KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz
Ein Blog über das Leben, die Liebe, Beziehungen, Verlust, Angst, Spaß, die Lust, die Lust am Schreiben,Südamerika, Musik, südamerikanische Frauen, die Liebe, Spanisch, Englisch, Schottland, Spanien, Deutschland, dat Rheinland, Kinder, Literatur, Vergänglichkeit, Arbeit, Politik, die Mafia, Urlaub, Gewalt, Verbrechen, Sex, große und kleine Gefühle und vieles, vieles, vieles mehr ...
Donnerstag, 25. August 2016
Wiedersehen
Ich
weiß nicht, ob sie glücklich ist.
Vielleicht
ist sie es ja und ich rede mir das nur ein.
Dass
sie unglücklich aussieht.
Das
ist nur so ein Gefühl
Und
Gefühle zählen eh nichts
Und
erst recht nicht in Deutschland
Wen
interessieren schon Gefühle
Sie
nicht
Obwohl
sie unglücklich aussieht
Die
Haare sind kürzer
Wie
sie da sitzt und den Boden anstarrt. Oder ihr Handy.
Sieht
sie nicht unglücklich aus
Wie
sie nicht hochguckt. Mich nicht sieht.
Nicht
sieht, wie ich sie sehe.
Und
alle Wunden wieder aufbrechen.
Ich
hatte den ganzen Tag schon so ein Gefühl
(du
weißt doch, Gefühle interessieren keine Sau)
Was
sind schon Gefühle.
Wie
ich heute Mittag diese Latina gesehen habe.
Und
dann ihre Schwester.
Und
jetzt sie.
Wie
sie da sitzt
Kommt
alles wieder hoch.
Nichts
ist weg
Es
war nur verschüttet
In
der Müllkippe deiner Seele
Alle
Dämme brechen
Alles
reißt wieder auf
Die
ganze Scheiße
Aber
du gehst nicht zu ihr, als der Bus hält, keine 10 Meter von ihr entfernt
es
hätte keinen Sinn
keinen
Sinn mehr
Von
da wo sie sitzt, auf diesem Stein, diesem runden Sitzstein am Bahnhof
Wo
du früher auch gesessen hast
Als
du noch den Nachtbus nach Duisdorf genommen hast
Wo
sie auf dich wartete, in eurem Bett
In
dem du jetzt alleine schläfst
Nicht
einschlafen kannst
Dich
hin und her wälzt
Ihre
Beine erinnern dich daran, wie du mit ihr geschlafen hast
wie
du in sie eingedrungen bist
sie
gespürt hast
sie
geliebt hast
ein
halbes Leben lang
Früher
Früher
ist vorbei
Und
du gehst vorbei
Gehst
extra vor dem Bus entlang
Obwohl
der Weg hinter dem Bus der Kürzere ist
Guckst
zu ihr zurück
Sie
hebt den Kopf nicht
Wirkt
unglücklich
Mit
ihren kürzeren Haaren
Obwohl
du sie gar nicht richtig sehen kannst
Mit
deinen Augen
Du
gehst zu deiner Haltestelle und fragst dich,
ob
sie dich sieht
dir
nachguckt, so wie du ihr.
Du
weißt, dass das sie ist
Da
hinten
Auf
jemanden wartend.
Der
nicht mehr du bist.
