Samstag, 12. Dezember 2015

Don't you (forget about me)

KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz






12.12.15


"The forgotten men and women of our country
will be forgotten no longer." (Donald J. Trump)

"Will you...call my name or walk on by..."
(Simple Minds - Don't You (Forget About Me)




Freitag, 11. Dezember 2015

Geblockt bei Twitter!









(Bild: AI generated)


Habe heute mir meinen ersten Twitter-Block einfangen. Geil, ne! Scheiße, war wohl zu ehrlich. Tut trotzdem irgendwie weh. Weiß nicht warum. Wie Ablehnung im richtigen Leben eben. Ich dachte eben, die wären alle falsch auf Twitter. Da hab ich mich wohl ganz kräftig getäuscht. Und jemand echten erwischt. Dabei wollte ich doch nur nett sein. Siehst du: Das hast du davon, wenn du nett bist! No More Mr. Nice Guy! hat Recht. Nettigkeit zahlt sich nicht aus. Nicht in diesem Leben. Und im nächsten auch nicht, wenn es das überhaupt geben sollte...

Kämpfen...kämpfen!











KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz




11.12.15




Ich werde kämpfen! Ich hab eh nur noch 30/40 Jahre, also was hab ich schon groß zu verlieren?!





Vielleicht war ja die Trennung sogar gut für mich. So hab ich endlich mal meinen Arsch hochbekommen.
Vielleicht lache ich ja tatsächlich in ein paar Jahren darüber.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Gott ist 1,50 Meter groß!



10.12.15





Morgens, als er nach seinem Handy sucht, sieht er die Nachricht.

Ja kommst du heute noch?
9 Dez. 2015 21:52


Geil, denkt er, nachdem er merkt, dass das eine Nachricht von gestern ist. Ja, hier steht’s: 9 Dez. Heute ist der 10. Haha. Eine Nachricht von María. Denn gestern hatte ich Streit mit ihr. Schon wieder. Und hab mir geschworen, einmal das zu machen, was ich bei Nadine damals schon lange hätte tun sollen (denkt er). Einfach abends wegbleiben.

So einfach: Einfach nach der Arbeit nicht direkt nach Hause gehen…

Sondern…

Zu den Chinesen, um deine Kaution einzutreiben. Die sie nach fast 6 Monaten immer noch nicht zurückbezahlt haben. That’s my idea of fun! Einfach mal nicht nach Hause kommen und ihr bei den Hausaufgaben helfen. Sie ist ja schließlich alt genug. Bei allem helfen. Wofür ich ja eh nichts krieg. No More Mr. Good Guy! Ja, es wird langsam!


Mir geht es beschissen und all denen geht es gut. So ham wir nicht gewettet. Für alle, die geht das Leben weiter und mir geht es beschissen. Alle sind glücklich, leben ihr Leben weiter. So als wär nichts passiert. Nur du bist unglücklich. Ich bekomme irgendwann das Gefühl, dass die auf meine Kosten glücklich sind.

Also schickt er Nadine eine SMS. Damit sie nicht denkt, sie kann sich vergnügen, während ich verzweifelt meinem Kindergeld und allen möglichen Abmachungen hinterherrenne. Das hat sie gar nicht verdient, dieses nette, sorgenfreie Leben!

Immer noch hat er das gestrige „Gespräch“ mit seiner Tochter im Kopf:

„Kommst du an Weihnachten?“

„Weiß ich nicht.“

„Musst du doch wissen…oder wer entscheidet das?“

„Nerv nicht.“

„Also entscheidet das Gott. Der kleine 1,50 Meter große Pissgott entscheidet, was gemacht wird.“


Einmal würde ich gern ihre Gedanken lesen können

Sonntag, 6. Dezember 2015

Saturday Night Fever








KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz




06.12.15
 



Als er den letzten Kunden rausgeschmissen, die Tür zur „Halle“ zugeschlossen und endlich Feierabend hat, denkt er: Das geht so nicht mehr weiter! Ich bin es so leid! So dermaßen leid! Diese Scheiße! So kann ich nicht mehr leben. So will ich nicht mehr leben. Ich will hier nicht leben, in diesem kalten, langweiligen Land. Ich muss auch an mich denken. Irgendwann muss ich ja damit mal anfangen. Anstatt immer an andere, die mich dann ja eh früher oder später wieder verlassen. Wenn sie die Nase voll haben. Das ist wie der Franzose das in Barcelona gesagt hat: „Du musst auch an dich denken!“ Mit einer Selbstverständlichkeit, die mich erschreckt hat.

