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Sonntag, 11. Februar 2018

Weiberfastnacht




An Weiberfastnacht muss ich an sie denken. Ich will nicht, aber ich muss. Bestimmt, weil heute Weiberfastnacht ist und ich noch immer, fast drei Jahre nach ihrem Weggang, Eifersuchtsanfälle kriege. Und ich dachte, ich hätte das überwunden. So kann man sich täuschen! Was sie jetzt wohl macht? Ob sie auch an mich denkt? Und ich deswegen gerade an sie denke? Bestimmt… Wahrscheinlich ist sie tanzen. Mit irgendwelchen Freundinnen. Oder ihrem Neuen. Ihrem Neuen und irgendwelchen Freundinnen. Bestimmt versteht der sich besser mit denen als ich damals. Bestimmt mögen den alle. Sogar ihre Familie. Ihre Schwestern. Ihr Schwager.

Dienstag, 9. Januar 2018

Die Wahrheit














"But at the length truth will out"
William Shakespeare

"Wer kann die Wahrheit schon ertragen?"
Marius Müller Westernhagen









Nachts wache ich auf und will die Wahrheit. Ich hab eh kaum geschlafen. Erst lief da die SOKO Leipzig mit so einem spannenden Prostitutionsfall und dann ein ein wenig verwirrender dänischer Film mit einem Typen, der von dem früheren Mafia-Klienten seines Vaters, der wie er Anwalt war, verfolgt wird.

Aber selbst danach kann ich noch nicht schlafen. Und selbst nachdem ich mir mit Mühe und Not einen runtergeholt habe, klappt es nicht. Ich drehe und wende mich, aber die Hüfte oder die Eier tun mir weh und so finde ich keine richtige Position.

Freitag, 15. Dezember 2017

Ihre kleine Seele



Hey, man
How come you treat your woman so bad?
That's not the way you do it
No, no, no, you shouldn't do it like that
I could show you how to do it right
I used to practice every night on my wife, now she's gone
Yeah, she's gone
You see, her mother and me
We never got along that well, you see

 (Pulp - "A little soul")
  








Ich habe ihre kleine Seele auch verletzt. Vielleicht habe ich das ja alles verdient, was mir passiert ist. Die Trennung, die Scheidung, die finanziellen Probleme…

…als ich damals ihre Freundin angemacht habe… Wie hieß die noch mal? Keine Ahnung. Lydia? Nein, das war die Schwarze, bei der wir unser erstes Mal hatten. Sylvia? Nein, das war die Sexbombe, die eigentlich Informatikerin war, aus dem Dschungel kam und aussah…wie eine Sexbombe halt so aussieht… Die mit dem alten Typen zusammen war, mit diesem Santa Ruseño. Der aus dem gleichen Dorf kam wie Nadine. Und mindestens zwanzig Jahre älter war als dieser kleine, perfekte Schoko-Sahne-Schnitte aus dem Dschungel, die dich fast zum Tiger hat werden lassen…wenn sie nicht mit diesem alten Gockel zusammen gewesen wäre…


Sonntag, 29. Oktober 2017

Müllentsorgung nach der Scheidung












Heute muss ich echt mal wieder ein bisschen aufräumen. Zuerst bringe ich den Müll raus, dann gucke ich im Keller nach, wie die Wäscheleinensituation aussieht (das muss man in einem Mehrfamilienhaus, in dem nur sechs Leinen vorhanden sind, immer tun). Aber heute ist fast alles leer (oh, Wunder!). Also wird heute auch noch gewaschen. Keine Minute Pause. 

Mittwoch, 26. April 2017

Strand, Mädchen und Latin Lovers
















Meine Hose ist immer noch voll nass.

 „Müssen wir noch ein bisschen warten. So kann ich mich ja nicht in den Bus setzen. Mach ich ja alles nass. Nachher muss ich noch den Bus sauber machen. Warum gehen wir eigentlich überhaupt schon.“                         Ich möchte den Strand hinausschieben

Wir sind an diesem Strand in der Nähe von Puerto de Santa María. In der Nähe von Cádiz. Dieser Strand, der ein bisschen abgelegen ist, aber auch nicht zu weit weg von der Zivilisation. Mit dem Bus gut zu erreichen. Es ist heiß, aber hier am Atlantik, an der Atlantikküste Andalusiens, an der Costa de Luz, geht immer ein leichter Wind. Am Himmel ist keine Wolke zu sehen. Schon seit Tagen nicht. Wahnsinn. Im Hintergrund das stete Rauschen der Wellen. Es ist ungefähr drei Uhr nachmittags und Nadine will gehen. Schon lange

