Posts mit dem Label Liebeskummer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Liebeskummer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 8. Februar 2025

Traumdeutung Episode 3 nach C



Im Traum sitzt sie auf einem Sofa. In einer kleinen Wohnung


(Aber ist es wirklich oder eine andere,du weißt es nicht. Es könnte auch Nadine oder irgend jemand anderes, denn du hast sie nicht so rundlich in Erinnerung, im Traum meine ich,in echt schön.)

Sonntag, 5. Januar 2025

Ein Besuch im Zoo

 




„Ich war letztens im Zoo, sagt seine Kollegin bei Schichtwechsel zu ihm. Die hatten da diese China Lights ...“


Echt?“


Was wohl Viktor dazu sagen würde, zu den Chinesinnen?







... und wenn ich sie trotzdem liebe ... ?






























(oder gerade deswegen)








































... dann hast du ein Problem ...

Sonntag, 29. Dezember 2024

Wie alles begann II




Du fragst dich: Wie fing das alles an?

Denkst zurück. Siehst sie, wie sie hinten an einem Automaten spielt, in einem dicken Pullover. C. Hättest du eine Chance gehabt, wenn du es anders angegangen wärst? Bestimmt. 

Sie ist Latina, das weißt du. Wie deine Ex. Wahrscheinlich sogar aus Ecuador, aber das weißt du zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Du beobachtest sie, wie sie spielt, findest sie da schon irgendwie attraktiv - wenn du wüsstest, was noch alles kommen sollte ...

Siehst sie ein paar Male, immer allein, nie mit irgendjemand am reden, immer nur leise am spielen.

Und irgendwann, als du ihren Ausweis kontrollierst, sagst du dann: "Hablas español?" Sprichst du Spanisch?

All das, was du jetzt fühlst, hättest du dir sparen können, wenn du damals nur nichts gesagt hättest. War es das wert?

Ich weiß es nicht, das wird Gott entscheiden, wenn du einmal tot bist.


Aber du sagtest was. Keine Ahnung warum. ein zögerlicher spanischer Satz und dein Schicksal war besiegelt.

¿Eres español?




Ich liebe dich, sagst du, sagt er leise, fast gehaucht, als er vom Klo kommt. Ich liebe dich.

Auf dem Klo hat er auf dem Handy sein heutiges Horoskop gelesen. Er wollte das eigentlich nicht mehr machen, da sie ja eh nicht mehr hier ist und das nichts mehr ändert, eh nichts mehr ändert. In seiner Hochzeit, in ihrer Hochzeit hat er sogar immer ihr Horoskop mitgelesen. Waage, sie ist eine Waage, war eine Waage.

Da steht: Drei Sternzeichen starten im Januar ein ganz neues Leben. Oder starten im Januar richtig durch. Er weiß es nicht mehr, findet den Artikel nicht mehr.

Wasserman (21. Januar - 19. Februar)

Im Januar könntest du das Bedürfnis verspüren, alte Gewohnheiten und Beziehungen loszulassen, um Platz für neue Erfahrungen und Menschen zu schaffen. Dies könnte bedeuten, dass du dich von toxischen Freundschaften oder einer unerfüllten beruflichen Situation trennst. Du bist nun bereit, Risiken einzugehen und neue Wege zu erkunden, um dein volles Potential zu entfalten. 

Na hoffentlich

Ich brauche das, ich brauche Veränderung


Du, er kommt sich vor wie ein Archäologe der Liebe, oder der desamor, er weiß nicht, wie er das ins Deutsche übersetzen soll, manchmal ist das Spanische halt besser, was Liebe angeht, was diese Dinge angeht.

Das Spanische ist die schönste Sprache der Welt ... (die romantistische).

Er legt Lage für Lage alter Gesteinsschichten, alter Geschichten frei. Sozusagen seine eigene kleine präkolumbianische Vorgeschichte. Oder ihre. Sie hasste das immer, wenn er sie liebevoll longa nannte, was in Ecuador ein (leicht) despektierlicher Begriff für die indianische Urbevölkerung ist, die indigene Bevölkerung. Er liebte das, sie zu ärgern, liebte sie ... 

