Ich
bin in einer großen Wohnung. Nicht meine Wohnung, aber ich schein trotzdem hier
zu wohnen. Keine Ahnung warum. Es ist Nacht. Oder zumindest Abend. Ich sehe jemand
vor dem Fenster vorbeihuschen. Plötzlich bin ich im Schlafzimmer. Das
Schlafzimmer sieht irgendwie heruntergekommen aus, An einer Stelle fehlt glaub
ich die Tapete vollständig und es ist unordentlich, unaufgeräumt. Ich lege mich
in das große Bett, unter diese große, weiche Decke. Auf einmal spüre ich, dass da noch
jemand ist. Im Bett. Hinter mir. Aber ich erschrecke mich nicht, ich habe keine
Angst und ich flippe auch nicht aus, weil ich weiß, weil ich instinktiv weiß,
wer das ist, der da liegt. Sie. Nadine. Sie liegt wirklich neben mir, hier im Bett,
in diesem seltsamen großen Haus. Und sie weiß auch, dass ich sie bemerkt habe.
Legt irgendwann von hinten den Arm um mich. So wie früher. Als ich sie immer
irgendwann abgestreift habe, weil sie einfach zu heiß war, auf Dauer, weil ihr
Körper einfach zu heiß war, zu warm. Nur in Schottland, nur im kalten, rauen Winter Schottlands
konnte ich die ganze, oder zumindest die halbe Nacht neben ihr schlafen. Ich
drehe mich um und sie liegt auf dem Rücken neben mir. Ich beuge mich über sie. Sie
spielt mit mir, mit meiner Hand, mit ihrer Hand. Ich spüre ihren weichen,
warmen Körper, ihr kleines Bäuchlein, über das meine Hand nun gleitet, auf dem
Weg nach unten. Ich will nichts mehr als mit ihr schlafen, sie umarmen
aber
ich steige wieder aus dem Bett, gehe irgendwo hin, in dem großen Haus, komme
dann wieder, lege mich wieder neben sie. Sie hat jetzt ihre Unterhose
ausgezogen, erzählt mir von ihrer Erfahrung während der Trennung. Ihren Typen. Sie
erzählt etwas darüber, wie sie sich verändert hat. Dass die wollten, dass sie
sich rasiert, untenrum. Das mochte sie früher nie. Ich gucke nach unten, sehe
ihre fast komplett rasierte Muschi. Nur ein kleines Stück ist noch übrig,
daneben sind kleine noch immer blutige Schnitte. Komisch. Ich will nichts mehr
als einfach in sie einzudringen, einfach mit ihr zu schlafen, wie früher, aber
es geht nicht. Ich kann nicht, ich kann nicht mehr. Ich habe Angst. Wer weiß
mit wem die alles geschlafen hat, während unserer Trennung, unserer Scheidung. Nicht
wie ich, der ich gar keinen Kontakt zu Frauen hatte, wirklich keinen, noch
nicht mal Ich umarme sie, aber kann nicht weitergehen, etwas hält mich davon
ab. Ohne Kondom. Um selbst mit Kondom
Es
geht nicht mehr. Die Unschuld ist weg. Und wenn die weg ist, dann ist alles
weg. Dann ist alles verloren. Dann sind wir verloren.
Das weißich jetzt, nach dem Traum, als ich aufwache und das englische Radio höre, das englische Radio immer noch läuft, von gestern Nacht und der Moderator immer noch über den gestrigen Terroranschlag in London redet
Es ist vorbei. Die Unschuld ist weg
und selbst wenn