich los und bumse sie in der
Missionarsstellung, die eigentlich sonst nicht zu meinen Lieblingsstellungen
gehört. Aber ihr jetzt zu sagen, sie solle sich umdrehen, damit ich sie von
hinten nehmen kann, das ist dann doch ein bisschen kompliziert. Das ist so
geil. Ich stoße immer weiter in sie rein und ich weiß schon jetzt, dass ich
heute nicht mehr kommen werde. Eine kleine Übertreibung, aber heute koste ich
jede Sekunde mit meiner Frau, jeden Zentimeter ihres Körpers aus, lutsche sogar
an ihren Titten. Am Ende stecke ich ihr sogar noch meinen Finger zusammen mit
dem Penis in ihre Scheide. So müsste das doch dick genug sein. Ausfüllend
genug. Darauf stehen Frauen doch. Auf dicke Dinger. Ich mich voll gehen,
genieße ihre Muschi in vollen Zügen. Stöhne sogar. Hier kann man den Sex aber
auch richtig genießen. Schließlich soll sie ja auch merken, dass es mir Spaß
macht. Das turnt sie bestimmt noch mehr an. Jetzt ist mir auch egal ob und wann
ich komme, nicht wie in Deutschland vor dem Urlaub. Ich fühle mich wie ein
kleiner Junge (nicht dass ich als kleiner Junge schon mit einer Frau gepoppt
hätte). Ich gebe mich einfach der Ekstase her. Dem Fleisch. Ihrem Körper, der
hier in Spanien so unglaublich attraktiv ist (diese ganzen Bikinis und dieses
ganze Fleisch am Strand tun bestimmt auch ihr Übriges). Endlich kann ich den
Sex mit ihr wieder genießen, ohne daran denken zu müssen, dass ich nun bloß
nicht wieder zu früh komme. Ohne mich ständig zurückhalten zu müssen, nur um
dann um so schneller zu kommen. Ich bin nicht
nur on top of her, sondern on top of the world. Ihre nackte Haut, alles ist so
erotisch, so erregend.
Und
das Beste ist: Ich habe immer noch nicht genug, gehe von ihr runter und ziehe
sie am Arm in die Küche. Ich will mehr. Ich will noch mehr von ihrem Körper,
heute will ich sie bumsen, bis ich tot umkippe, bis ich sterbe. Ich will ihr
die Seele aus dem Leib ficken. Ich will sie immer weiter spüren, die ganze
Nacht lang. Ich will in ihr bleiben, bis sie vor Erschöpfung und Glück
einschläft.
„Komm!“
Wir
laufen in die Küche. Dort angekommen weiß ich nicht, was ich machen soll. Ich
gucke mich um. Mittlerweile haben sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt.
Vielleicht auf diesen Küchenschemeln. Näh. Das ist dann doch ein bisschen zu
athletisch. Wenn wir da mitten im Akt herunterfallen und uns was brechen. ¡Ojo!
Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Die meisten Unfälle im Haushalt
passieren beim Sex. Scheren im Arsch, Gabeln im Penis, in der Scheide (für
immer) verschollene Gegenstände oder steckengebliebene Vibratoren.
Näh,
der Küchenhocker ist definitiv zu wackelig. Und der Tisch auch. Nadines Arsch
hält der vielleicht noch aus, aber meinen Ganz sicher nicht. Also gucke ich
mich weiter in der Küche. Nadine steht nackt neben mir und wartet auf meine
Entscheidung. Heute bin ich der Boss. Der Mann. Der Stecher. Vielleicht auf dem
Herd. Am besten, wenn die Herdplatte noch an ist. Aber dafür muss man draußen
das Gas anmachen. Nicht, dass ich dabei das ganze Haus in die Luft jage.
Stellen Sie sich die Schlagzeile vor:
Nackter
Deutscher jagt beim Sex mit südamerikanischer Frau Haus in Málaga in die
Luft
Also entscheide ich mich am Ende für die sichere
Alternative: die Waschküche. Die Waschnische, die außerhalb des Hauses liegt.
Der Waschbalkon. Das klingt romantischer. Wo auch das Gas steht. Das
Gaaaaaaaaaassssssssss. Wir setzen uns auf die braunen Fliesen. Und das Geilste
ist. Die sind noch mal kalt. In Deutschland würde man jetzt eine
Blasenentzündung riskieren. Es ist hier ziemlich eng. Über uns hängen immer
noch die Handtücher, die die Hausherrin extra für uns noch kurz vor unserer
Ankunft gewaschen hat. Unbenutzt. Nadine setzt sich auf mich und ich bin wieder
in ihr drinnen. Ahhhhh!!!! Das tut so gut. Ich rücke sie auf mir zurecht und
wir fangen wieder an. Ich stöhne und werde richtig laut. Ich spüre sie in mir.
Auf einmal halte ich inne und umarme sie fest. Ich höre auf, mich zu bewegen
und lege meine Arme um sie, küsse sie auf den Kopf. Meine Arme umschlingen
ihren Körper ganz fest. Ich genieße einfach nur den Moment. Halte Nadine fest,
damit sie stillhält. Das ist manchmal ein bisschen schwierig, Ruhe in sie zu
kriegen. Wenn sie erst mal so richtig loslegt. So richtig am Rühren, Stoßen und
Löffeln ist. Aber am Ende hört sie auch auf sich zu bewegen. Das ist manchmal
auch schön. Man muss nicht immer wie bekloppt sportficken. Sie hat beim Sex
immer diesen angestrengten Gesichtsausdruck. So als wäre das harte Arbeit.
Beruhig dich! ¡Cálmate! ¡Tranquilízate! Ich gucke ihr in die Augen, küsse sie
auf die Stirn, küsse ihr Haar. Auf den Mund geht ja leider nicht. Schade. Küsse
ihren Hals. Wie ein Vampir. Das gefällt ihr, darauf steht sie total. Sie
fängt auch direkt an zu stöhnen. Wenn sie mir doch nur einen blasen könnte. Und
plötzlich ist mir alles egal. Ich höre auf, mich zu beherrschen und stoße
meinen Penis wie wild in sie rein. Immer weiter. Immer schneller. Ich weiß
schon jetzt, dass ich kommen werde. So habe ich gar keine andere Chance. Und am
Ende komme ich dann auch in ihr. Mit einem lauten Ahhhh zwischen Stöhnen und
Seufzer. Eigentlich wollte ich wie immer noch länger machen. Man will immer
mehr. Aber hier in Spanien ist selbst das Gefühl der Leere danach (kommen ist
wie sterben) nicht so stark. Aber schön wäre es schon gewesen, noch ein
bisschen länger mit Nadine zu schlafen. Vielleicht sogar auf dem Herd. Aber sie
ist schon aufgestanden und auf dem Weg durch die dunkle Wohnung ins Bad. Ich
brauche danach immer ein bisschen länger, stehe da und gucke an meinem Körper
herunter auf meinen Schwanz, der immer noch halb steif ist. Stehe einfach so
da, wie benommen. Wie berauscht. Mein Schwanz tropft schon fast, so lange stehe
ich da. Aber dann begebe ich mich auch ins Bad, bahne mir meinen Weg durch die
dunkle Wohnung und an der immer noch schlafenden María vorbei ins Bad, wo
Nadine mit der Pflege danach schon fast fertig ist. Die bei ihr nur einen
Klogang und das Abtrocknen ihrer Muschi mit Klopapier umfasst.
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