Gräbst wie ein impotenter Casanova mit einem Stock in der Asche deiner verglühten Liebe. Deiner längst verglühten Liebe. Suchst nach Zeichen, nach versteckten, übersehenen Botschaften, dass da doch mehr war 

Da muss doch noch was gewesen sein, bevor du zum ersten Mal Hablas español? gesagt hast. 

aber das kann ja gar nicht sein, das kann ja gar nicht sein. Wie sollst du denn vorher etwas mit ihr gemacht haben, mit ihr geredet haben, bevor du sie das erste Mal angesprochen hast?! Das kann ja gar nicht sein ...

...das ist wieder nur deine Einbildung deine Fantasie, wie immer. Das war alles nur deine Einbildung, deine Fantasie.

Aber da war was, da war irgendwas. Auch wenn es nicht das war, was du gerne gehabt hättest, wenn es nicht deinen Wunschvorstellungen entsprochen hat (wilder Sex mit ihr, sie zieht zu dir und ihr treibt es Tag und Nacht, bis diese anfängliche, wilde Verliebtheit langsam in reife, respektvolle Liebe übergeht ...

Willst es nicht wahrhaben, dass das alles war, willst es immer noch nicht wahrhaben, dass das alles war, selbst jetzt noch nicht, wo sie in Ecuador ist ...


Aber das muss danach gewesen sein. Weil du dich vage daran erinnerst, dass sie in Ecuador war. Da muss sie ja schon mit dir geredet haben. Denn woher sollst du sonst erfahren haben, dass sie in Ecuador war?


Wie jetzt


Du weißt noch wie sie dir sagte: Ich war auch schon mal 4 Monate in Ecuador. Was du damals mit Freude zur Kenntnis genommen hast. Juhu, es sind ja nur zweieinhalb Monate, die du dieses Mal in Ecuador bist! Da muss ich mir ja keine Sorgen machen, muss dich ja nicht mal vermissen …


Außerdem hast du irgendwann mit ihr über die Sicherheitslage in Ecuador gesprochen, als die junge Nachbarin deines Chefs für ein Jahr nach Peru wollte und du für ihn fragen solltest. Aber das war später, viel später, wie du gerade in WhatsApp herausgefunden hast. Und so stocherst du im Dunkeln, im übertragenen Sinne in der Zeit, bevor die Spanier nach Südamerika kamen, bevor Südamerika kolonisiert wurde. Als es noch wild war. Vermeintlich wild. Denn, ganz im Sinne der heutigen PoC-Diskussionen: Waren wir (Europäer) die Wilden oder die Naturvölker der präkolumbianischen Zeit? War sie, ist sie, das vermeintlich Dunkle, Wilde oder bist du es, warst du es? Oder war es, ist es, eine Mischung aus beidem? Wahrscheinlich Letzteres. Auch wenn du diir einbilden willst, einreden willst, dass sie die böse, dunkle Kraft in eurer Beziehung war. Und so ist in letzter Instanz, wenn es hart auf hart kommt auch diese Erzzählung, deine Erzählung, seine Erzählung, unsere Erzählung, mit Vorsicht zu genießen. Mit äußerster Vorsicht! Denn das ist, ganz im Sinne der heutigen woken Diskussion, nur die Erzählung eines mittlerweile schon ziemlich alten weißen Mannes, der sich das nicht eingestehen will, natürlich nicht …

In diesem Sinne: Proceed with caution, friends! Friendos ...

Denn das Dunkle wohnt in uns allen, nicht nur in kleinen, fiesen Frauen aus Ecuador, die es nach Deutschland verschlagen hat ...


unser Südamerika-Korrespondent


wir haben


Das hat ja was mit Erziehung zu tun. Es hat ja nicht jeder das Bewusstsein, dass Müll in den Müll gehört.


alle eine dunkle Seite


Stell dir mal vor, ich hätte die Scherben nicht aufgehoben




Hier zeigen die Brasilianer ihr einzigartiges Ballgefühl




Andere Fundstücke geben Douglas zu denken.


