Sonntag, 1. Mai 2016

Trauer und Sorgen









Irgendwann kommst du an einen Punkt, wo du dir einfach keine Sorgen mehr machst, denkt er. Weil es nicht mehr geht. Weil du nicht mehr kannst. Weil du dir so viele Sorgen gemacht hast, dass du einen Sättigungspunkt erreicht hast. Weil eh alles scheißegal ist.

Und: Weil du sowieso sterben wirst. Weil du sowieso irgendwann nicht mehr da bist.

Irgendwann kann man sich einfach keine Sorgen mehr machen und muss mit Demut akzeptieren, dass du eh nichts ändern kannst, egal, was alle sagen

Und dann kommt postwendend wieder der nächste Gedanke: Und wenn doch…?

Und wenn du dir das nur einredest, dass du nichts machen kannst? Wenn dir die Gesellschaft das nur einredet…?


Keine zehn Minuten später hauchst du schon wieder ein leises Nadinita. Sie war die Liebe deines Lebens. Obwohl du dir das nie so richtig eingestehen wolltest. Jetzt ist es zu spät

***

Aber ich liebte sie, liebte ihre Küsse.

Obwohl ich mich ihrer schämte.

Und jetzt ist nur noch María da. Sie nicht mehr.

Ich habe gehört, dass genau das erfolgreiche Partnerschaften ausmacht. Dass man zugreift, wenn sich einem die Gelegenheit bietet. Ich habe bei ihr zugegriffen. Und es war kein Fehler.

Dass man zugreift, egal, wie hässlich oder schön man selbst ist. Egal, wie hässlich oder schön der andere ist. Dass man einfach zugreift. Das ist das Geheimnis.

Und dann nicht mehr loslässt. Bis sie loslässt

Und wer warst du schon, sie wegen ihrer Falten zu kritisieren?! Ein eingeschüchterter, kleiner Junge. Naiv, unerfahren, leichtgläubig und schüchtern. Was für eine Mischung.

„Das einzig Gute an dir sind deine Augen“, hat das Conchita damals genannt.

Recht hatte sie. Oder nicht? d hast sie verlassen, ihr habt euch verlassen. Und ihr jahrelang hinterhergetrauert, dieser kleinen Südspanierin aus der Nähe von Granada. Aus Guadix.

Und jetzt trauerst du eben jemand anders hinterher. Deiner kleinen Südamerikanerin aus Ambato, Ecuador. Wie lange wird es diesmal dauern?! Keine Ahnung. Wenn du die hättest, dann wär es schon vorbei. Du hast dein ganzes Leben mit Trauern verbracht. Farblos und dumpf. Und bald ist es auch schon vorbei. Dann ist endlich Ende mit dieser ganzen Trauer. Mit dieser ganzen Traurigkeit. 












Mittwoch, 27. April 2016

Trennung als Vater








„Herr Rilke ist zum Beispiel ein Verfechter des alten Modells…“, sagt meine Anwältin.

Das lässt mich natürlich aufhorchen. Mich als unfreiwilliger Verfechter des Wechselmodells. Gespannt lausche ich ihren Worten.

„…nach dem alten Modell sieht der Vater…“ – und machen wir uns nichts vor, es ist meistens der Vater, der den Kürzeren zieht – „…das Kind alle 14 Tage am Wochenende…“

Geil, denke ich. Dann würde ich direkt auswandern. Es brennt mir förmlich auf der Zunge, ihr das zu sagen, aber ich halte meine Klappe. Wie immer.

Dann würde ich echt auswandern. Damit mich meine „liebe“ Frau mit Unterhaltsforderungen kann, bis sie mich nicht nur psychisch, sondern auch finanziell ruiniert hat.

Ist natürlich auch ideal für das Kind. Es wird durch die Trennung der Eltern – an der es als einzige Person weiß Gott nicht schuld ist – quasi von Staats wegen dem „echten“ Vater entfremdet, der in diesem Modell nur noch ein alle zwei Wochen aus der Versenkung geholter Wochenend-Entertainment-Daddy ist. (Machen Sie das mal, wenn Ihr Kind in die Pubertät kommt und sowieso von Eltern nicht mehr wissen will!)

