Sonntag, 13. Dezember 2015

Bruchstücke




13.12.15





Der alte Mann guckt zur Uhr hoch.

„Wie die Zeit verfliegt… Schon fünf Uhr. Wie die Zeit verfliegt. Wahnsinn. Immer schneller.“

„Was? Die Tages- oder die Lebenszeit?“

„Beides.“


***

Samstag, 12. Dezember 2015

Don't you (forget about me)







12.12.15


"The forgotten men and women of our country
will be forgotten no longer." (Donald J. Trump)

"Will you...call my name or walk on by..."
(Simple Minds - Don't You (Forget About Me)




Freitag, 11. Dezember 2015

Geblockt bei Twitter!



Habe heute mir meinen ersten Twitter-Block einfangen. Geil, ne! Scheiße, war wohl zu ehrlich. Tut trotzdem irgendwie weh. Weiß nicht warum. Wie Ablehnung im richtigen Leben eben. Ich dachte eben, die wären alle falsch auf Twitter. Da hab ich mich wohl ganz kräftig getäuscht. Und jemand echten erwischt. Dabei wollte ich doch nur nett sein. Siehst du: Das hast du davon, wenn du nett bist! No More Mr. Nice Guy! hat Recht. Nettigkeit zahlt sich nicht aus. Nicht in diesem Leben. Und im nächsten auch nicht, wenn es das überhaupt geben sollte...

Also werd ich ab heute nur noch böse sein. Hatte ich mir eh vorgenommen. Zwar für 2016, aber dann fang ich eben jetzt damit an. Gute Vorsätze werden eh überschätzt.

Obwohl: Der von letztem Jahr ist doch eingetreten. Du wolltest, dass 2015 noch schlimmer wird als 2014 und das hast du, weiß Gott, erreicht.

Geil, ne!

2016 werde ich eine Großoffensive gegen meine Exe starten. Es werden Land-, Boden- und Luftanwälte beteiligt sein. Ich werde ihr die mir unberechtigterweise vorenthaltene Hälfte meines Kindergeldes abkämpfen – und wenn es das Letzte ist, was ich tue. Ich werde klare Grenzen ziehen und keinen Schritt mehr zurückweichen. Ab 2016 wird zurückgekämpft – auch wenn das jetzt sehr „deutsch“ klingen mag (bin doch gar nicht rechts, gehöre doch nur zur nicht schweigenden, nicht schweigen könnenden, nicht schweigen wollenden Minderheit der fühlenden Exen). Keinen Zentimeter mehr! Ich werde ihre „Briefchen“ weder öffnen noch verbrennen: Ich werde sie fein säuberlich ar(s)chivieren, damit ich sie irgendwann auch meiner Anwältin vorlegen kann. Ich werde mich von keiner Ablehnung, keiner Rückweisung mehr beeindrucken lassen (das wird schwer!). Ich werde wieder auf die Füße kommen. Ich werde nie wieder etwas für Leute empfinden, die keine Empfindungen für mich übrighaben.

Also, in diesem Sinne schon mal Prost Neujahr!
 
Ich feier schon mal vor, denn Silvester ist unser Jubiläum (das wäre dann unser zwanzigstes gewesen!)

Prost Neujahr!


Kämpfen...kämpfen!



11.12.15





Ich werde kämpfen! Ich hab eh nur noch 30/40 Jahre, also was hab ich schon groß zu verlieren?!





Vielleicht war ja die Trennung sogar gut für mich. So hab ich endlich mal meinen Arsch hochbekommen.
Vielleicht lache ich ja tatsächlich in ein paar Jahren darüber.




Jetzt noch nicht, soviel ist sicher.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Gott ist 1,50 Meter groß!



10.12.15





Morgens, als er nach seinem Handy sucht, sieht er die Nachricht.

Ja kommst du heute noch?
9 Dez. 2015 21:52


Geil, denkt er, nachdem er merkt, dass das eine Nachricht von gestern ist. Ja, hier steht’s: 9 Dez. Heute ist der 10. Haha. Eine Nachricht von María. Denn gestern hatte ich Streit mit ihr. Schon wieder. Und hab mir geschworen, einmal das zu machen, was ich bei Nadine damals schon lange hätte tun sollen (denkt er). Einfach abends wegbleiben.