Das ist ein Döschen mit Drogen


Ihr habt langsam angefangen, nicht mit dem Gespräch über ihren Mann, ihren Ex, ihren Mann. *** *****, *** *** *** ************ ******.


Damals, am Anfang, dachtest du noch sie sei ledig, sie hätte keinen Partner. Das hättest du dir eigentlich auch denken können, dass so eine Frau, obwohl sie natürlich nicht mehr die Jüngste war, einen Partner hat und nicht allein lebt. Eigentlich.


Und uneigentlich?


Uneigentlich maltest du dir aus, wie es wäre, bei ihr zu übernachten. Nach der Arbeit in der Halle direkt zu ihr zu gehen, bei ihr zu klingeln, sie lässt dich rein, ist im Nachthemd, sagt müde, aber glücklich hola zu dir.

Hola

Hallo

Hola, querida

Hallo, meine Liebe                                       

¿Qué haces?

Und, was machst du? 

Nada, durmiendo …

Nichts, ich war am schlafen ...

(esperándote a ti …)

(auf dich am warten ...)

Sie sagt dir, dass du auf dem Sofa schlafen kannst. Da.

Schön …

Ich bringe dir eine Decke.

Ok, wunderbar. Das ist schön, dass ich hier übernachten kann. (Geil!) Da waren noch Kunden und jetzt fährt nichts mehr nach Meckenheim. Keine Busse, nichts mehr, lügst du. Dann müsste ich laufen. Gut, dass ich jetzt jemand hier kenne. Wie geil ist das denn?!


No pasa nada, no te preocupes ...



Damals kannte ich ihre Wohnung noch nicht, wusste also noch nicht, wie alles angeordnet ist.


Wusste auch noch nicht, dass sie (noch) verheiratet war.


Am nächsten Morgen frühstücken wir zusammen, sie noch im Nachthemd. Du erhaschst einen Blick ihrer ... Glocken. Unter dem locker sitzenden Nachthemd. Ding-dong!


Sie kommt nachts zu dir, legt sich zu dir aufs Sofa, kriecht unter deine Decke, sagt, dass sie so allein ist, dass es ihr kalt ist, dass sie nicht schlafen kann, oder was auch immer ...

Irgendeine Ausrede ...

Irgendeine Ausrede wird ihr schon einfallen ...


Wenn sie wirklich will



Und dann? Ja, was? Was stelltest du dir eigentlich vor, was dann passieren würde ...? 

Dass sie mir näherkommen würde, irgendwie, dass ich ihre Hand nehmen würde, dass ich immer öfter bei ihr übernachten würde, bis das schon fast zur neuen Normalität werden würde

Dass sie sich morgens vor mir umziehen würde, ich mit ihr duschen würde, sie auf dem Sofa ...

...dass sie sich nachts zu mir legt, weil ihr kalt ist, wir kuscheln und dann langsamen Kuschels.. haben.

Zusammen duschen und dann glücklich und frisch geduscht zur Arbeit gehen ...

... wie die frisch gef... Eichhörnchen ...


Vamos, ich dachte an ihre T€#@en, die so schön groß und rund waren

wie sie wohl im BH aussahen

sich zu mir aufs Sofa legte und wir kuschelten, sie unter meine Decke schlüpfte 


Aber das waren noch keine richtigen W...fantasien, keine ausgewachsenen W...fantasien, weil ich das nie mache, wenn ich jemanden attraktiv finde, mir zu ihnen einen runter zu holen. 


Ah, du gibst es also zu, hörst du sie sagen. Dass du mich damals schon attraktiv fandest. Ich wusste es! Du Lügner!


Du Nice Guy!



Wie war das nochmal in dem YouTube-Video? Männer brauchen nur eins von Frauen, brauchen Frauen nur für eine Sache ...? Eine Sache können sie mit ihren männlichen Freunden nicht machen ...


nämlich Sex


Was soll ich auch mit ihrer freaking Persönlichkeit, die nervt nur ...


ihr Loch


OOO



Du wirst schreiben, du wirst dich aus diesem Loch rauschreiben. So kann es nicht weitergehen … du musst was machen.