Aber damit noch nicht genug: Wenn Sie die Trennung noch nicht mal kommen gesehen, geschweige denn gewollt haben, werden Sie nicht nur vom Staat von ihrem Kind entfremdet. Nein, der neue, „unechte“ Stiefvater wird auch plötzlich wichtiger für das Kind als sie. Und der ist dann wahrscheinlich noch Alkoholiker oder pädophil oder beides. Oder gewalttätig oder was weiß ich was sonst noch. Na dann, Prost Mahlzeit! Außerdem ist er ja sowieso schon eifersüchtig, weil er nicht der echte Vater ist. Weil es nie so richtig seine Tochter sein wird, sondern immer die eines anderen.

Wer sich so was ausgedacht hat – wo sind eigentlich die 68er, wenn man sie braucht?! – dem wünsche ich von vollstem Herzen, dass er eine gute Beziehung zu seinen Kindern und besonders zu seiner Frau pflegt, damit er nicht irgendwann in die Fänge seines eigenen Modells gerät.

Und wenn die Väter nicht entsorgt werden, dann leben sie eh kürzer als die Frauen.
In diesem Sinne: Väter erhebt euch! Erhebt eure Herzen! Wir haben sie beim Herrn. 





Sonntag, 24. April 2016

Schrei nach Liebe und Anerkennung













24.04.16




Beim Aufräumen stößt er auf die Blätter, die er damals, kurz nach der Trennung, ausgedruckt hat.

Samstag, 23. April 2016

Drogen und Mafia in Bonn









Auf der Arbeit redet er mit dem alten Mann. Er freut sich ihn zu sehen, obwohl er ihn letztens um Geld angehauen hat. Was er gar nicht gut fand. Das zerstört jede Freundschaft, wenn der sich jetzt Geld bei dir leiht.

Am Anfang reden sie über Politik und dann kommt er irgendwie auf die aktuelle Situation in Mexiko zu sprechen. Mit der Drogenkriminalität. Mit dem Kokain.

Freitag, 22. April 2016

Zecken und Echsen






22.04.16




Morgens geht er Wasser kaufen. María ist auch schon auf, ist noch Duschen gegangen (besser so: Dann muss sie nicht in der P***-WG ihrer Mutter duschen gehen).

Er tritt vor die Tür…und ist schon jetzt…stinkwütend. So richtig wütend.

Er denkt darüber nach, was ihn die Scheidung kosten wird. Ob das, was die Anwältin gesagt hat, auch für die Beratung usw. vor der Scheidung gilt oder nur für den Scheidungsprozess. Wär schon gut, wenn das für beides gelten würde…

Und wenn nicht…?

Immer bleiben Fragen offen. Jedes Mal, wenn er zu seiner Anwältin läuft, ist er am Ende zwar für den Moment schlauer, aber schon am nächsten Tag wirft sein Gehirn neue Fragen auf. Hört das denn nie auf?!

Das geht doch so nicht, dass ich am Ende noch für die blechen muss. Für die Scheidung, die ich nicht will. Nie wollte

…die ich nie gewollt…

Das geht nicht. Echt nicht. Echt nicht. Und die lacht sich am Ende noch kaputt. Lacht sich ins Fäustchen, wie du zu der Anwältin gesagt hast. Lacht sich ins gierige Fäustchen. In ihrem neuen, freien Leben

NEIN, sagt er fast laut und schiebt den Unterkiefer demonstrativ nach vorne. Fletscht fast die Zähne, als er die Hauptstraße überquert.

Irgendjemand wird dafür bezahlen Irgendjemand. So viel ist sicher.

Und wenn es ihre Schwester ist…

…oder ihr Schwager…

…oder ihre andere Schwester…

Sie hat ja so eine große Familie.

Irgendjemand muss bluten dafür.

sangre por sangre

Er macht sich Sorgen: Er kriegt zwar Prozesskostenhilfe, aber wenn die ihr Haus angibt…

…in was ist er da bloß reingeraten, mit dieser Frau. (Und so gut sah sie noch nicht mal aus. Und fünf Jahre älter als er war sie auch!) Hätte er doch damals in Ecuador nicht Ja gesagt. Jetzt bezahlt er dafür. Aber dann gäbe es María auch nicht…

…und wenn die das rausfinden…

So schwer ist das ja auch wieder nicht…

Die sind ja auch nicht doof. Aber für Nadine sind die alle doof. Ihr passiert nie was. Bis sie in der Bahn beim Schwarzfahren erwischt wird und in den Knast kommt, weil sie illegal in Deutschland ist. Oder bis sie mit ihrem Schwager in der Post erwischt…wer weiß was am machen…und zum zweiten Mal ausgewiesen wird. Aber die sind ja alle doof. Man muss die nur lange genug verarschen…

Die Gedanken drehen einsam ihre Kreise in seinem Kopf. Immer und immer wieder. Den ganzen Tag lang. Wahrscheinlich selbst noch im Schlaf. Plötzlich denkt er: Ach ja, Zeckenmittel muss ich auch noch kaufen. Bei Rossmann. Das gute Zeckenmittel von Rossmann. „Zeckito“. Und Wasser im Edeka – ist das Leben nicht aufregend.