Aber ich habe eine Tochter…

Samstag, 5. Dezember 2015

Wie es ist, tot zu sein...



05.12.15





Ich weiß nicht, wie das wirklich wäre, tot zu sein. Ich weiß nicht, was das für ein Gefühl wäre. Es ist schwer, sich das vorzustellen. Unmöglich. Das entzieht sich unserer Erkenntnis. 

Komplett.

Genauso schwer ist es, sich vorzustellen, dass man irgendwann einfach nicht mehr da ist. 

Einfach so. Wie aus heiterem Himmel. Nur dass es, wenn man tot ist, bestimmt kein heiterer Himmel ist.

Gar kein Himmel. Oder vielleicht doch. Mit Engelchen und Jungfrauen.

Oder kein Himmel. Man ist einfach nur nicht mehr da.

Konfrontation mit dem Tod












04.12.15



KI-generiertes Bild – erstellt mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz


Im Fernsehen läuft ein Bericht über eine neuartige Konfrontationstherapie, bei der sich Leute ihren größten Ängsten stellen. Mit Hilfe einer Computerbrille bekommt zum Beispiel der an Arachnophobie Leidende Bilder von virtuellen Spinnen vorgesetzt, bis er durch die gezielte Konfrontation mit seinen Ängsten, diese verliert. Und laut des Sprechers zeigt diese neuartige Therapieform erstaunliche Erfolge. Schon nach ein paar oder sogar nur zwei Sitzungen stellen sich erste Erfolge ein. Natürlich funktioniert das Ganze auch bei Höhenangst, unter der der zweite Beispielpatient leidet. Und beschert den „Geheilten“ so ein ängstefreieres Leben.

Sonntag, 29. November 2015

Fast wie im Film...ganz großes Kino



29.11.15




Er sitzt im Bus in die Stadt und beobachtet die Leute, während er versucht Liebe in Zeiten der Cholera zu lesen. El amor en los tiempos del cólera. Ja, ich weiß, das ist jetzt nicht gerade das richtige Buch. Ich weiß. 

Florentino Ariza hatte 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage auf sie gewartet…

Moment mal…wie lange hab ich eigentlich: 8 Monate minus zwei Tage, 18 Stunden und 47 Minuten! (und allein um das auszurechnen 5 Minuten mehr!). Ist ja gar nicht so lang, verglichen mit Florentino Ariza.

Ich weiß. Das tut weh. So viel Dummheit bei der Bücherwahl tut weh. Selber schuld. Ich weiß, ich weiß.

Er guckt sich die Leute an: Der 150-Kilo-Mann mit grauen Haaren und Ziegenbart direkt vor ihm, der junge Typ mit Migrationshintergrund meine ich natürlich auf der Rückbank. Mit diesen süßen, schwarzen Löckchen, die unter seiner Mütze hervorgucken und seiner schwarzen Fake-Lederjacke. Seinen Chucks. Der Latino, der rechts neben ihm auf der Rückbank sitzt, auf Spanisch in ein Handy spricht, unrasiert und fern der Heimat und mit komischen, leicht meiner Ex-Frau ähnelnden Akzent. (Ob er gerade mit ihr redet? Sich mit ihr verabredet? Ob das sie am anderen Ende ist? Ob er ihr neuer Stecher ist? Ob der besser im Bett ist als du? Ob der keinen Hamster hat, sondern einen Tiger?). Bis später! ¡Hasta luego! Hijo de…  Der alte Mann mit Columbo-Trenchcoat schräg gegenüber von ihm, der ihm direkt in die Augen guckt. Was will er darin sehen? Den Krieg? Seinen oder deinen? Unser Leben ist unser großer Krieg. Trotzdem guckt er immer wieder zu dir rüber. Und das junge Mädchen, das direkt neben ihm im Gang steht. Weil er ihr nicht den Platz neben sich, auf dem sein Rucksack und sein Computer sitzt, freigemacht und angeboten hat. Aber so kurz vor dem Bahnhof hätte sich das eh nicht mehr gelohnt. Trotzdem ein Fehler! Denn sie ist ungefähr 16-17 Jahre alt, hat lange, glatte schwarze Haare, ein hübsches, braunes Gesichtchen mit süßer Nase und trägt ein Parfüm, dass direkt zu Kopf steigt. Direkt in die Blutbahn geht. Ohne Umwege. Der Geruch nach frischer, junger…Muschi, nein, nur Spaß! Der Duft der Frauen. Wie in dem gleichnamigen Film. Wo dieser blinde Ex-Lieutenant – gespielt von Al Pacino – ein letztes Mal nach New York fährt, um sich dort eine Kugel durch den Kopf zu jagen. Und durch die Muschis, nein, durch den Schüler, der ihn begleitet, wieder ins Leben zurückfindet.