Fortsetzung in Kürze!







Freitag, 13. Dezember 2024

Traumdeutung (12.12.24 - Folge 1 BC oder Folge 256646)




In dem Traum bist du in einer Wohnung. Sie hat Geburtstag. Woher du das weißt, keine Ahnung. Da sind noch andere Gäste. Die komischen Kubanerinnen zum Beispiel, die du von Nadine noch kennst.


Was machen die denn hier? fragst du dich. Du willst sie nicht wirklich sehen, all die Leute von früher.

 

Sie weicht dir aus, wie früher. Wie immer eigentlich.


Dann auf einmal trägt sie dieses Lederkostüm. Eigentlich ein Lederbikini. Mit diesen Ketten und allem. So, wie die Rocker das tragen. Oder deren Freundinnen, Rocker tragen ja keine Bikinis.


Und sie steht so vor dir,  mit ihren Brüsten und ihrem Gemächt gerade so von diesen knappen Lederriemen bedeckt. 


Und ich gucke nach unten und sage irgendwas. Sowas wie: Rück dir das zurecht, das ist verrutscht, man kann dein ...


Man kann deine Schamhaare sehen, die Seiten deiner M***hi


Und sie rückt es sich zurecht, fragt glaube ich: So besser?


Und dann dreht sie sich um und tanzt. Mit diesem engen Tanga zwischen ihren dicken Arschbacken, die im Rhythmus wackeln. 


Und du guckst ganz tief, wie bei der Katze in Schottland, wie dein Vater früher immer am Strand gesagt hat: Bei der kannst du das Mittagessen sehen.


Gucke voll rein in ihre Ar**hritze. Und da die so wackelt, siehst du ihr braunes, rundes Ar**hloch und sogar ein bisschen ihrer teilrasierten M***hi


wie die das im Internet immer sagen, "teilrasiert".



Am Ende stellt sie dich ihrem Vater vor (obwohl sie ja eigentlich gar keinen hat, beziehungsweise sie hat einen, aber der hat ihre Mutter - und sie - früh verlassen. Daddy issues are a major red flag, but you didn't want to listen). Ihr sitzt am Tisch und der hat einen Schnäuzer und ist der Vater von Assad


???


Aber ich glaube da verwechselst du das mit den Nachrichten, die im Fernseher laufen, der noch an ist.


Und im Traum denkst du: Deswegen machen ihr die Schulden nichts, weil sie die Tochter von Assad ist, weil sie reich ist. Jetzt verstehe ich das!


Und sie weicht dir noch ein bisschen aus, will keine richtigen Zärtlichkeiten,also sitzt du irgendwann in diesem Auto, mit diesem Typen mit Glatze und Kindern und fährst am Rhein entlang. Diese enge Straße direkt am Ufer. Und der Rhein wirkt irgendwie bedrohlich, so als würde er euer Auto wegschwemmen. Und dieser Typ hält und dreht am Rhein und sagt, er fahre dich wieder zurück zu der Party, was er nicht macht



und wenn das einer ihrer ... ist? fällt ihm ein, als er das schreibt. Einer ihrer "Freunde".  Her g** male girlfriends


Am Ende des Traums bin ich in dieser Wohnung, mit den Kindern des Typen. Spüle mit denen, obwohl ich zurück will, zurück zu ihrer Party. Und diese Frau, seine Frau, eine mittelaltrige Deutsche sagt mir, dass sie mich zurückbringt. Tut sie aber nicht und der Traum endet



Und so, liebe Kinder, war alles mit ihr nur ein Traum, an manchen Stellen ein Alptraum, aus dem du nun erwacht bist

Endlich


War also alles gar nicht so schlimm


Sie hat dich nicht geliebt oder konnte dich nicht lieben, du hast alles versucht, wolltest keine Freundschaft (mehr) und deswegen seid ihr auseinander. Das passiert tausendfach jeden Tag.


