Ein Blog über das Leben, die Liebe, Beziehungen, Verlust, Angst, Spaß, die Lust, die Lust am Schreiben,Südamerika, Musik, südamerikanische Frauen, die Liebe, Spanisch, Englisch, Schottland, Spanien, Deutschland, dat Rheinland, Kinder, Literatur, Vergänglichkeit, Arbeit, Politik, die Mafia, Urlaub, Gewalt, Verbrechen, Sex, große und kleine Gefühle und vieles, vieles, vieles mehr ...
Dienstag, 3. Mai 2016
Vatertag
„Was willst du denn zum
Vatertag?“ fragt María, als ich sie am Montag wiedersehe.
„Ist Vatertag? Bald?“
„Echt? Nichts. Es reicht
schon, dass du da bist! Das reicht voll und ganz. Du brauchst mir doch nichts
schenken.“
Sie sagt nichts.
„Oder vielleicht doch: Einen
Kuchen hätte ich gerne. Back mir einen Kuchen.“
„Aber wie denn ohne Mixer?!“
„Haben wir keinen Mixer?“
Bei uns, bei mir Zuhause.
„Ne.“
„Echt nicht? Aber wir haben
die Aufsätze…die Aufsätze sind da.“
Die Aufsätze sind bei
mir/uns, der Mixer bei Mama. Und da geht sie nicht hin, diese Woche.
(Eigentlich lüge ich ja,
María. Nicht, wenn ich sage, dass es mir reicht, dass du da bist. Das stimmt.
Aber ich hätte trotzdem da noch so ein paar Wünsche – obwohl ich genau weiß,
dass du sie mir nicht erfüllen kannst. Wie solltest du denn auch?! Ich wäre
gern mit wieder mit deiner Mutter zusammen, ich würde gern in Spanien leben,
dort in der Gastronomie- oder Tourismusbranche arbeiten, ich hätte gerne ein
bisschen Geld, ein bisschen Sonne, ein bisschen Liebe in meinem Leben. Aber
dafür kannst du nichts, daran kannst du natürlich nichts ändern und in der
Zwischenzeit genügt es mir auch, dass du einfach nur da bist, am Vatertag.
…ach so, und außerdem würde
ich gerne nicht noch älter werden
…und natürlich nicht sterben
müsse…aber auch nicht ewig leiden müssen. Ja, ich glaube, das war’s jetzt, aber
so ein Lottogewinn wär auch nicht schlecht. Aber in der Zwischenzeit…)
Frühstück und Liebeskummer
Heute gibt es das Frühstück aller
Liebeskranken: Er isst Fladenbrot mit kleine Frikadellen, Butter und Käse. Dazu
gestrudeltes Erdbeereis von Aldi. Cola und noch eine Extra-Scheibe Käse.
Noch Fragen?!
Jung und Schön
KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz
"Gestern lief noch ein guter
Film. Gestern Abend…“, sagt er zu María, die im Bad ist. Er hört sich
mittlerweile schon an wie seine Mutter. Wie seine Mutter, die damals – und
heute noch immer nicht – nie einschlafen konnte, nachts. Die wie eine Leiche,
eine lebende Tote, eine alte Zombiene nachts stundenlang vor dem Fernseher lag
und…über das Leben nachdachte? Tat sie das wirklich oder war das nur seine
Einbildung? Egal. Auf jeden Fall antwortet María sogar ein bisschen interessiert
mit einem fragenden „Ja?“ aus dem Bad. Die Stimme aus dem Bad. Ja, der war echt
interessant…“ „Echt?“ sagt sie. „Ja, der hieß „Jung und Schön“ und handelte von
einer Siebzehnjährigen. Aus Frankreich.“ Mehr sage ich nicht. Mehr kann ich
nicht sagen. Ohne meine Anwältin.
Traumdeutung - Festzelt (Folge 2394)
KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz
wir sitzen in einem riesigen
Festzelt. So ungefähr wie die in Bayern, auf dem Oktoberfest, wo die Leute auf
Bänken sitzen, die in langen Reihen angeordnet sind. Wir sitzen am Rande,
rechts an der Wand. Ziemlich weit vorne. Fast ganz vorne. Wir haben keine
Tische, wie die Leute in der Mitte, sondern nur Stühle. Nadine sitzt rechts
neben mir.
Montag, 2. Mai 2016
Seife im Arsch
Unter der Dusche stecke ich
mir die Seife ganz in den Arsch. Für Feinheiten habe ich jetzt keine Zeit!
Danach riecht sie deutlich nach Fisch. Scheiße, wenn sich jetzt María damit
heute Abend die Hände wäscht. Aber darüber mache ich mir nicht lange Gedanken,
denn schon bald knallt die Seife auf den Boden. Wie alles in meinem Leben, fällt
sie mir runter. Alles fällt runter, verheddert oder verhakt sich, bleibt
stecken… Genauso wie sich mein Leben verhakt hat, steckengeblieben ist, total
verheddert ist… Wahrscheinlich bin ich auch irgendwann runtergefallen.
Wahrscheinlich auf den Kopf. Meine Eier tun immer noch weh. Nicht, dass das
Hodenkrebs ist. Vielleicht kommt der Schmerz aber auch aus der Hüfte. Noch
schlimmer: Wer hat schon mit 39 Hüfte. Die linke Schulter tut auch noch weh.
Bestimmt ein Herzinfarkt. Ein verschleppter Herzinfarkt…
Noch Fragen?
Gut, dass wir drüber
geschrieben haben.
Lächeln und Oger
Es klopft am Fenster und ich
hieve mich schwerfällig aus dem Bett hoch. Gehe in den Flur und öffne die Haustür.
Es ist natürlich María (wer
sollte es auch sonst sein?). Sie lächelt, als sie mich sieht. Allein dieses Lächeln
ist Gold wert. Und zaubert sogar einem schwerfälligen Oger wie mir ein Lächeln
auf die Lippen.
Knausgard-Interview
In seinem Interview mit DER
ZEIT sagt Knausgard: „Ich fühlte
mich als Idiot, als ein Niemand, ich hatte das Gefühl, total allein zu sein.
Das ist eine sehr simple, banale und ordinäre Antriebskraft, aber ich kann
nicht leugnen, dass es eine Rolle spielte – dieses "Ich zeig’s
ihnen!". (http://www.zeit.de/2015/44/karl-ove-knausgard-sterben-lieben-spielen-leben-traeumen-literaturkanon/seite-2)
Dazu habe ich keinen Kommentar mehr.
Er auch nicht.
In diesem Sinne...
Johnny Cash Hurt
1. Mai 2016
KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz
Das war einfach so mies mit
dem Schweigen und dem plötzlichen, kompletten Kontaktabbruch, das ist einfach
nicht mehr entschuldbar.
So sehr kann sie dich ja nicht
geliebt haben.
Oder doch?!
Sonntag, 1. Mai 2016
Traumdeutung
KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz
30.04.16
Ich versuche fast schon
verzweifelt, mir einen runterzuholen, indem ich an jemand anderes denke, jemand
viel Jüngeres, aber es klappt nicht und sie kommt immer wieder dazwischen. Aber
auch wenn ich an sie denke, kann ich mir keinen runterholen. Ich sehe sie nicht
in diesem Licht.
am Ende lasse ich es sein
und lege mich wieder schlafen
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