Der
nie mehr du sein wirst
Und
genau in diesem Moment weißt du,
dass
du sie immer lieben wirst
Und
immer vorbeigehen wirst,
wenn
du sie siehst
so
als hättest du sie nicht gesehen
wenn
du sie durch Zufall siehst
in
der Stadt
im
Bus
wo
auch immer
es
gibt keine Zufälle
du
liebst sie immer noch
alles
ist immer noch da
wie
am ersten Tag
trotz
Anwalt, trotz Unterhaltsforderungen, trotz allem
weißt
du, dass du nie aufhören wirst, sie zu lieben
Obwohl
du nicht mehr zu ihr gehen wirst
Nie
mehr
Wenn
du sie siehst
Die
Mutter deiner Tochter
Die
Liebe deines Lebens
Wie
ein Doof stehst du an deiner Haltestelle und blickst zu ihr rüber
Mit
ihrem lilafarbenen Garfield-T-Shirt
Jetzt
weißt du es wieder
Das
sie in eurem gemeinsamen Urlaub gekauft hat
In
eurem letzten gemeinsamen Urlaub
Jetzt
fällt es dir auf
Ihre
Haare sind kürzer
Sie
ist noch immer total braun
Von
Griechenland
Wo
sie alleine war
Mit
ihrer Tochter
Deiner
Tochter
Die
euch nicht mehr verbindet
Du
stehst leicht versteckt hinter der Schulter dieses Typen
und
guckst da rüber als hättest du einen Geist gesehen
Hast
du ja auch
Den
Geist vergangener Urlaube
Vergangener
Umarmungen
Vergangener
Küsse
Vergangener
Berührungen
vergangen,
alles
Vergangener
Liebe
Der
Bus kommt
Der
Bus zu deiner neuen Wohnung
Heute
ist María bei dir
Morgen
bei ihr
Am
Montag wieder bei dir
María,
die euch beide in sich hat
Aber
die ihr nicht mehr beide habt
Du
steigst in den Bus ein
Setzt
dich hinten hin
Weil
es da kühler ist
Es
ist der heißeste Tag des Jahres
36
Grad
Und
du guckst zu ihr rüber
Als
hättest du einen Geist gesehen
Den
du berühren könntest
Den
du nicht mehr erreichen kannst
Obwohl
du weißt,
dass
du sie immer lieben wirst
deine
kleine Latina
die
du vergrault hast
mit
deinem Pessimismus
mit
deinem fehlenden Vertrauen
mit
deiner Eifersucht
deinen
Ultimaten
Eine
Familie sitzt dir im Weg
Du
siehst sie nicht mehr richtig
Und
trotzdem hat diese Begegnung deine Welt erschüttert
In
ihren Grundfesten
Deine
kleine kaputte Welt
Die
nicht heilen will
Einfach
nicht heilen will
Wie
eine rote Wunde
Du
siehst sie nicht richtig
Guckst
als hättest du einen Geist gesehen
Das
Kind guckt zu dir rüber
Der
Alte auch
Wie
du guckst
Als
könntest du nicht vergessen
nicht
vergessen
was
mal war
was
nie wieder sein wird
Und
dann ist der Bus weg
Im
Tunnel verschwunden
Und
du siehst sie nicht mehr
Vielleicht
nie wieder
in deinem Leben
Deine
kleine Latina
Die
du so liebst
Wie
am ersten Tag.
Sonntag, 21. August 2016
Alles Verarschung: Zwischen Schein und Sein
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Heute
musste er tatsächlich fast wieder heulen. Bei Cuéntame como pasó, einer seiner spanischen Serien – komischerweise
sind es immer die spanischen, bei denen er heulen muss, bei denen die Emotionen
ihn förmlich übermannen). Ich weiß, er ist auch von Natur aus schon ziemlich
nah am Wasser gebaut, aber das heute war wirklich etwas Besonderes.
Tage wie diese... (II)
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Als
du vor die Tür trittst, pisst es wie aus Kübeln. Ich meine, du hattest den Regen
schon gehört, als du heute Morgen auf dem Klo warst und das Fenster gekippt hattest
– damit die Nachbarn auch was davon haben. Aber hier draußen ist das schon was
anderes. Also nimmst du den großen Schirm mit, den du auf der Arbeit geklaut
hast. Den von diesem Hotel, irgendwas mit Resort, keine Ahnung. Von irgendeinem
reichen Araber bestimmt. Aber schon nach fünf Minuten Laufen ist der linke
Ärmel deines Trainingsanzugoberteils fast bis auf die Haut durchweicht.
Scheiße, was soll das erst später geben. Aber im Wald wird es besser. Durch die
Bäume, die halten den Regen ab. Zumindest zum Teil.
Freitag, 19. August 2016
Vater werden ist nicht schwer...
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„Meine
Frau ist schwanger…“, sagt sein Kollege, als er ihn nachts nach Hause fährt.
„Hey,
Herzlichen Glückwunsch!“
„Danke.“
„Dann
muss die sich auch schonen, ne.“
„Ja.“
„Im
wievielten Monat ist die denn?“
„Im
dritten.“
Viel Spaß!
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Larson
liebt es zu denken.
Und
gleichzeitig hasst er es.
Aber
das ist egal, denn er kann eh nichts dagegen machen, er kann sie nicht
abstellen, die Gedanken, die ihn Tag und Nacht verfolgen, die ihm bei jeder
Gelegenheit durch den Kopf schießen. Er denkt einfach über alles nach, immer
wieder, wie eine Kuh, die immer wieder das gleiche Gras wiederkäut. Bis es
verdaut ist. Und dann fängt sie – genau wie er – wieder von vorne an…
Donnerstag, 18. August 2016
Mitleid - Folge 385: "Der Arme"
Er
geht die Straße zur Hauptstraße hoch. Plötzlich kommt ihm dieser Typ entgegen.
Der wohnt glaub ich sogar gegenüber von ihm.