Soll sich doch ihr "Ehemann" um sie kümmern, oder ihr Millionär aus Köln, haha


du bist raus. 


Das hast du immer so gemacht. Du hast Conchi abgeschossen, indem du dich aufgeregt hast, du hast Nadine abgeschossen, indem du Streit mit ihr hattest ... und jetzt ist sie dran. 

Goodbye, C.!

It was a good time, we had a good time ...

... while it lasted ...


Natürlich hast du das immer gleich eine Sekunde später bereut, wolltest alles wieder ausbügeln, alles wieder geraderücken, wolltest sie zurück, sie alle


aber wolltest du das wirklich?







Sonntag, 8. Dezember 2024

Angst





Ja, sie hatte Angst.

Angst, dass sie sich verlieben könnte, mir zu Nahe kommen könnte, so nah, wie sie seit langem keinem Mann mehr gekommen ist

Angst, dass der Altersunterschied zu groß ist

Angst, dass du nur Sex willst

Samstag, 16. November 2024

Augen im Zoo





Die Augen im Zoo, ihre Augen im Zoo, diese fast schon animalische Anziehungskraft, das kann ich mir doch nicht alles eingebildet haben.


Immer wieder suchte sie deine Augen, guckte dir in die Augen, weil sie ja nichts anderes machen konnte. Weil wir ja vor ihrer Tochter nichts anderes machen konnten. Selbst ihre Enkelkinder beobachteten uns. Das war so schön, ihr die ganze Zeit in die Augen zu gucken


Sie waren fast schon vorwurfsvoll, wie auf diesem Foto, das du gemacht hast, fast schon vorwurfsvoll, dass du sie liebst


Montag, 14. Oktober 2024

Pech im Spiel, Glück in der Liebe?



 Love's a game ...

... wanna play?



Abends in der Halle höre ich Attached von Amir Levine und finde heraus, dass sie wahrscheinlich eh nicht die richtige Wahl ist ...


...before you reach the point of no return ...




... dass ich protest behaviour verwende ...




This person is just no right for me ...


Donnerstag, 8. Juni 2017

Lotto und Liebe II




Der Typ vom Wachdienst, der mich mal wieder in der „Halle“ beehrt, sagt:

Ist langweilig ohne Freundin…ich muss mir eine neue Freundin suchen.

Ich auch. Will ich aber nicht.

Was macht denn der Lottoschein?

Samstag, 8. April 2017

Juckt's dich...dann ist es Liebe
















Er sitzt auf der Arbeit auf dem Klo und endlich schafft er es sein Häufchen zu machen. Obwohl er heute Morgen eigentlich schon „groß“ war. Aber das ist die Nachhut, die er sonst eigentlich auch immer hat. Die Hose hängt zwischen seinen Füßen, darüber die Unterhose, die auch ihre beste Zeit schon hinter sich hat. Die sieht fast aus wie ein männlicher Tanga, mit ihren Stoffstreifen, die sich auf beiden Seiten vom Hauptteil gelöst haben. Siehst du, ich kann das auch nachvollziehen, was die letztens über allzu knappe Damenunterwäsche gesagt haben…, denkt er,…dass die dünnen Stoffstreifen oft scheuern, zwischen den Beinen  und an anderen Stellen, zwischen anderen Körperteilen. Dass das unangenehm ist. Ja, ihm ist das auch unangenehm, dieses Scheuern. Und wie das wehtut! Er läuft schon extra wie ein Roboter, breitbeinig, aber selbst das lindert den Schmerz nur minimal. Wie der Dalek. Er hat sich heute Morgen wieder mal einen Wolf gelaufen, als er im Wald unterwegs war. Einen Wolf zwischen den Beinen. Aus dem Wald mitgebracht.