Donnerstag, 30. März 2017

Geile Fotos















Das war bestimmt die Sonne, die mir damals zu Kopf gestiegen ist. Bestimmt. Ein blauer Himmel bis zu den Sternen. Keine Wolke. Nur Wind. Viel Wind. Aber ohne jegliche Wolken. Fast magisch. Ein blauer Himmel, der einen bis zu den Sternen hätte hinauf schauen lassen, hätte ich auch nur einen Moment meinen Blick von ihrem Dekolleté lösen können. Auch María regte sich schon auf. War eifersüchtig. Aber ich war einfach nur…glücklich (warum merkt man das eigentlich immer erst hinterher? Warum ist das Leben so kompliziert, so beschissen kompliziert, kostet so viel Arbeit, wenn es auch einfach ginge…[vielleicht, weil wir sterben, weil wir sterben müssen – eine andere Erklärung fällt mir auch nicht ein, aber ich habe ja eh keine Ahnung]). Und fotografierte ahnungslos weiter.

Montag, 6. März 2017

ORIGINAL Salsa Tanznacht














Es ist Samstagnacht. Er steht an der Bushaltestelle für den Nachtbus. Am Bonner Busbahnhof. Heute ist der erste Samstag im Monat. Das heißt, dass im Sofa, der kleinen Disko keine 20 Meter von wo er steht. So nah, dass er die Musik hören könnte. Wenn es nicht regnen würde. Nachts um halb zwei. Anders als sonst bleibt er ganz vorne an der Haltestelle stehen. Nur nicht zu nah an die Disko ran. Heute ist „Die ORIGINAL Salsa Tanznacht“. Bestimmt ist Nadine da. Hoffentlich steht sie nicht gerade draußen. Sonst könnte sie ihn nachher noch sehen. Und er weiß nicht, ob er das will. Ob er das wirklich will…

Aber vielleicht ist sie ja schon wieder draußen. Hat heute keinen Bock. Vielleicht steht sie ja hier irgendwo. Irgendwo in der dunklen, regnerischen Nacht. Er guckt sich um. Neben ihm steht ein Mädchen, eine Frau, keine Ahnung. Er sieht sie nur im Profil. Eine kleine Frau. Mit Kapuze. So einer Kapuze mit Fell, Haaren (?) an den Rändern. Eine Fellkapuze. Die ihr Gesicht fast vollständig bedeckt. Eine kleine Frau mit dünnen Beinchen. Wie Nadine. Auch von der Größe würde das hinkommen. Du guckst zu ihr rüber, aber diese große, deutsche, blonde Tante steht im Weg. In der Schusslinie. Scheiße! Nicht, dass die nachher noch denkt, dass du sie meinst. Was dich trotzdem nicht ganz davon abhält, immer wieder in ihre Richtung zu starren. Und immer wieder an der blonden Tante zu scheitern, die dich vage an eine deiner Schülerinnen erinnert. Jedes Mal. Jedes Mal bleibt dein Blick an der hängen. Das einzige, was du so von der kleinen Frau, dem kleinen Mädchen  sehen kannst, sind ihre Beine. Die sind ganz dünn, wie bei Nadine. Nadine hatte da am Schienbein so eine Narbe. Wo sie als Kind gefallen war und sich irgendwas in ihr Bein gebohrt hatte. Ein Stück Eisen, Holz? Du weißt es nicht. Sie hat es dir mal erzählt, aber du weißt es nicht mehr. Und fragen kannst du sie auch nicht mehr. Eine Narbe und kleine schwarze Härchen. Auch zwischen den Beinen…

Kleine schwarze Härchen.

Und wenn das jetzt Nadine ist. Die da hinter der Blonden steht und auf den Bus wartet?

