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Dienstag, 24. Oktober 2017

Armutsrisiko in Deutschland




Epi·pha·ni̱e̱
Substantiv [die]
Religion
  1.  die Erscheinung (eines) Gottes unter den Menschen.
    2. Alltagsoffenbarung








Armutsrisiko für Kinder ist, wenn Eltern sich trennen…“, sagt der Typ im Fernsehen.



Er steht auf, hievt sich mit Mühe hoch du geht auf Klo. Schleppt sich schon fast auf Klo. Sagt zu sich selbst, laut: „Dann soll sie doch um zwölf kommen. Mir doch egal. Ich bin dann nicht mehr da. Dann bin ich auf der Arbeit. Ist doch auch egal: Ich werd doch eh nicht mehr gebraucht. Nicht von ihr, nicht von ihrer Mutter, vom niemandem mehr…ich bin abgeschafft…

Keiner Sau…






Adler-Olsen, Chigurh und das Schwarze Buch






Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, 
blickt der Abgrund auch in dich hinein
Friedrich Nietzsche 







Ich gucke Adler-Olsen im Zweiten. Habe ich letzte Woche auch schon gemacht. War auch letzte Woche schon geil. Keine Ahnung, welche Folge besser war. Die heutige hieß Erlösung. War wieder krass. Und ich frage mich: Wie kriegen die das hin? Wie kriegen die das nur hin, die Skandinavier. Immer so nah an den menschlichen Abgrund zu gehen…

Dienstag, 8. August 2017

Shakespeare und Deutschland









Nerv nicht!“


Ich stand vor ihr, in der Tür ihres Zimmers, guckte sie an, ihr Blick war auf den Bildschirm ihres Handys gerichtet und ich versuchte, ihre Worte hinter einem Lachen verschwinden zu lassen, schaffte es aber nicht

Nerv nicht.

Samstag, 17. Juni 2017

Wie es ist













Auf dem Weg zur Arbeit liest er Kämpfen von Karl Ove Knausgard und denkt: Manchmal muss man das Leben einfach so beschreiben, wie es ist. So wie das auch Knausgard in seinen Romanen macht. In Min Kamp. Und obwohl das auf Deutsch „Mein Kampf“ heißt und der sechste und letzte Roman des Romanzyklus den Titel Kämpfen trägt, geht es Knausgard nicht so sehr um den großen politischen oder historischen Kampf, sondern mehr um den kleinen, alltäglichen „Überlebenskampf“.

Freitag, 28. Oktober 2016

Markus Lanz und die Wut auf das Establishment










  
Das Vertrauen ist weg, sagt der Typ im Fernsehen. In dieser Reportage über die aktuelle Lage im Amerika vor der Wahl.

Und das stimmt. Privat wie gesellschaftlich. Gesellschaftlich wie privat.



Fasziniert  hört er Lanz zu, wie er Amerika beschreibt. Lanz! Gibt es vielleicht doch noch eine Chance für die Ehrlichkeit? Eine neue Ehrlichkeit? Im Fernsehen, in der Gesellschaft. Er wartet sogar extra noch damit, die Automaten in der Spielhalle zu reinigen, um die Reportage sehen zu können.

Obama hat es geschafft…

…diese Wut unter Kontrolle zu halten…

…trotz aller Frustrationen…

…diese Wut über die herrschende Klasse...

…Zorn und Wut entladen sich auf der Straße…

…dieses Hippie-Leben und all das…

ist lange vorbei

…wenn Sie mit den Menschen sprechen…

…dann merkt man schnell wie viel Angst sie haben…

…sie fühlen sich so, als wäre das gesamte Wirtschaftssystem gegen sie…

…Überleben ist hier die Hauptbeschäftigung…

Viele Amerikaner fühlen sich im Stich gelassen von ihrer eigenen Regierung…


Irgendwann kippt das System, sagt die Börsenexpertin.

…die wissen, dass das gefährlich ist…

…was weg ist, ist das Vertrauen…

Das kannst du laut sagen…

…das Internet hat dazu beigetragen. Wir werden sehen, das Erwachen der Massen…

…sie sind besser informiert, die Masse realisiert diesen Abstand zwischen den
Schichten…

…nun brauchen wir wieder eine Reform…

…in den nächsten 8 bis 10 bis 12 Jahren müssen wir grundlegend etwas ändern…

…erschütterte die gesamt westliche Welt in ihrem Glauben und in ihren Werten…

Ist das noch ihr Amerika?

Ist das noch dein Deutschland?

Die Gründe für das Aufbegehren des Volkes bleiben bestehen…

Trump wächst mir ihrer Wut und ihren Ängsten...

Er denkt: Es ist einfacher, auch und besonders für Lanz, das an Amerika zu sehen als am eigenen Land. Diesen Unmut am Beispiel von Amerika aufzuzeigen als am eigenen Land…

…die machen sich nur die Taschen voll…

…unsere jetzigen Politiker sind nicht viel anders als…Diktatoren…

…aber wir haben zu viele Einwanderer hier in Amerika…

Und dann spielen sie dieses Lied. Das Johnny-Cash-Lied. Das Lied deiner Trennung. I hurt myself today....to see if I still feel…

Das Volk hat sich in Gewinner und Verlierer aufgeteilt…

…einen Hass auf die Profiteure des Systems haben…

…wenn wir die Spannungen ignorieren…

…es gibt Kräfte in der amerikanischen Politik, die sich gegen das Establishment stellen…

Sind sie enttäuscht? fragt Lanz das Rentnerpaar, das von einem Haus in eine Wohnung und von da in einen Wohnwagen ziehen musste…

Viele sind enttäuscht, sagt der Mann.

Ja, es ist hart…, stimmt die Frau ihm zu.


Und er denkt die ganze Zeit nur: Warum machen die das nicht in Deutschland? Warum gehen die nicht in den Osten, nach Dresden, nach Ost-Berlin? Und befragen da die Leute? Anstatt diesen Stellvertreterkrieg zu führen…

Die Amerikaner dürfen die Wahrheit sagen. Warum sie Trump wählen. Wir nicht…


…jegliche Unterstützung brach weg…

…zu nah vor der Haustür…

too close to the bone

…er ist ehrlich. Manchmal auch zu seinem Nachteil…

Kommt mir irgendwie bekannt vor… Woher kenne ich das bloß?!

Es ist alles nicht so abgesichert wie man mal dachte…