Montag, 30. Januar 2017

Antonio Orozco, Hoffnung und dieses Scheiß-Leben











Ich gucke dieses Video von Antonio Orozco. Wo der auf der Hochzeit singt. Keine Ahnung von wem. Kenne ich nicht, aber der Typ sieht gut aus. Die Alte auch, aber nicht ganz so. Er gewinnt, weil er gleichgültiger sein kann. Weil er besser aussieht. Oder doch sie? Traue nie einer Frau, die sich traut. Selbst wenn sie, wie im Video, heult. Aber egal. Lassen wir das. Ich gucke das Video und höre, wie der singt. Wie der leidet. Und denke: Du kannst leiden so viel du willst, sie wird nie zurückkommen. Du kannst bis ans Ende der Welt leiden. Sie würde nicht zurückkommen. Nie. Keine Chance, du Wichser. Die Realität ist halt anders als Antonio Orozco. Du kannst es 50mal hören, in der Original-Version, in der Flamenco-Version, in der Fick-mich-in-den Arsch-Version…sie wird nie zurückkommen. Und die Hoffnung stirbt auch nicht zuletzt, denn sie ist schon lange tot. Kannst es hören, bis die Nachbarn die Polizei rufen, bis die Kühe nach Hause kommen, bis eure Tochter sagt „Das nervt, mach das mal aus!“...sie wird nicht kommen. Egal wie viel du leidest oder besser gesagt: Je mehr du leidest, desto geringer werden deine Chancen, dass sie überhaupt jemals wieder ein Wort mit dir spricht. Außer das klare Nein bei der Scheidung. Ihr letztes Wort.

…de tu vo’, de tu andar, del sentir, del de’pertar…
…e‘toy hecho de pedacito’ de ti…
…e’a lu’…
…el saber de que sin ti no soy na‘a
..que la noche fue gri’

Und obwohl du das weißt, das ganz genau weißt, du Wichser, hörst du das Lied immer wieder. Wie eine Beschwörung. Aber die Nacht hört nicht auf dich. Die scheißt auf dich. Und die Sterne sind blind, tot, schon lange weg, egal wie oft du zu ihnen aufschaust

Aber das ist wie mit diesem Scheiß-Leben. Wir wissen, dass es zu nichts führt, klammern uns aber trotzdem an es als wär es unsere letzte Hoffnung

weil es genau das ist

wir werden geboren
wir lieben
wir sterben

Noch einmal, nur noch einmal Antonio Orozco auf dieser Hochzeit, wo du noch nicht mal weißt, ob die überhaupt noch zusammen sind












Dienstag, 22. November 2016

Dartscheibe zu Weihnachten






Im Aldi sehe ich sie, bei den Weihnachtssachen. Bei den Weihnachtsgeschenken.

Und direkt wirft es mich zurück. Nach damals, wo ich die Dartscheibe, die sie mir zu irgendeiner Gelegenheit – ich glaube zu Weihnachten, war es unser letztes Weihnachten? – geschenkt hat und die ich aus Wut zerschmettert habe. Obwohl ich die Pfeile bis heute habe. bis heute aufbewahre wie einen Schatz. 

Wo ich die Dartscheibe im Keller gegen die Steinwand gehauen habe, bis sie ganz verbogen war. Bis sie kaputt war.

Sonntag, 17. Mai 2015

Liebeskummer









Wenn ich nachts aus der Spielhalle, in der ich als Aushilfe arbeite, nach Hause komme, fühle ich mich wie die mexikanische Prärie-Wühlmaus aus dem Liebeskummer-Experiment, wie sie abends in ihren leeren Bau zurückkehrt und das Weibchen nicht mehr da ist. Das ist jedes Mal das Gleiche. Das bedrückt mich so, dass ich, wenn ich ins Schlafzimmer komme, nachdem ich mich, nach einer langen Busfahrt, zehn Minuten mühsam den Berg hochgequält habe, nicht ihre beiden Füße unter der Decke hervorragen sehe. Liebeskummer ist das Schlimmste, was es gibt. Könnte man dieses Gefühl gezielt anwenden, dann wäre das bestimmt eine der bevorzugten Foltermethoden auf Guantanamo.

Ich will nicht nach Hause, ich kann nicht nach Hause. Ich bin so einsam.