Heute gibt es Fischstäbchen zum Frühstück. Klingt wie ein Film- oder Buchtitel. Viel besser als Schokolade zum Frühstück.

Zuerst geht er zu Rossmann. Er hat die Auswahl: „Zeckito sensitiv“ oder „Zeckito stinknormal“. Für jeweils 1,99. Das stinknormale hält 4 Stunden, das sensitive nur 2. Also das Normale. Seine Zecke ist hartnäckig. Also Zeckito normal.

Heute gibt es Atom-Fischstäbchen, Eier und Ciabatta-Brötchen (Gut und günstig) zum Frühstück. Wenigstens darauf kann er sich freuen.

Zuhause sitzt seine Tochter auf der Bettkante, guckt Fernsehen. Er geht schnurstracks in die Küche. Aber nicht ohne vorher noch einen Kommentar losgeworden zu sein.

„Guck mal hier“, sagt er und hält ihr die Zeckito Sprühflasche direkt vors Gesicht. Zeckito!“

Zeckito: Bestens geschützt gegen die südamerikanische Zecke.

Am Ende kann er der Versuchung nicht widerstehen, es doch noch laut zu sagen: „Zeckito: Bestens geschützt gegen die südamerikanische Zecke.“


„Hey, lass mal ausprobieren, ob das an dir wirkt. Du bist ja halbe Südamerikanerin.

Sie guckt mich böse an, mit diesen großen Augen, die ich so liebe.

Auch gegen den ecuadorianischen Zeckenbock. Den geilen, kleinen Zeckenbock mit dem großen Rüssel. Also komm schon, Rafael, komm schon.

Hilft auch gegen Dortmund-Fans und… Das sage ich jetzt besser nicht öffentlich, ohne meine Anwältin – und die ist schon mit meiner Scheidung komplett unterbelastet. Vielleicht hilft es ja sogar gegen Atlético Madrid. Der Trainer von denen hat auch etwas sehr zeckiges, wenn man so darüber nachdenkt. Südamerikaner ist er auch. Zwar nicht wie die gemeine Andenzecke, aber auch Latino…

Er geht in die Küche und knallt die Fischstäbchen in die Pfanne. Fast die ganze Packung; hier werden keine Gefangenen gemacht. Und als er sieht, dass tatsächlich nur ein Fischstäbchen in der Packung verbleiben ist, quetscht er das auch noch irgendwie zwischen die anderen, obwohl da eigentlich gar kein Platz mehr ist. Wie gierig! Das Leben ist schließlich kurz. Die Liebe auch.

María kommt aus dem Wohnzimmer in die Küche und kommentiert natürlich prompt die volle Pfanne: „Boah, mehr ging auch nicht?!“ Oder nur „Boah!“

„Willst du auch ein paar“, sagt er verlegen. Obwohl er ihr eigentlich gar keine abgeben will. Aber er muss ja wenigstens so tun als ob…

Zum Glück lehnt sie ab und er ist wieder allein, allein in der Küche, mit der vollen Pfanne Fischstäbchen.

Zu den Fischstäbchen gibt es Eier. Vier Eier. Nein, nicht alle jetzt. Nur zwei.

Wenn die Eier nach oben zurückkommen, sind sie schlecht.

Dann darf man die nicht mehr essen.

Schlechte Eier. Deine

Nach einer Weile kommt er zurück ins Wohn-/Schlafzimmer, überlässt die Fischstäbchen einen Moment lang ihrem Schicksal.  María sitzt immer noch auf der Bettkante. Wie adrett sie wieder gekleidet ist…

Im Fernsehen läuft der Wetterbericht. Der Moderator sagt:…kalt, regnerisch…typische April-Wetter eben…

Er ballt die Hände zur Faust und sagt: „Ja! Am Wochenende wird das Wetter schlecht! Ja!“

María sagt nichts, schüttelt glaub ich nur den Kopf.

