Donnerstag, 11. August 2016

Dialoge aus dem Nichts






 
Miteinander reden, einander...





 
Er stellt sich vor sie und streicht ihr durch die Haare. Schließlich muss er ja auf „lieber“, „netter“, „guter“ Vater machen. Jetzt, wo die Konkurrenz so groß ist. Will er aber auch. Denn er liebt ja seine Tochter. Er hat sie ja lieb. Diese Woche war sogar noch besser als letzte. Er pendelt sich langsam ein, in der Trennung, im Trennungsrhythmus. Sie ist aber auch eine „gute“ Tochter. Tschuldigung: Eine gute Tochter, meinte ich natürlich!

Und? Wie geht’s dir?

Gut.

Und dir.

Beschissen.

Gut.

(Natürlich sagt er das alles nicht wirklich, was dachten sie denn?! Obwohl er ja eh nur eine fiktive Figur ist, eine literarische Schöpfung seines Meisters, der natürlich noch immer „glücklich verheiratet ist… Ohne seine Anwältin sagt „er“ nämlich gar nichts mehr! Und mit ihr auch nicht viel mehr!)



Wenn man 5 Minuten die Treppe hochläuft, verbraucht man 75 Kalorien!

Boah, morgen laufe ich 5 Minuten die Treppe hoch und runter! Auf der Arbeit!

Verzichte mal lieber auf das Eis und das Pita!

Oohhh, Mann, das brauche ich aber! Ich hab ja sonst nichts vom Leben. Vom Levve.

(Das hat sein Vater auch immer so gesagt. Das hat schon Tradition in seiner Familie, das Jammern, das Sich-Beschweren, das Kühmen, das Moppeln.)

Streuselschnecke. Streuseltaler.

Ich liebe Streuseltaler. Aber der vom Dings ist der Beste. Vom Kamps.

Boah, weißt du, was ich voll interessant fand: Im Marathon-Buch steht, dass man als
Marathonläufer seine Marathonschuhe alle 8 Wochen neu kaufen muss. Weil man die abläuft.

Alle wie viel Wochen?

Alle 8-16, glaub ich.

Weißt du, wie du dich schminken musst?! Du musst dir um die Augen einen schwarzen Rand machen. Wie die Emus.

Ich weiß wie…ne...

Du musst dir echt einen schwarzen Rand machen. Es gibt keine Latino-Emos!

Das ist doch Schneewittchen…

Der lädt den Cheat-Day nicht. Ich spiel jetzt weiter…ich bin echt süchtig.

Gut. Sucht ist gut. Die gibt einem Struktur.

Meine Arme tun weh!


So…Action!

Action.


Ich rieche das. Ich bin ja hochsensibel. Das ham wir ja mittlerweile festgestellt. Ich kann nach Frankreich und da diese Pflanzen züchten…dann wird ich reich…Lavendel! Das war’s. Wie in dem Film Das Parfüm.

Das war’s!

Hast du den gesehen?


Hast du den gesehen? Das Parfüm?

Noch nicht.

Guck den nicht, bevor du 25 bist…

…der ist voll berühmt…


Sagt Ihnen der Name Hakan Demirkan was?


Verschicken Sie abgeschlagene Hühnerköpfe mit Kreuzkümmel an Leute, die sie nicht leiden können…?

Was spielst du?

Cooking dash.

Es sei denn…

Es sei denn, wir suchen uns rechtzeitig was Neues…

Er furzt.

Boah.

Glaubst du, dass der jemanden umbringen könnte?

Bestimmt.

Das habe ich in den Kontoauszügen meines Mannes gefunden…

Wussten Sie, dass ihr Mann einen Privatdetektiv engagiert hat…?

Wir haben die Frau gefunden, die bei Ihnen im Sommerhaus war…



Boah, ich bin im Rausch.

wieso bekomme ich die nicht von Ihnen? Was machen Sie den ganzen Tag?


…während Sie ihre Zeit mit…verplempern…


Die Türken sind hart!

Meine Berichterstattung ist ausgewogen.


Frau Gül!


Haben wir uns verstanden?!



Boah, jetzt bin ich fertig! Jetzt kann ich was essen! Endlich! Ich schaff das nämlich nicht mehr. Morgen auf leeren Magen Laufen zu gehen und jetzt nichts zu essen. Keine Chance.


Boah, ich esse jetzt was, das garantiert keine Kohlenhydrate hat…


Tada! Ich esse jetzt Atom-Thunfisch. Garantiert vor Fukushima gefangen! Garantiert leuchtfähig im Dunkeln! Aber auch garantiert kohlenhydratefrei!