Und wie er sich so umguckt kommt er sich auch ein bisschen so vor wie in einem Film. Nein, nicht im falschen.

All diese Leute. Die mit ihm, fast neben ihm, in die Stadt fahren. Der junge Typ mit den Locken unter der Mütze guckt zu ihm rüber. Das hat schon einen Hauch von Hollywood, von Film, wie er hier im Bus sitzt, mit all diesen Leuten. Alle gucken ihn an.

Wenn das jetzt ein Film wäre, dann…

…dann würde er jetzt eine SMS kriegen. Eine SMS, die er nicht – wie sonst immer – überhören, übersehen oder einfach verpassen würde – also nicht wie die mehrfachen Anrufe seines Vaters von heute Morgen. Deren Vibration er deutlich spüren würde. Die noch in seinem Inneren nachhallen würde.

Wenn das jetzt ein Film wäre…

…dann würde er genau in dem Moment auf sein Handy gucken, wo ihn die Nachricht erreicht – und nicht drei Tage später, wenn er es endlich schafft sein Handy aufzuladen oder den mal wieder verlegten Stecker zu finden.

Er würde sie direkt sehen, diese Nachricht, die bestimmt irgendeinen Ton machen würde (und nicht schweigend an ihm vorübergehen würde wie 95% seiner erhaltenen  Nachrichten). Sie würde mit einem roten Herzchen auf seinem Display erscheinen. Einem 
schlagenden Herzchen (und natürlich hätte er dann auch ein vernünftiges Handy und nicht diesen alten Knochen seiner Tochter, der von Emoji noch gänzlich unberührt ist). Sein Hollywood-Handy würde sehr wohl in der Lage sein, allerlei bunte Emojis darzustellen (und nicht nur digitale Kackhaufen).