Warum muss ich überhaupt noch nach Hause zurück? denke ich während der Bus mich meinem verlassenen Bau immer näher bringt. Denn anders als die Präriewühlmaus, die nach einem langen, abenteuerreichen Tag nichts ahnend in ihre Höhle zurückkehrt, weiß ich bereits im Voraus, was mich erwartet.

Nichts.

Ich will nicht mehr in diesem Bett schlafen. Diesem leeren, kalten Bett. Ich will ein neues Bett. Oder Marías. Obwohl ich weiß, dass das nichts bringen würde. Denn seit sie mich verlassen hat, ist die ganze Wohnung von den Erinnerungen unserer Liebe verseucht. All die Jahre.

Und sie interessiert das alles nichts, wie ich mich fühle. Nichts. Kein bisschen. Kein Stück. Und ich war über 19 Jahre ihr Mann, der Mann an ihrer Seite. Mit dem sie ihr Bett, ihr Leben geteilt hat. Wie kann sie so kalt sein? Wie kann sie nur so kalt sein?

Heute werde ich mich ganz sicher in den Schlaf heulen. Ich heule ja schon fast in der U-Bahn. Wie kann sie mir das antun? Warum? Okay, ich weiß, dass ich viel falsch gemacht habe. Ich kenne meine Fahler. Aber ist das ein Grund, mich so zu behandeln? Mich so abzuservieren? Von einem Tag auf den anderen?

Kann man denn wirklich nichts machen?

Kann man denn wirklich nichts mehr machen?

Außer die Kontaktsperre konsequent einzuhalten?

Zu beten?

Gibt es nichts, was ich tun kann? Wenn die Wohnung weg ist, bin ich auch weg.

Wer mir sowas antut, den lohnt es nicht zurückzugewinnen.

Und wieder kommt mir der Gedanke an Selbstmord. Das ist etwas, was ich nie tun werde, aber es tut so weh; nach Hause zu kommen und da ist niemand mehr. Niemand.

Ich will nicht mehr. So will ich nicht weiterleben. Das ist jetzt schon 2 1/2 Monate her. Und es wird und wird nicht einfacher. 2 1/2 Monate jeden Tag Schmerzen. Tränen. Stellen Sie sich das mal vor. Ich leide wie ein Hund.


Der Bus kurvt durch die dunkle Stadt und du sitzt da wie betäubt. Als hätte der irgendein Insekt jeglichen Lebenswillen ausgesaugt. Du erinnerst dich an dieses Facebook-Foto, was sie dir nicht gezeigt hat und wo sie an Karneval als Insekt verkleidet war.

Du kannst dich nicht töten, wegen einer Frau. Aber das Leben macht auch keinen Sinn mehr. Du liebst sie so sehr. Hast sie immer geliebt. Vielleicht war das dein Fehler.

Warum kann Gott mich nicht einfach sterben lassen? Oder die Tabletten, die ich nicht mehr nehme. Was hat er – wenn es ihn überhaupt gibt – noch mit mir vor, mit dieser leeren Hülle von Mensch, mit diesem leeren Fleischbehältnis?

Was soll das noch?

Es bringt doch nichts mehr.

Sie ist weg. Und was auch immer du tust oder lässt, sie wird nicht zurückkommen.

War das alles?

Aber ich hatte auch gute Zeiten mit ihr. Die Zeit ist so schnell vergangen und jetzt stehe ich kurz vor 40 auf einmal allein da. Von heute auf morgen. Ohne Erklärung.

Wie viele gute Jahre bleiben mir noch? Und wie viele von ihnen werde ich mit Trauerarbeit verbringen? Im Moment ist mein Leben vorbei. Ende. Aus. Der Nikolaus.

So einfach, und wie lange noch?

Bei mir dauert so etwas lange; ich weiß das. Weil ich in meiner Kindheit keine Liebe hatte.

Und dann bin ich irgendwann 50 und eh schon halb tot.

Warum nicht gleich? Das kann ich auch schneller haben.

Da muss ich nicht noch Jahre voller Trauer leben, voller leerer Hoffnungen, die sich nicht erfüllen. Nie erfüllen werden. Nie mehr.