Klar

Wenn sie gekommen ist, um dich zu überraschen. Weil sie dich immer noch liebt. Weil sie zu dir zurück will. Weil sie gemerkt hat, dass sie ohne dich nicht leben kann. Besser spät als nie! Und jetzt gekommen ist, um mit dir zu schlafen. Dich nachts in deinem Bett, in eurem alten Ehebett zu überraschen, zu überrumpeln und zu vergewaltigen. Von vorne und von hinten. Samstagabend. Weil sie weiß, dass du dann arbeitest. Dass du dann um 1:30 am Busbahnhof stehst und um 2 Uhr zu Hause bist. Wie früher immer


aber wie kannst du mit ihr schlafen, wenn du keine Kondome hast? Weil dein Liebesleben in letzter Zeit quasi, so gesehen, gewissermaßen nicht existent ist. Und ohne Kondom…keine Chance. Wer weiß, mit wem die alles geschlafen hat, in der Zwischenzeit. Du bist das Kind von Traurigkeit in eurer Beziehung…  Du würdest und könntest ihr nicht vertrauen. Nicht mehr. So einfach wär das nicht. Und dann müsstest du ihr erklären, warum du nicht mit ihr schlafen willst, schlafen kannst.

Und schon ist die Fantasie weg.

Aber die Frau, das Mädchen steht immer noch da. Mit dieser Kapuze mit Fellrand. Am Ende, als der Bus kommt siehst du sie sogar. Guckst ihr beim Einsteigen direkt ins Gesicht. Direkt in die Augen. In die Seele. Siehst, dass es nicht Nadine ist, sondern eine Asiatin. Eine Chinesin oder so. Da wohnen viele in Ippendorf. Du gehst in den Bus und setzt dich vorne auf einen Vierer. Lässt dich schwerfällig in den Sitz fallen und bekommst plötzlich dieses Gefühl. Und Gefühle, glauben Sie mir, sind nie gut. Dieses Gefühl, dass du sie immer noch, selbst heute noch vermisst. Dieses Gefühl, dass von deinem Bauch, deinem Solar Plexus direkt in deine Augen zu steigen scheint. Dieses Gefühl absoluter Verzweiflung, absoluter Resignation  Absoluter Traurigkeit. Bitter sweet. Dass du nie aufhören wirst, sie zu vermissen. Obwohl sie nie zu dir zurückkehren wird. Das du immer noch hast, selbst nach zwei Jahren noch.

Hey, heute ist der 4. März. Heute sind es fast auf den Tag zwei Jahre, dass du dich von ihr getrennt hast, dass sie sich von dir getrennt hat, dass sie gegangen ist. Das war an einem 28. Februar. Und am 1. März war sie weg. Das ist jetzt genau zwei Jahre und fünf Tage her. Aber egal: Das ist noch gar nichts. Wie war das noch mal bei Florentino Ariza aus Liebe in Zeiten der Cholera? Der musste 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage warten...










Montag, 16. Januar 2017

Traumdeutung: Der Tunnel








“En todo caso había un solo túnel, oscuro y solitario: el mío, el túnel en el que había transcurrido mi infancia, mi juventud, toda mi vida.”
Ernesto Sabato, El túnel

  




Wir kriechen durch einen engen Tunnel. Ich und Nadine. Nadine und ich. Der Tunnel befindet sich in einem alten Haus, keine Ahnung, wo. Aber auf jeden Fall in einem Haus. Keine Ahnung, ob ober- oder unterirdisch. Ich habe einen Plan des Tunnels und krieche voran.

Auf einmal kommen wir in ein großes Zimmer. Da sitzen überall alte Leute. Fast alles Männer. Glaube ich zumindest. Die sitzen da einfach so rum, in ihren Sesseln und auf ihren alten Stühlen und wundern sich noch nicht mal großartig, dass wir kommen. Ich frage sie, ob der Tunnel nicht noch weitergeht. Laut Plan tut er das nämlich. Aber sie sagen, der geht nicht mehr weiter.

„Aber der muss doch weitergehen…“

„Der muss einfach…“

„Hier steht das doch…“

Das ist fast so wie bei einer Schatzsuche, wie in diesem Buch, dass ich als Kind so gern gelesen habe, wo diese Jugendlichen in Berlin einen Schatz suchen. Auch unter den Häusern.

Aber die alten Leutchen, die sich immer noch nicht über unsere Anwesenheit bei ihnen wundern, sagen alle:

„Nein. Da ist nichts mehr.“

Aber ich will noch nicht aufgeben und gucke mir den Plan noch einmal an. Bleibe bei ihnen, während sie Nadine anbieten, dass sie doch ihre Sauna nutzen kann. Sie hätten eine Sauna hier. Doch obwohl der Plan ganz klar etwas anderes sagt, finde ich keine Fortsetzung des Tunnels. Vielleicht wurde die ja zugemauert. Oder es gibt noch eine Verbindung, aber die wollen mir nichts von ihr sagen. Ich weiß auch nicht, was ich dort suche. Einen Schatz vielleicht. Auf jeden Fall kommt mir das alles reichlich mysteriös vor. So als würden die mich belügen. Das kann doch nicht sein