Boah, weißt du, wie man „Tada“ schreibt? Ich wusste das vorher auch nicht. T-a-d-a! Geil, ne?!

T-a-d-a, ich weiß.

Boah, du bist echt besser in Rechtschreibung. Das ist voll Scheiße.


So, und jetzt ist Ende!

Fin

The end.

This is the end…

…my only friend…



Er geht ins Bad…

Was isst du?

Thunfisch! Der hat garantiert keine Kohlenhydrate!

Hat er auch nicht.

Bohnen haben 6 %!




Der Ur-Dialog!









Basta



 




Langsam reicht es echt, denkt er, als er in I. gegenüber von Edeka aus dem Bus aussteigt und sich auf den kurzen Fußweg nach Hause macht. An der älteren Frau vorbeigeht, die mit ihm ausgestiegen ist. Erhobenen Hauptes. Mit breiter Brust. (Er ist heute Morgen gelaufen!). Fast schon athletisch. Wenn man seine fast 40 Jahre mit einrechnet, sogar definitiv athletisch.

Langsam ist es auch mal gut.

Langsam muss es auch mal gut sein.

Dienstag, 9. August 2016

Daumen hoch oder runter?






Der Koch von nebenan kommt Zigaretten holen. Wie der als Koch rauchen kann, ist mir schleierhaft. 

Als.Koch.raucht.man.doch.nicht. Oder?! Das ist doch den Geschmackszellen abträglich…und das dann wiederum dem Essen. Oder hat der so gute oder so viele Geschmackszellen, dass er das verkraften kann? Sind die bei ihm von Natur so gut ausgeprägt, dass er auf die paar verzichten kann, die durch das rauchen absterben…?

Stimmen aus dem Jenseits?




Um ungefähr halb neun ruft er sie auf ihrem Handy an. Es klingelt ein paar Mal, dann sagt jemand „Hallo…“

„Hallo…?“ sagt er fragend.

Scheiße. Er guckt auf das Display, aber da steht María. Trotzdem legt er auf. Das klang verdammt komisch, dieses „Hallo“. So gar nicht nach María. Eher nach… 

Boah, bin ich jetzt komplett verrückt, oder was?! Das kann doch nicht sein. Einen Moment lang dachte er sogar, er hätte aus Versehen Nadines Nummer gewählt und sie wär dran gegangen… Das würde sie nie machen, das weißt du. Aber der Schreck steckt ihm immer noch in den Knochen…

Montag, 8. August 2016

Snack-Automat





Auf einmal, um kurz nach elf, kriegst du voll den Heißhunger auf Süßes. Du gehst nach vorne, zum Eingang der Halle, wo seit neuestem dieser Snack- und Getränkeautomat steht. Du guckst dir an, was du dir nehmen würdest…

…die Ritter-Sport? Näh, das ist die blaue, die Vollmilch-Variante. Die magst du nicht so. Die wird auch immer hart oder ist schon von Natur aus ein hartes Stück Arbeit für deine Zähne…

Sonntag, 7. August 2016

Insekten im Wald


  



Im Wald, auf dem Rückweg von seiner langen Sonntagstour, nervt ihn wieder eine Fliege. Oder ein Insekt. Die ganze Zeit fliegt sie oder es um ihn herum und lässt einfach nicht locker. Scheiße! Und wenn das eine Biene, eine Wespe oder gar eine Hornisse ist? denkt er. Oder eine dieser Pferdefliegen, die die Quaddeln am Bein machen, die nicht mehr normal sind? Handtellergroß und juckend wie Sau. Wochenlang. Scheiße. Also rennt er los, obwohl er eigentlich nur noch Kraft zum Walken hat und sein linkes Knie wehtut. Er joggt ein paar Meter, aber das Tier ist immer noch da, taucht immer wieder vor seinem Gesicht auf, scheint ihn in großen Kreisen zu umzirkeln, wie ein Raubtier seine Beute. Langsam, bedächtig, in Lauerstellung. Und jedes Mal, wenn es wieder da ist, rennt er wieder los, läuft ein bisschen, immer in der Hoffnung, dass es irgendwann verschwunden sein wird, die Hoffnung aufgegeben hat. Wenn er nur weit und oft genug weggerannt ist… Mittlerweile keucht er schon richtig. Und so zieht er natürlich noch mehr von diesen Tieren an. Das hat er gelesen: Insekten reagieren auf Kohlendioxid im Atem, die können den auf fünfzig Meter Entfernung riechen. Und das produziert der Körper besonders stark, wenn er Sport macht. Und auch sein persönliches Insekt taucht immer wieder auf, immer gerade dann, wenn er denkt, dass er es jetzt endlich losgeworden ist. Sogar an seiner Seite, an seinem Ellbogen, so dass er es immer wieder wegschlagen muss. Ist das etwa eine Biene? Oder eine dieser fiesen Fliegen, die stechen. Bremsen, Pferdefliegen, wie auch immer die heißen. Das sieht bestimmt voll bekloppt aus, wie er wild gestikulierend durch den Wald rennt, aber was soll er denn machen?! Wenn das Tier immer noch an ihm hängt, immer wieder vor ihm auftaucht, selbst wenn er rennt. Außerdem sind hier komischerweise gar nicht so viele Leute unterwegs. Selbst beim Insektenwegschlagen denkt er an die Leute…unglaublich.