Hast
du den Typen gesehen? Der hat so was im Gesicht. So einen Fleck. Einen
Riesen-Leberfleck. Oder eine Verbrennung, keine Ahnung, was das ist. Der geht
mir voll auf die Eier.
Lass
ihn doch. Der Arme…
Mich
lässt ja auch keiner. Mich lässt ja auch keiner so leben wie ich bin. Wie ich
will. Wie ich wirklich will… Oder?! Bei mir sagt ja auch keiner „der Arme“. Wer
hat denn Mitleid mit mir?! Niemand. Keine Sau. Dieses Lied von Johnny Cash, wo
der sagt, dass niemand mit ihm Mitleid hat. Wie heißt das noch mal? Nobody. Ja, das ist es, Nobody! No mothafucka!
Die
einzige Person, mit der ich vielleicht noch Mitleid hätte, die mein Mitleid
vielleicht noch verdient hätte bist du. Und du brauchst mein Mitleid nicht,
glaub mir das. Du willst es gar nicht. Denn kein Mensch braucht Mitleid. Mitleid
ist nicht gut
Mitleid
ist im Endeffekt doch nur Selbstmitleid. Man fühlt doch nicht mit den anderen,
sondern nur für sich selbst Mitleid. Und Selbstmitleid braucht wirklich keiner.
Genau wie ein schlechtes Gewissen. Das verfickte, verfluchte Über-Ich. Das
wortwörtlich über einem steht. Einem über die Schulter guckt…
Außerdem kenne ich den. Der fährt immer mit mir im Bus, nachts um zwei. Der hat mich einmal sogar angequatscht, als ich ein Bayern-Trikot anhatte. Da hat er irgendeinen Kommentar fallen gelassen. Von wegen: Die kaufen doch eh nur alles leer. So ein Schwachsinn. Als ob Ramos, Aubameyang, Sokratis und wie sie alle heißen (die Zecken), als ob die alle auf und um den Borsigplatz aufgewachsen wären. Was für eine Verarschung!
Außerdem kenne ich den. Der fährt immer mit mir im Bus, nachts um zwei. Der hat mich einmal sogar angequatscht, als ich ein Bayern-Trikot anhatte. Da hat er irgendeinen Kommentar fallen gelassen. Von wegen: Die kaufen doch eh nur alles leer. So ein Schwachsinn. Als ob Ramos, Aubameyang, Sokratis und wie sie alle heißen (die Zecken), als ob die alle auf und um den Borsigplatz aufgewachsen wären. Was für eine Verarschung!
Sein
Bein juckt immer noch. Die Insekten haben auch kein Mitleid. Das sind ja auch
wilde Waldinsekten, keine Stubenfliegen. Aber auch die Stubenfliegen können
einen die ganze Nacht lang nerven. Die machen das einfach so, weil die das machen.
Die nerven oder stechen zu, einfach so, weil die das müssen. Von Natur aus. Die
denken da nicht drüber nach. In der Natur hat auch niemand Mitleid. Im
Tierreich. Oder meinen Sie, menschliche Zivilisation oder Kultur oder was auch
immer uns von den Tieren unterscheidet, wäre genug um die menschliche Natur, die Triebe zu verdrängen oder gar
vergessen zu machen?
Heute
Morgen lief so ein Bericht im Fernsehen. Bei Volle Kanne. So ein Interview mit einer Schriftstellerin, keine Ahnung wie die
hieß (deutsche Schriftsteller kenne ich eh nicht). Die redete über ihre
Kindheit, in den 60er oder 70er Jahren. Keine Ahnung. Auf jeden Fall gehörten
ihre Eltern der 68er Generation an. Auf jeden Fall sagte die irgendwas von
wegen die Freiheit der 68er sei ja schön und gut gewesen. Das hatte ja alles
seine Vorteile und so. War ja alles toll, nur dass die keine Bindung zu ihren
Kindern aufgebaut haben, hatten. Die hätten oder haben alle so an sich, an ihre
eigene, persönliche Verwirklichung, ihre In.di.vi.du.ali.tät gedacht, dass man
sich da schon ein bisschen vernachlässigt fühlte. So sagte die das zumindest,
diese Schriftstellerin. Jeder hat sich nur um sich gekümmert…und dann bleiben
die anderen außen vor. Wurden vernachlässigt. Ja, genau, das sagte sie, „Vernachlässigung“.
Sie sagte nicht Missbrauch. Emotionaler Missbrauch. Er würde Missbrauch sagen.
Schon allein wie die einem ins Gesicht gepafft haben, diese Arschlöcher. Ohne
ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Ohne Reue.