Die Nachricht würde im ganz nah herangezoomten Close-Up sagen: Dreh dich mal um! Oder direkt auf Spanisch: ¡Dáte la vuelta! Wie damals, als Conchita ihm im Computerraum von hinten die Augen zugehalten hat. Und ihn gefragt hat: Wer bin ich? In besseren Tagen. Und im Film wäre er natürlich auch nicht halb blind oder halb blöd wie im wahren Leben. Im Film würde er sich in Zeitlupe umdrehen (knacks!) und seine ganz großen Augen würden sie sehen. Sie, die sich wie die Frau aus Crocodile Dundee langsam ihren Weg zum ihm durchbahnen würde. Vorbei an den duftenden Muschis, den hippen Typen mit schiefer Mütze, den mittelaltrigen freundlichen Herren mit Aktentasche und Anzug. Vorbei an der immer noch gut aussehenden Brünetten, die plötzlich, wie von der Tarantel gestochen von ihrem Handy aufblickt, direkt in die Kamera. Und zuallerletzt vorbei an dem jungen, coolen Latino mit Glatze und modischen Bärtchen, der ihr im Muskelshirt schmachtende Blicke zuwirft, und an dem die echte Nadine bestimmt klebenbleiben würde. Sie würde sich zu ihm durchboxen, ihn in den Arm nehmen – ach, was sage ich denn da – sie würde ihr Arme um ihn schlingen (und ihn dabei erwürgen, nein!) und ihm vor versammelter Busfracht küssen.
„Ich kann nicht mehr…ich kann nicht mehr ohne dich leben“, würde sie vorher noch in sein Ohr gehaucht haben. Sie würde ihm einen langen, romantischen Kuss geben, mit Zunge (nein, wir sind ja immer noch in Hollywood, streichen Sie das mit der Zunge!). sie würde gar nicht mehr aufhören, ihn zu küssen. Bis sie ganz feucht und wuschig wäre (dito!). Und die Leute um sie herum würden langsam anfangen zu klatschen und dann immer lauter werden, je länger der Kuss ginge. Würden erst lächeln, dann lachen und sich des Lebens erfreuen. Ein junges Pärchen würde es ihnen gleichtun. Eine Oma würde den alten Knochen neben sich küssen – das erste Mal seit vielen Jahren. Und der Bildschirm würde sich langsam auf die Form eines Herzens verkleinern, in dessen Zentrum das glückliche Paar zu sehen sein würde, das sich zu den sanft einsetzenden Klängen von Back to December küsst. Danach ein schwarzer Bildschirm, auf dem in roter Schrift ein einziger Satz zu lesen wäre: She came back never to leave him again… Kein Wort davon, that they 
died happily ever after. Nur das Lied Back to December. Taylor Swift in Bestform.

Aber das ist kein Hollywood-Film.

Das Leben ist kein Hollywood-Film.

Und nur der alte Mann im Trenchcoat starrt ihn noch mit zittrigen Händen an, als dieser Viehtransporter von Bus am Bahnhof ankommt. So sehr, dass es fast wehtut.
Was der wohl in seinem Film so alles erlebt hat? So müde wie der guckt. Und dann ist er draußen. Der Bus hat ihn auf die Straße gespuckt, wie etwas Unverdauliches, wie den giftigen Apfel, den Taylor Swifts Geliebter in Blank Space entsetzt ausspuckt, nachdem sie aus Wut über seine Untreue grausame Rache an ihm nimmt (Und warum hat das Rachevideo Blank Space unglaubliche 1.314.210.170 Klicks, während das ruhigere Back to December nur schlappe 116.200.571für sich verzeichnen kann…?).

Er steigt direkt hinter dem alten Mann aus.. Und dann steht er draußen auf der nassen, kalten, windigen Straße, im ersten Moment noch ganz desorientiert, während die anderen Fahrgäste schon weitergegangen sind. Jetzt fehlt nur noch, dass ihn irgendein Junkie fragt: „Was schiebst du den für einen Film?“ Aber das passiert natürlich nicht, wir sind ja nicht im Film. Wie er so dasteht und für einen Moment innehält, sieht er den bewölkten Himmel nicht, an dem schon bald die nicht vorhandene Sonne dieses vorletzten Novembertages untergehen wird. Er denkt: Warum kann das Leben kein Film sein? Warum kann es nicht wie im Fernsehen sein, wo sich die Liebenden immer irgendwie wiederfinden oder irgendwie anders für ihre verlorene Liebe entschädigt werden? Durch einen neuen Partner, Erfolg im Beruf oder irgendeinen anderen Scheiß? Warum nicht? Warum bloß?
Ich will ja noch nicht mal einen Hollywood-Film. Ein kleiner, schöner, europäischer 
Liebesfilm mit Happy End würde mir ja auch schon reichen.

Gibt es die?

Nicht in seiner Video-Sammlung.

                        ...und sie drückt ihm einen letzten Kuss auf den Mund.

Und er schlägt das Notizbuch zu, das er während seines ersten Singleurlaubs in Barcelona gekauft hat und in dem er auch ihren Abschiedsbrief aufbewahrt. Für seine Anwältin.
und irgendwie auch für sich


todo por el abogado


lo nuestro se acabó para siempre

Bauer sucht Frau











29.11.15



Wenigstens läuft im Fernsehen „Bauer sucht Frau“…




…dann kann ja noch nicht alles verloren sein.



Solange bei RTL noch „Bauer sucht Frau läuft…