Und plötzlich denkt er: Zuhause bin ich doch auch auf Fliegenjagd gegangen, heute, habe im Sitzen vom Klo aus zwei Fliegen erschlagen, mit dem Handtuch. Obwohl: Die eine war schon tot und die andere saß bei ihr, so als würde sie trauern. Oder sie fressen wollen. Er hat dann beide weggewischt, mit dem Handtuch, hat extra noch ausgeholt. Und danach gab es keinen Mucks mehr. Also: Warum bleibe ich nicht einfach stehen und töte das Inselt? Warum renne ich immer weg? Aber er hat nichts, womit er schlagen kann. Nur sein Portemonnaie…und seinen Schlüssel! Das ist es! Er holt den Schlüssel aus der Arschtasche und schwingt ihn drohend durch die Luft. Wenn du mich nicht ihn Ruhe lässt…dann wirst du sterben! Du Insekt, du! Du Tier, du! Und da ist es auch schon, taucht plötzlich zu seiner Rechten auf. Er schlägt mit dem Schlüssel nach ihm und fängt dann wieder an zu laufen. Richtig schnell. Richtig zu sprinten. Keine Ahnung, ob er es getroffen hat. Ob das überhaupt einen Unterschied macht, wenn er mit dem Schlüssel nach diesem Insekt schlägt. Aber er kann ja nicht immer nur weglaufen, vor den Problemen, das hat ja bisher auch nicht viel gebracht. Er muss sich seinen Feinden stellen, muss sich endlich wehren. Und tatsächlich: Zuerst ist es noch da und er denkt, das ist schon etwas anderes, so ein wildes Insekt in freier Natur und so eine pissige Fliege auf dem Badezimmerfenster, die eigentlich nur raus will. Aber dann merkt er, dass das Tier endlich weg ist. Er weiß nicht, ob das daran liegt, dass er sich mit dem Schlüssel gewehrt hat (er hat da so seine Zweifel – werden die nicht noch schlimmer, wenn man nach denen schlägt?! –, aber auf jeden Fall ist es weg und nervt ihn nicht mehr. Hauptsache weg!

Wenn das mit den anderen Leuten, die ihn nerven, doch bloß genauso einfach ginge…

Vielleicht tut es das ja auch…





…vielleicht war ja dieses Insekt nur hier, damit du etwas lernst…

…vielleicht ist es ja von Gott geschickt worden, damit es dir eine Lektion erteilt…

Aber welche denn? Dass es sich lohnt zu kämpfen? Dass das aber bei Hausinsekten besser geht als bei Waldtierchen? Dass es manchmal besser ist wegzurennen und manchmal besser sich zu stellen?

Dann war das aber ein ziemlich zweideutiges Insekt. Denn vielleicht wurde es gar nicht durch deinen heroischen Kampf unter Einsatz des Schlüssels vertrieben, sondern durch dein nicht ganz so heroisches Wegrennen…












Samstag, 6. August 2016

Terror, Horror und Glück












Heute setzt er dem in Europa mittlerweile fast alltäglichen Terror den Horror seines auch sehr alltäglichen Lebens entgegen. Der heute gar nicht so schlimm ist. Zuerst läuft er und die Sonne scheint schon jetzt, um halb zehn. Dann ein gutes Essen: Nudeln mit Hackfleisch, Zwiebeln, Pilzen und roter Soße. Danach holt er sich einen runter. Keine Ahnung, was er heute guckt. Diese russische Lolita, die locker 25 ist oder diesen Pornokanal auf Twitter. Ich glaube Letzteres.