Das hat er gestern auch schon gesagt. Und vorgestern. Und vorvorgestern. „Bis zehn
Uhr…wann gehst du noch mal?...bis zehn Uhr kann das Wetter gut sein…

…danach soll es regnen, stürmen, Gewitter geben und vielleicht sogar schneien…ja, Schnee wär gut!“

Sie sagt nichts, sie kennt das schon. Sie kennt all seine dummen Sprüche schon. Nur der Zeckito-Spruch war neu. Deswegen hat sie den kommentiert.

Er guckt sich die Bücher an, die auf dem Esstisch liegen. „Freitag ist Selbstverbesserungstag! Da lese ich immer Selbsthilfebücher!“

Sie lächelt sanft. Aber sie lächelt.

Er legt sich für einen Moment ins Bett, vor den Computer.

María steht auf, nimmt ihre Tasche, die auf dem Stuhl neben dem Bett steht. Da, wo sonst immer die saubere Wäsche drauf liegt.

„Ich muss jetzt los.“

Wie immer wird er ihr sagen, dass ich dich vermissen werde. Und wie immer wirst du es ihm nicht glauben…
Aber er sagt es trotzdem
O
O
O

„Scheiße. Ich verpass meinen Bus…“

Dann nimm doch den nächsten. Mir doch egal.

Sonntag, 17. April 2016

Erbeben in Ecuador







KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz





17.04.16





Er sitzt mal wieder nichts ahnend auf der Arbeit – was soll er auch sonst machen, außer Arbeit ist ihm ja nicht viel geblieben. Schaut ganz unschuldig auf die Seite der Bild. Nur, um nachzugucken, wie es in Hamburg steht. Weil er so dumm war – wieder mal – die Wahrheit zu sagen. Das darf man in Deutschland nicht. Nicht erst seit Böhmermann, sondern schon länger nicht. Ich nehme mal an so ungefähr seit den Siebzigern. Können aber auch die Sechziger gewesen sein. Eigentlich lustig: Die Generation, die mit den ganzen Lügen aufräumen wollte, ist am Ende die verlogenste. Wer zuletzt lacht…

Boehmermann, Meinungsfreiheit und Scheisse, äh, Durchfall am Morgen - ein Kommentar

ACHTUNG! WARNUNG!

Dieser literarisch-satirische, satirisch-literarische Köhmentar, äh, Kommentar ist NICHTS FÜR SCHWACHE SCHLIESSMUSKELN UND HUMORLOSE…


...MENSCHEN (ich sag doch jetzt nichts Falsches, jetzt, wo es schon Böhmermann an den Kragen geht…da kann so was ganz schnell in die Hose gehen.)





Am Samstagmorgen hat er einen Kater, als er aufwacht – obwohl er noch nicht mal was getrunken hat. Geschweige denn anderweitig Spaß gehabt hat. In dieser deutschen Spaßgesellschaft, die heute noch ein wenig lustiger geworden ist, jetzt, wo Böhmermann angeklagt werden kann (hey, ein Binnenreim!). Das ist das Schlimmste. Wenn man einen Kater hat, obwohl man weder gesoffen, noch gehurt hat.  Oder zumindest harte Drogen genommen hat. Einen trockenen Kater sozusagen.  Mit sehr trockenem Humor (Ja, ich hör ja schon auf!).

…wenn alles steif ist, bis auf die Morgenlatte – nein, die ist natürlich hart wie Stahl (oder Stein?), zäh wie Leder – Sie wissen schon. Eine echte Morgenlatte eben. Zwar ohne Milch und ein wenig Macchiato, aber…

Und schon drückt’s. So ist das im Leben. Kaum bist du aufgestanden, da drückt es schon wieder. Das habe ich oft in letzter Zeit. Dass es drückt, meine ich. Morgens und so.

Aber da gibt es nur eins. Arschbacken zusammenkneifen, sich den Laptop schnappen und versuchen so schnell wie möglich auf „den Pott“ zu kommen. Das mit dem Pott hast du von dem Typen gestern in der Bahn, dieser Assi, der unbedingt auf den Pott musste.

Nein, nicht in den Pott, sondern auf den Pott.

Heute geht das aber. Heute schaffst du das. Nicht wie letztens, wo du die Arschbacken nicht stark genug zusammengekniffen hast, oder es zu sehr gedrückt hat, und du am Ende dir nicht in die Unterhose geschissen hast, aber doch die klebrige „Scheiße“ zwischen den Arschbacken hängen hattest. Beziehungsweise am Ende Land mitgekommen ist.