Danach
läuft noch so ein Bericht. Über einen Typen, der 11 Jahre arbeitslos ist (und
da sprechen manche von Lügenpresse!). Der war vorher Goldschmied gewesen, aber
dann kam irgendwann industriell gefertigter Schmuck auf und keiner wollte mehr
seinen handgemachten Schmuck kaufen. Weil der zu teuer war oder warum auch
immer. Auf jeden Fall war der dann beim Arbeitsamt und die haben dem dies und
das angeboten, er hat eine Umschulung und keine Ahnung was noch, aber das war
alles irgendwie nichts Richtiges und so ist er dann arbeitslos geblieben. Mittlerweile
ist er 47. Hat eine Tochter, die aussieht wie ein Goth oder Emo in seiner beziehungsweise
ihrer rosa Phase, und die dann natürlich auch noch zu Wort kommt, kommen muss
(als Tochter!). Und die sagt tatsächlich: „Mein Vater ist nicht so wie andere
Väter. Der unternimmt immer was mit mir. Immer wenn ich bei dem bin. Alle zwei
Wochen, am Wochenende.
Moment
mal. Hat er das gerade richtig gehört?! ALLE ZWEI WOCHEN AM WOCHENENDE????!!!!
Man muss sich das echt mal auf der Zunge zergehen lassen. Wie eine Pille, eine
bittere Pille: Alle zwei Wochen, am Wochenende. Boah, und dann macht der auch
noch jedes Mal was mit der. Ist das nicht geil?! Was für ein geiler Vater! Ich
mein, die sagen ja nicht, woran das liegt, dass die den nur alle zwei Wochen
sieht, aber dann ist der da. Dann steht er Gewehr bei Fuß. Wie ein richtiger
Vater. Vielleicht will er sie ja auch nur alle zwei Wochen bei sich haben?! Wer
weiß das schon?! Vielleicht feiert er ja den Rest der Zeit von seinem
Arbeitslosengeld wilde Sex-Partys mit Prostituierten und Nachbarinnen und
anonymen Internet-Bekanntschaften? Auf denen seine Tochter natürlich fehl am
Platz wäre. Vielleicht wurde er ja sogar gefragt, vielleicht hat sie ja sogar
gesagt: „Komm, lass uns uns jetzt mal ganz vernünftig zusammensetzen und die
Sache durchsprechen. Die Sache mit unserer Tochter. Ja, diese Sache. Vielleicht lief das ja ganz „vernünftig“
ab, ganz „gesittet“, ganz „zivilisiert“. Wir sind ja schließlich immer noch in
Deutschland. Noch… Da kommen doch keine unerwünschten Gefühle dazwischen. In
Deutschland doch nicht! Wer braucht denn schon Gefühle?! Erst recht nicht in
Deutschland. Vielleicht ist die Trennung/Scheidung ja in „beiderseitigem
Einverständnis“ verlaufen. In „beiderseitigem“ „Einverständis“, dieses ultimative
aller Totschlagargumente, wobei er persönlich (aber er ist ja eh bekloppt, das
wissen Sie ja schon aus den anderen Posts in diesem Blog) immer ins Grübeln
kommt: Wenn man sich schon so friedlich, so „einverständlich“ trennt, warum trennt
man sich dann überhaupt?
Aber
dann geht selbst ihm ein Licht auf. Die Antwort ist doch sonnenklar: Weil das
gegenseitige Auseinanderleben genau parallel verlaufen ist. Ist doch logisch,
oder nicht?! Dat soll et ja uch jevve, dat… Im Ersten und Zweiten noch öfter
als bei den Privaten, wo die eher auf „mitten im Leben“ setzen: Polizeiintervention,
überraschende Wendungen, dunkle Geheimnisse, Prostitution, Drogen- und
Spielsucht und Gott weiß was sonst noch. Aber am Ende wird alles genauso gut
wie im Ersten oder Zweiten.
Aber
jetzt mal ganz ehrlich: Es können doch nicht alle so High-Conflict-Scheidungen
durchlaufen wie du. Oder?! Wo würden wir denn dann hinkommen?! Wenn sich alle
nur noch bis aufs Blut bekriegen würden. Dafür sind doch Goldschmiede auch viel
zu friedlich. Da braucht es schon einen ausgewachsenen (oder vielleicht doch
noch nicht ganz so erwachsenen) Philologen. Der kann Ihnen dann auch erklären,
dass das neudeutsche „High-Conflict“ den Konflikt doch schon wieder ein bisschen
entschärft. Oder sagen Sie nicht auch gerne mal „Fuck“, wenn etwas
schiefläuft?! Selbst wenn nicht, dann auf jeden Fall öfter als ficken. Oder die
Bundeswehr-Variante desselben: „Was für eine Fickscheiße! Und so sind nur noch
ein paarJugendliche frustriert. Aber wie sie an der Tochter unseres „armen“
(ist das jetzt Mitleid oder Tatsache?) Goldschmieds sehen können, gehört die
nicht zu den wenigen, frustrierten Jugendlichen, die die Toten Hosen besingen.