Aber vorher muss ich erst mal auf Klo, denkt er. Et drückt. Und wenn et drückt, dann musst du (rheinisches Sprichwort…nicht auf meinem Mist gewachsen, haha). Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und einhalten kannst du auch nicht mehr. Nicht mehr so wie früher. Nichts ist mehr so wie früher. Wo du als Jugendlicher in diesem Schullandheim in der Eifel warst und geschlagene fünf Tage nicht auf Toilette warst. Groß, meine ich. Klein natürlich schon, sonst wärst du ja geplatzt… Diese Zeiten sind vorbei. Die guten alten Zeiten. Wo du noch jung und schön warst. Unschuldig… Heute musst du froh sein, wenn du es morgens noch rechtzeitig aufs Klo schaffst, suu wie et manschmal morjens drückt. Aber vorher nehme ich mir noch einen Teller Nudeln mit. (Ich weiß gar nicht, was manche Leute haben?! Man kann wunderbar auf Klo essen, vielleicht sogar besser als im Bett!) Und der Laptop muss natürlich auch mit…Scheiße…Scheiße…der kleine, blaue Plastikhocker Hocker, den ich immer auf den alten Küchenstuhl (ein Geschenk meiner Mutter!) vor der Kloschüssel stelle, damit der Laptop ungefähr auf Augenhöge ist, steht noch in der Küche. Scheiße. Immer das Gleiche. Also muss ich noch mal zurück, muss mit zusammengekniffenen Arschbacken komplett nackt durch die halbe Wohnung rennen, um ihn zu holen. Und Fliegen sind auch in der Wohnung. Zwei Stück, die verliebt ihre Runden um die Deckenlampe im Schlafzimmer drehen. Noch… Mannomann. Wie ich das hasse. Als ich endlich alles im Bad habe, was ich brauche (Essen, Computer…), lege ich noch ein paar Blätter Klopapier ins Klo, damit es nicht spritzt und los geht’s. Boah: Die Nudeln sind echt gut, heute! Das ist jetzt schon der zweite Teller! Nudeln, dein Computer und kacken kannst du auch…was willst du eigentlich noch mehr?!






Ich hätte María einladen sollen. Aber ob sie gekommen wäre? An ihrem Mutterwochenende. Obwohl: Sie war ja auch mit ihrer Mutter in Urlaub. Da hab ich sie ja auch nicht gesehen, ganze zwei Wochen lang. Wer gibt mir diese zwei Wochen denn zurück. Niemand! Und bald ist sie schon aus dem Haus und studiert irgendwo am Arsch der Welt und dann sehe ich sie auch nicht mehr so oft. Oder?! Und ihre Mutter trifft sie bestimmt auch, manchmal, unter der Woche. Wo sie eigentlich nur bei mir sein sollte, laut Wechselmodell. Er lacht laut und denkt: Kontaktsperre, haha! (Ist natürlich nur ein Witz: Sie ist ja schon Siebzehn, da kann sie machen, was sie will – wenn sie es wirklich will). Aber irgendwie bleibt ihm dieser Witz immer halb im Hals stecken. Das ist echt alles nicht mehr witzig, mit der Trennung und dieser ganze Scheiß. Aber gerade wenn etwas nicht mehr witzig ist oder wird, gerade dann muss man drüber lachen…


Als er sich – nachdem schon eine ganze Weile nichts mehr gekommen ist – den Arsch abwischt, denkt er: Ich freue mich schon richtig auf die paja, das Wichsen…nein, „Wichsen“ trifft es nicht, das klingt so hart, viel zu hart. Aber „Runterholen“ klingt auch nicht besser! Das spanische Wort „paja“ heißt eigentlich wortwörtlich „Stroh“ oder „Strohhalm“! Aber gibt es keinen poetischeren Namen?! „Masturbation“ ist auch zu klinisch rein, viel zu psychologisch. Darum geht es beim Runterholen nicht. Sich die Möhre schälen, die Nudel reiben, das wäre gut. Wie die Nudeln, die du gerade auf dem Klo gegessen hast… (Und selbst wenn Sie das jetzt nicht lustig finden, lachen sollten Sie trotzdem, den sie wissen ja: Gerade wenn es nicht mehr lustig ist, sollte man lachen…) Von der Kloschüssel aufstehend und abdrückend, leckt er sogar den Teller noch ab, so gut waren die heute. Mit Zwiebelchen und Pilzchen… Als er in den Spiegel guckt, sieht er, dass sein ganzer Mund rot ist, dass er überall um den Mund noch Soße hat. Sogar an der Nasenspitze. Geil! Es sind die kleinen Dinge, die einem Halt geben, in diesen Zeiten, wo sich die großen Dinge zu verschieben drohen. Verrücken.