Das macht doch keinen Sinn. Das wollte mir Betty damals erzählen, in Schottland, als sie mir beim Abendessen ohne Vorwarnung mitten ins Gesicht sagte: "Das Leben macht keinen Sinn". Und ich hab das für Quatsch gehalten. Ich kann einen liebgewonnenen Menschen nicht verlieren. Nicht einfach so. Ich verkrafte das nicht.

Es ist so ohne dich...

Damals hab ich das auch Spaß im Urlaub gesungen, immer wieder, obwohl sie da noch da war.

Heute hat das Lied eine ganz andere Bedeutung. Wie Bettys These zum Sinn des Lebens. Heute verstehe ich zum ersten Mal, was die Bedeutung dieser Worte ist, die ich ihr damals im Urlaub so übermütig und glücklich immer wieder ins Ohr gesungen habe.

Jetzt, wo es zu spät.

Es ist so ooooohnne dich...

...ich will das nicht...

...denkst du vielleicht auch mal an mich?

Ich gab dir meine Liebe...

Alles ist zu spät. Nur ein paar Tabletten und es wär Schluss. Ende. Aus. Der Nikolaus. Ein paar mehr als sonst. Nur ein paar. Wie viele? Keine Ahnung. 5-6 Bisos und 5-6 Ramipril...oder beide zusammen...und ich würde so Herzklabaster kriegen, dass Schluss wär. María würde mich in 3 Tagen finden und gut ist.

So in meine trüben Gedanken versunken, merke ich gar nicht, dass ich gerade an meiner Haltestelle vorbeigefahren bin. Das heißt, ich merke es doch, aber ich fahre einfach weiter. Dann fahre ich eben die große Runde. Dann komme ich zwar später nach Hause, muss aber auch weniger laufen.

Oder fahre ich etwa weiter, weil ich nicht nach Hause will?

Fahre in Medinghoven an dem Kindergarten vorbei, in dem María war. So viele Erinnerungen. Überall. Wie Tretminen. Wie oft bist du mit ihr diesen Weg gefahren...

Wir haben so viel miteinander erlebt, so viel zusammen durchgemacht. Ich dachte immer, das schweißt zusammen.

Aber ihre Schwestern waren stärker. Die Liebe zu ihren Schwestern ist stärker als die Liebe zu mir.
So ist das eben. Im Leben.

Sometimes you love someone and sometimes you lose instead...

Dein ständiger Frust war stärker, deine Eifersucht, deine Wut, die du an ihr immer wieder ausgelassen hast, bis sie daran zerbrochen ist. Sie hat dir das bildlich gezeigt.

"Wie bei einem Zweig...", hat sie gesagt und mit ihren Hände eine Bewegung gemacht, als würde sie einen Zweig zerbrechen.

Den dünnen Zweig eurer Liebe. Zu zerbrechlich in dieser harten, kalten Welt. Du hast ihn zerbrochen und er lässt sich nicht mehr kitten. Und selbst wenn, er ist nicht mehr derselbe.

Okay, ich hab sie bedroht, beschimpft

Aber nur, weil sie mich so zur Weißglut getrieben hat, mit ihrem Schweigen, ihrem Heulen, ihren Lügen.

Okay, ich hab meine schlechte Laune an ihr ausgelassen, immer wieder, bis sie an ihr zerbrach...an mir zerbrach.

Wie ein Zweig.

Aber wissen Sie, wisst ihr, wie ich leide???

Ich habe in diesen 2 1/2 Monaten das alles wieder gutgemacht. Mindestens. Oder vielleicht nicht alles, aber...

Vielleicht kann man das aber auch nie wieder gutmachen.


Warum kann Gott mich nicht einfach zu sich holen? Ich habe genug gesehen, genug erlebt. Das reicht mir. Was soll denn noch kommen? Noch mehr Leid, noch mehr Schmerz. 38 ist nicht 24.

Ich habe die Schnauze voll von diesem Leben, wo man Stück für Stück alles verliert, was einem lieb ist.