Nein, diesmal nicht. Du stellst den Computer auf den Stuhl, der genau für diesen Zweck vor dem Klo steht, windest dich hin und her und versuchst dir die Unterhose auszuziehen. Die zum Glück schwarz ist. Wie Conchita das damals gesagt hat: "Ich trage nur schwarze Unterhosen!" War das aus diesem Grund? Oder aus einem anderen?

Du schaffst es geradeso, dir die Unterhose abzustreifen und dich auf den „Pott“ (wie infantil) zu setzen. Husch, husch, aufs Töpfchen. Und schon fließt die Scheiße. Äh, fliegt die Scheiße, meine ich natürlich. Entschuldigung! (Wie das wohl von unten aussieht? Aus der Sicht einer In-Klo-Kamera [IKK]. Lieber nicht drüber nachdenken.)

Obwohl du vorerst sicher bist und schon dabei bist, den Computer hochzufahren…

…bleibt ein ungutes Gefühl.


Aber du drückst es erstmal weg – dazu später mehr und fragst dich, während der Laptop hochfährt, ob das schon der Salat von gestern Nacht ist. Korrekterweise (und die Deutschen sind ja so korrekt, hier wird sogar der Humor vor Gericht entschieden)…korrekterweise müsste das eigentlich heißen: der Salat von vorgestern. Denn María hat ihn schon vorgestern für dich zubereitet. Du hast ihn aber erst letzte Nacht um zwei Uhr (also anderthalb Tage nach Zubereitung) verspeist  (Ob das daran liegt…? Sie wissen schon, das mit der Flitzekacke.). Salat mit Tomate, Mais und…Salat eben. In Soße. Ich hab mal gelesen, dass Mais angeblich so wieder rauskommen soll. So wie er ist, meine ich. Unverdaut. Aber das kann ja eigentlich nicht sein. Sieht zumindest nicht so aus… Oder ist das erst die Geflügelrolle mit Käse von gestern Nachmittag? Von Mr. Baker (ein bisschen Schleichwerbung, ich kriege schließlich noch immer zu wenig Klicks – es steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt, ob die von Mr. Baker mit dieser Art der Schleichwerbung zufrieden sind!). Oder ist die Geflügelrolle schon durch und es handelt sich hier um das Gyros-Pita von gestern Nacht? Mit Fritten und Zwiebeln. Vom City-Pick in Bonn (noch mehr Werbung – jetzt muss es ja bald klappen mit den Klicks. Wenn es mit der Frau schon nicht klappt). Da gönnt man sich schon mal ein nächtliches Gyros und dann kommt am nächsten Morgen sowas dabei raus. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist ja voll für den Arsch, echt! Voll die Soße! Aber r hat jetzt Wichtigeres zu tun als herauszufinden, wo die Soße an seiner Hand herkommt.

Obwohl, das ist schon interessant… Oder haben Sie sich etwa noch nie gefragt, was das ist, was sie da gerade abseilen. Oder abschießen. Oder rausrotzen. Rausfurzen. Rausdrehen. Diese Wurst oder diesen Brei. Dieses Geschnetzelte. Wo das herkommt…

Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?

Aber lassen wir das. Kommen wir lieber wieder zurück zur unmittelbaren „Action“, zum „Plot“, zur „Handlung“ dieses literarischen Posts, egal wie beschissen diese auch sein mag.

Nach guten zwanzig Minuten merkt unser natürlich rein fiktiver Held oder Antiheld oder was auch immer…

…dass nichts mehr kommt. Wat kütt dat kütt und wat nit kütt, dat kütt nit mi. Er speichert und beendet also das Spiel, sucht die aktuelle Rolle Klopapier, rückt sein Hinterteil auf der Klobrille zurecht (scheiße, bin ich steif…und alt), reißt ein paar Blatt Klopapier ab (nicht mehr wie früher, als er noch jung war, gleich 50 Meter), schiebt seine rechte Hand zwischen die beiden Arschwangen und…

…Scheiße…

Du hättest auf dein Gefühl hören sollen…

Du hörst viel zu wenig auf dein Gefühl.