Ich weiß, dass da was sein muss

Am Ende gebe ich auf und gehe zu Nadine. Sie befindet sich in einem Raum, der mit hohen, ich glaube sogar dreistöckigen Etagenbetten ausgestattet ist. Dort liegen, unter Decken, alles nur Frauen. Nackte Frauen. Aber ich gehe direkt zu Nadine. Sie liegt in der Mitte eines der Etagenbetten. Woher ich das weiß, weiß ich auch nicht. Ich weiß es einfach. Sie schläft, genau wie all die anderen Frauen in dem Raum. Als ich unter die Decke packe, wacht sie auf, schreckt kurz hoch, bis sie mich sieht. Ich sehe ihren nackten Oberkörper, ihre kleinen, aber schönen Brüste mit dieser eigentümlichen Form, die sie immer hatten.


Ich wache auf und vermisse sie. Es ist Montag. Diese Woche ist die Scheidung. Es sind noch drei Tage bis zur Scheidung und ich krieche immer tiefer hinein in den dunklen Tunnel meines Lebens, immer auf der Suche

Nach was?

Nach etwas, dass nicht existiert? Das zugemauert wurde. Hinter dem sich vielleicht ein Schatz verbirgt, vielleicht aber auch nichts


Vorheriger Traum: Streit und komische Bilder











Mittwoch, 26. Oktober 2016

Online-Dating











Er stellt sich das Foto vor, das sie auf dieser Plattform hat. Diesem Dating-Portal. Dieser Partner-Börse. Oder was auch immer das war. Das war verschlüsselt. Ok, nicht verschlüsselt, aber "privat". Nicht öffentlich zugänglich. Erst, nachdem sie es freigibt, nachdem man ihr eine E-Mail-Anfrage geschickt hatte, die sie gutheißen musste, damit der betreffende…Mann (sagen wir es doch einfach so wie es ist)/Interessierte sich dann das Foto angucken konnte. Ihr privates Foto…

…was auch immer darauf zu sehen war…

Das war kurz vor ihrer Trennung. Am Freitag vor dem Sonntag, der den Tag Null markiert. Oder ist erst der Montag der Tag Null. Der erste Tag seines getrennten Lebens oder der Tag, an dem ihre Beziehung implodiert ist. Explodiert. Sich in Rauch aufgelöst hat. In Nebel. The day the shit finally hit the fan…

An dem Freitag – seinem einzigen freien Tag in der Woche –, wo er ihr E-Mail-Konto geknackt hat. Geknackt ist vielleicht zu viel gesagt. Er ist ja kein Hacker. Er hatte es ja damals auch für sie eingerichtet und da war seine Mailadresse eben noch als Absicherung vorhanden. Damit war es ein Leichtes, das Passwort zu ändern und sich Zugang zu verschaffen. Zwar würde sie das merken – also war das eher eine ziemlich unsubtile Holzhammermethode –, aber er konnte einfach nicht mehr. Nachdem er am Morgen bemerkt hatte, dass ihre Papiere nicht mehr da waren. Sie hatten schon die ganze Woche getrennt geschlafen und sie hatte ihn schon darauf hingewiesen, dass er sich eine Wohnung suchen solle, eine eigene Wohnung, da sie in zwei Monaten ausziehen würde…aber er – naiv wie Männer nun mal sind, sah die Schrift an der Wand immer noch nicht. Schließlich waren sie ja 19 Jahre zusammen gewesen. 17 Jahre verheiratet. Und das wirft man doch nicht einfach so weg. Oder?! Dachte er. Während sie wahrscheinlich schon lange innerlich Schluss gemacht hatte. Abgeschaltet hatte. Auf Durchzug. Wie das – wie er später schmerzhaft erfahren musste – Frauen häufiger machen als Männer (und jetzt kommt mir nicht mit Sexismus, immerhin sind es in 70% der Fälle die Frauen, die die Scheidung einreichen).

Da lag er also im Bett, nicht mehr ganz so seelenruhig (wozu hatte sie ihre Papiere sonst mitgenommen?!), und verschaffte sich Zugang zu ihrem Konto. Nicht die feine englische Art, ich weiß, aber ist es die feine englische Art einfach so abzuhauen, wenn man ein gemeinsames Kind hat. Einfach so von einem Tag auf den anderen, ohne jemals wieder ein Wort zu verlieren, sich aus dem Leben seines Ehemannes abzuseilen?! Die Tochter erst mal vorsorglich mitzunehmen (mach dir keine Sorgen, ich komme morgen)?! I don’t think so!