Die gehören mittlerweile ja auch einer ganz anderen Generation an…
Traumdeutung: Fotos
KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz
Er
sitzt auf einem Riesenbett und guckt Fernsehen. Er hat sich hierhin, in diesen
großen Raum, zurückgezogen, um seine Ruhe zu haben. Das Bett ist riesig, viel zu
groß für ihn; und vor allen Dingen zu hoch, er sitzt locker zwei Meter über dem
Boden. Und guckt Fernsehen. Hat seine Ruhe von der Welt.
Mittwoch, 17. August 2016
Türen und Fenster in der Nacht
„Gestern
Abend war irgendwie komisch. Ich konnte nicht schlafen und da hab ich die Tür
gehört. Die Haustür…das war komisch. Ich könnte schwören…“
„Ich
hab da ja so eine Theorie… Dass die Mama nachts zu dir kommt und dann hier
übernachtet…“
„Ja,
klar“, antwortet sie.
Irgendwie
nicht sehr überzeugend.
„Ist
ja nur so eine Theorie.“ Er lacht.
So
ein Instinkt. Du musst deinen Instinkten vertrauen. Du musst lernen, deinen
Instinkten zu vertrauen.
Deinen
Killer-Instinkten.
Ein
paar Tage später – er liegt gerade im Bett und chattet mit Cristina aus Madrid
– hört er wieder Geräusche im Flur. Oder bildet er sich das nur ein. So wie
früher, als oben noch diese Schwarzen wohnten, diese Frau und ihr Bruder. Da
hörte er auch immer, wie sich seine Tür bewegte. Vielleicht ist das ja auch nur
Quatsch. Vielleicht werde ich ja langsam echt bekloppt. Wär ja kein Wunder, bei
all der Scheiße.
Aber
kurz darauf ist da wieder etwas. Und diesmal könnte er schwören, dass das die
Haustür war. Denn die macht eindeutig Geräusche, wenn die geöffnet wird, denn
das ist eine dieser alten Holztüren mit Glaseinsatz. Die quietscht zwar nicht immer,
aber die macht Geräusche. Immer. Jedes Mal, wenn man sie öffnet. Er lauscht und
starrt auf die Tür, die sein Schlafzimmer vom Flur trennt. Scheiße, die ist
nicht zu, denkt er, steht so leise wie möglich auf und zieht sich die blaue Shorts
an. Denkt einen Moment, sich eine der Glasflaschen zu nehmen, die hier überall
rumstehen. Aber dann such er nur seinen Schlüssel. Als er ihn gefunden hat,
öffnet er langsam die einfache Holztür, die den Flur mit seinem Schlafzimmer
verbindet. Nichts. Er tritt in den Flur und macht das Licht an. Das Flurlicht
ist mit dem Außenlicht verbunden, so dass draußen, vor der Tür, auch das Licht
angeht. Er tritt in den Hof und hört ein Auto vor dem Haus losfahren. Ohne
nachzudenken geht er schnell zum Tor zur Straße, öffnet es und da steht
wirklich jemand. Ein Typ. Keine drei Meter von ihm entfernt. Auf der Straße um
halb zwölf. Als der Typ ihn sieht, geht er gegenüber in das Haus. Da, wo der
Handwerker seine Firma hat. Komisch, der sah noch ziemlich jung aus. Den hab
ich hier noch nie gesehen. Komisch. Das Auto verpasst er leider. Scheiße. Denn
genau in dem Moment, in dem er auf die Straße tritt, ist es weg. Er hat noch
nicht mal Zeit, sich die Marke oder gar das Nummernschild zu merken. Er blickt
zum Fenster seiner Tochter. Die Jalousie ist unten, aber es kommt ihm so vor,
als wäre da Licht. Als hätte sie noch Licht an…
Später
tritt er noch mal vor die Tür, in den Innenhof, bleibt aber vor dem verschlossenen
Tor zur Straße stehen und lauscht in die Nacht hinein. Er hört nichts, spürt
aber was. Fühlt was. Plötzlich dreht er sich um und geht zurück zur Haustür.
Heute ist Vollmond. Er sieht den hellen Mond zwischen den Bäumen, geht zurück
in den Flur und schließt die Haustür leise mit dem Schlüssel ab
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