Scheiße. Im wahrsten Sinne des Wortes Scheiße. Flitzekacke. (Hey, das Rechtschreibprogramm kennt „Flitzekacke“! Geil, ne?!) Klebrig-schmierige Scheiße mit kleinen Kackbröckchen. Und zwar bis oben hin. Bis an den Ort, wo die mysteriöse Arschritze in langweiligen Rücken übergeht. Und an deinen Händen. Du traust dich gar nicht hinzugucken (aber woher weißt du dann das mit den Bröckchen???!!!). Geschweige denn hinzuriechen.

Scheiße.

Du probierst es mit Papier, aber da hilft nichts. Oder nur eins: eine Dusche! Du musst dir unter der Dusche den Arschabwischen. Wie lecker!

So ist es eben, das Leben. Scheiße. wie hat das dieser kubanische Schriftsteller noch mal gesagt? Das Leben ist Pisse, Sperma und…Scheiße eben. Und der meinte das genauso wörtlich wie du. Wie hieß der noch mal? Gutierrez irgendwas. Ach, ist doch auch egal. Scheißegal! Auf jeden Fall hat der das so gesagt. Das Leben ist keine Philosophie, sondern Scheiße, Sperma und Pisse. Pisse, Sperma und Scheiße. Leche nennen die Vorletzteres in Lateinamerika. Ist ja auch klar, denn weder Pisse noch Kacke sieht ja aus wie Milch. Oder?!

Das Leben ist…

…Pisse am Hosenbein oder im Schritt, Scheiße zwischen den Arsch…backen und Sperma auf, aber hoffentlich nicht auch in der Matratze. Und solltest du mitlesen, heißgehasste Ex, dann ist das keinesfalls Sperma, was aus Geschlechtsverkehr mit einer Frau stammt, sondern leche von der Kuh selbst, haha, der wichsenden Kuh selbst. Aber das ist auch falsch. Korrekterweise müsste das heißen: Leche vom Ochsen, nämlich mir, selbst. Obwohl: Ochsen haben doch gar keine Milch. Aber jede Menge überschüssiges Sperma. Da steckt man denen die Hand in den Arsch (ach ne, Scheiße, das macht man bei den Kühen…)

Jetzt ist es aber gut!

Aber die wirklich gute Nachricht ist: Wenigstens kann ich nicht verklagt werden. Denn ich schmähe mich ja gewissermaßen selbst und nicht irgendwelche fremden Staatsoberhäupter. Selbstgeißelung gilt! Fragen Sie mal die Komiker und Journalisten in der Türkei! Wenn man sich selbst schmäht, geißelt und leidet ist das schon ok so. Nur andere gehen nicht. Und vor allem keine „fremden“ Staatsoberhäupter. Aber so muss die Merkel bei mir wenigstens nicht einschreiten. Das ist doch auch schon mal was! Es sind die kleinen Dinge im Leben. Die kleinen klebrigen… Aber wenigstens lässt mich die Merkel so in Ruhe. In Ruhe zur Dusche robben. Boah, wieder mal Glück im Unglück gehabt! Das ist zwar zwischen die Arschwangen (das klingt einfach viel besser so) gegangen, aber wenigstens nicht vor den Kadi. Ein Komiker vor Gericht reicht ja schließlich.

Außerdem hab ich im Moment, weiß Gott (spotte nicht und zieh Gott nicht in deine Scheiße rein!), drängendere Probleme. Ich muss nämlich…die Arschbacken zusammenkneifen, den Stuhl beiseiteschieben, mich in kleinen Trippelschrittchen in Richtung Dusche „bewegen“. Die Duschtüre öffnen (Scheiße, die klemmt), die Seife suchen, den Duschhahn anstellen, nicht in die Dusche pissen (nein, nur Spaß), warten, bis das Wasser warm ist (Scheiße, immer noch nicht)…

…und so weiter und so fort…



…die Hand zwischen die Arschbacken schieben (ob mit oder ohne Seife ist zu diesem Zeitpunkt egal…Tschuldigung…scheißegal meinte ich natürlich)…reiben, rubbeln und wischen, bis alles sauber ist und auch das letzte braune Wasser (hey, braunes Wasser…was wohl die AFD dazu sagt?) abgeflossen ist und die Hand nicht mehr riecht…oder nicht mehr so stark…

…und so weiter…

…die restlichen Details erspare ich Ihnen glaub ich…

Denn: Wenn der Tag schon so beschissen anfängt, dann…

…kann er nur noch besser werden.

In diesem Sinne…

…bis morgen früh, wenn es wieder mal heißt: Et kütt (russ) wie et (russ)kütt.