Und er wurde fündig. Und glauben Sie mir: Wie gerne wäre er es nicht geworden?! Aber da waren, neben verschiedenen anderen Mails mit Quatsch, auch ein paar von dieser Dating-Seite. Von Männern, Typen, was weiß ich. Arschlöchern. Einer von denen war sogar erst 28. So ein Alternativer. Wie dieser Tilo früher in der WG. Oder der Spastian (auch in der WG), der damals vor Nadine und vor ihm damit prahlte, dass er als Aktmodell in der Kunsthochschule, wo er studierte, sich ein bisschen Geld dazu verdiente. Was für Arschloch! Was für ein Hurensohn! So einer war da dabei. Es fehlten nur noch die Rastas – die hatte der Wichser sich wahrscheinlich erst vor zwei Wochen abgeschnitten.

Und ein 41-jähriger Physiotherapeut aus Köln. Mit Foto, das echt aussah (su seiner Schande muss er zugeben, dass der gar nicht so schlecht aussah). Natürlich guckte er direkt in ihrem „Gesendet“-Ordner, um zu sehen, ob sie irgendeinem von diesen Spastis schon zurückgeschrieben hatte, aber er fand nichts. Dann nahm er sich die Dating-Seite selbst vor. Und da fand er wieder was, was ihm nicht gefallen konnte. Seine Frau kam also aus Sankt Augustin (oder war es Troisdorf?) und war ledig. Aber ihr Alter war echt. Moment mal…sie war was?! Ja, Sie haben richtig gehört: Sie war ledig. Sie waren also schon geschieden oder nie verheiratet gewesen. Ein Wunder war geschehen. Er war nie nach Ecuador geflogen um sie zu heiraten, nachdem sie zum zweiten Mal aus Deutschland ausgewiesen worden war. Nein, er hatte nie existiert. Und wer war dann bitteschön der Vater ihrer gemeinsamen Tochter?! Und sie hatte sich nicht erst vor zwei Wochen da angemeldet, wie er erfuhr, als er auch ihr Passwort auf dem Dating-Portal änderte (was machte das jetzt schon noch für einen Unterschied). Er fand zwar keine Nachrichten an irgendwelche Typen, aber die Tatsache alleine, dass sie sich da angemeldet hatte, reichte ihm schon voll und ganz Ihr Foto war auch geheim, daran konnte er nichts machen

(Warum eigentlich nicht? Wenn er doch ihre Mail-Adresse hatte?! Oder wollte er nichts dran machen? Wollte er es vielleicht gar nicht sehen?! Weil er Angst davor hatte, was er entdecken würde…?)


Wie dem auch sei, heute erinnert er sich an das Foto. Das private Foto. Was wohl darauf zu sehen war? War sie da etwa nackt drauf abgebildet? Oder war das nur eins ihrer üblichen Facebook-Fotos? Lächelnd, aber nichts verratend? Oder zeigte es sie wirklich nackt? Vielleicht nur ihren Oberkörper , ihre kleinen, aber schönen Titten. Oder ihren ganze Körper. Nackt. In der Badewanne liegend. Sich den Schaum aus den Schamhaaren wischend, damit der Kunde auch besser sehen konnte, was er für sein Geld bekam. Nein,. ich meine natürlich den Typen aus dem Dating-Portal, das mit dem Kunden ist natürlich Quatsch, das nehme ich zurück. Die Typen aus dem Dating-Portal. Konnten die es ihr besser besorgen als er? Auch das nehme ich zurück. Warum machte sie überhaupt so was?

Oder war ihr Foto eins dieser vulgären Fotos. Die von unten direkt ihre Muschi zeigen. Wo sie praktisch, abgesehen von ihren Schamhaaren (denn voll rasieren tat sie sich nicht) direkt alles zeigten. Die fleischfressende Pflanze. Um Männer anzulocken.

Er kriegt fast einen Steifen, wenn er nur dran denken muss…

Wie gerne hätte er diese Muschi zurück. Aber was für eine Liebe wäre das, wenn es nur um Sex ginge?!


Trotzdem bleibt das Bild ihres Nacktfotos auf dieser Dating-Seite