So einfach: Einfach nach der Arbeit nicht direkt nach Hause gehen…

Sondern…

Zu den Chinesen, um deine Kaution einzutreiben. Die sie nach fast 6 Monaten immer noch nicht zurückbezahlt haben. That’s my idea of fun! Einfach mal nicht nach Hause kommen und ihr bei den Hausaufgaben helfen. Sie ist ja schließlich alt genug. Bei allem helfen. Wofür ich ja eh nichts krieg. No More Mr. Good Guy! Ja, es wird langsam!


Mir geht es beschissen und all denen geht es gut. So ham wir nicht gewettet. Für alle, die geht das Leben weiter und mir geht es beschissen. Alle sind glücklich, leben ihr Leben weiter. So als wär nichts passiert. Nur du bist unglücklich. Ich bekomme irgendwann das Gefühl, dass die auf meine Kosten glücklich sind.

Also schickt er Nadine eine SMS. Damit sie nicht denkt, sie kann sich vergnügen, während ich verzweifelt meinem Kindergeld und allen möglichen Abmachungen hinterherrenne. Das hat sie gar nicht verdient, dieses nette, sorgenfreie Leben!

Immer noch hat er das gestrige „Gespräch“ mit seiner Tochter im Kopf:

„Kommst du an Weihnachten?“

„Weiß ich nicht.“

„Musst du doch wissen…oder wer entscheidet das?“

„Nerv nicht.“

„Also entscheidet das Gott. Der kleine 1,50 Meter große Pissgott entscheidet, was gemacht wird.“


Einmal würde ich gern ihre Gedanken lesen können

Sonntag, 6. Dezember 2015

Saturday Night Fever











06.12.15
 



Als er den letzten Kunden rausgeschmissen, die Tür zur „Halle“ zugeschlossen und endlich Feierabend hat, denkt er: Das geht so nicht mehr weiter! Ich bin es so leid! So dermaßen leid! Diese Scheiße! So kann ich nicht mehr leben. So will ich nicht mehr leben. Ich will hier nicht leben, in diesem kalten, langweiligen Land. Ich muss auch an mich denken. Irgendwann muss ich ja damit mal anfangen. Anstatt immer an andere, die mich dann ja eh früher oder später wieder verlassen. Wenn sie die Nase voll haben. Das ist wie der Franzose das in Barcelona gesagt hat: „Du musst auch an dich denken!“ Mit einer Selbstverständlichkeit, die mich erschreckt hat.

Aber ich habe eine Tochter…

Samstag, 5. Dezember 2015

Wie es ist, tot zu sein...



05.12.15





Ich weiß nicht, wie das wirklich wäre, tot zu sein. Ich weiß nicht, was das für ein Gefühl wäre. Es ist schwer, sich das vorzustellen. Unmöglich. Das entzieht sich unserer Erkenntnis. 

Komplett.

Genauso schwer ist es, sich vorzustellen, dass man irgendwann einfach nicht mehr da ist. 

Einfach so. Wie aus heiterem Himmel. Nur dass es, wenn man tot ist, bestimmt kein heiterer Himmel ist.

Gar kein Himmel. Oder vielleicht doch. Mit Engelchen und Jungfrauen.

Oder kein Himmel. Man ist einfach nur nicht mehr da.

Konfrontation mit dem Tod









04.12.15





Im Fernsehen läuft ein Bericht über eine neuartige Konfrontationstherapie, bei der sich Leute ihren größten Ängsten stellen. Mit Hilfe einer Computerbrille bekommt zum Beispiel der an Arachnophobie Leidende Bilder von virtuellen Spinnen vorgesetzt, bis er durch die gezielte Konfrontation mit seinen Ängsten, diese verliert. Und laut des Sprechers zeigt diese neuartige Therapieform erstaunliche Erfolge. Schon nach ein paar oder sogar nur zwei Sitzungen stellen sich erste Erfolge ein. Natürlich funktioniert das Ganze auch bei Höhenangst, unter der der zweite Beispielpatient leidet. Und beschert den „Geheilten“ so ein ängstefreieres Leben.