Er geht ins Schlafzimmer, stellt den Laptop zurück aufs Bett und denkt: Jetzt geht’s los! Jetzt geht’s los! Vorher trinkt er aber noch einen Schluck kalten Kaffee. Von gestern, im Kühlschrank aufbewahrt. Geil! Eiskaffee sozusagen. Geil! Noch ein Käffchen vorher (für kalten Kaffee gilt übrigens genau das Gleiche wie für Essen auf dem Klo). Der kühlt seinen heißen Körper, seinen heißen Kopf!

Er legt sich mit freiem Oberkörper ins Bett. Vor den Laptop, auf dem immer noch seine Serie zu sehen ist. Heute haben die Zeitreisenden des Ministerio del tiempo Miguel de Cervantes, den Autoren des Quijote, vor dem Selbstmord bewahrt, den er begehen wollte, weil sein Theaterprojekt gescheitert war und er sogar den Quijote verkauft hatte. Was Cervantes wohl heutzutage gemacht hätte... Bloggen… Selbstmord begehen… Oder fürs Kino schreiben… Aber das ist zweitrangig, denn…jetzt geht’s wirklich endlich los. Manchmal ist es besser sich einen runterzuholen als Sex zu haben. Nur manchmal, ich weiß, aber wenn man eh gerade keine Alternative hat – der letzte One-Night-Fuck ist schon etwas länger her und die letzte Prostituierte auch (kein Geld, bald ist die Scheidung!) – dann tut es auch das. Was soll man schon sonst machen?! Ihn in die Tür einklemmen?! Versuchen, ihn zu vergessen. Dat jeht nit. Er klickt den Cervantes weg und geht auf diese Seite, wo die ganzen Pornos sind. Will er heute wieder eine Amateur-Frau? Eine alltägliche Frau? Der Unterbrechung des Alltags durch Scheidung und Terror eine Amateur-Tante entgegensetzen? Vielleicht. Mal sehen, was es gibt…ich lass mich überraschen. Und allein der Gedanke daran, lässt schon den Saft in ihm aufsteigen, lässt dieses leichte Kribbeln in ihm aufsteigen. Er guckt sich den Titel des ersten Videos an: Tina is a wet housewife… Mal sehen…so ne fette Frau wär ja auch mal nicht schlecht. Aber den Ton muss er runterschrauben. Beziehungsweise ganz ausstellen. Er hat das Fenster auf. Zwar nur auf Kipp, aber trotzdem. Tina sieht irgendwie versaut aus, hat dicke Titten. Gar nicht wie eine typische Hausfrau. Wenn er da so an seine Mutter denkt… Aber bitte nicht unbedingt jetzt…Mannomannomann… Sie (Tina natürlich) legt sich aufs Bett und ruft mit ihrem Zeigefinger den Mann zu sich. Zieht ihm die Schuhe aus und reibt seine nackten Füße an ihren Titten. Geil! Wem’s gefällt… Mir nicht so, also klicke ich vor. Jetzt…das ist schon besser. Sie hat nur noch ihren BH an und er wird schon steif. Er selbst natürlich, nicht der Typ im Video. Der vielleicht auch, wer weiß, aber sehen tut man noch nichts. Doch, der ist steif und Tina ist halb-Asiatin. Und schon hat sie seinen langen, steifen Schwanz im Mund. Lutscht, schleckt und leckt an diesem armen Mann rum als gäbe es kein Morgen, als würde ihr das wirklich schmecken… Am Ende nimmt sie sogar seine Eier in den Mund. Sie muss sich aber auch beeilen, denn das Video ist gleich schon vorbei. Nur noch ein paar Minuten. Boah hat die fette Nippel! Man(n) kann genau die Bikini-Linie sehen. So geil, diese Titten…mit diesen fetten Nippeln… Er berührt seinen Penis durch die Shorts, zieht sich die Hose runter. Sieht eh keiner, das Fenster geht ja auf den Hof hinaus, wo eh keiner reinkommt. Wenn jemand will schon – das Tor ist auf – aber es will ja keiner. Boah, hat der einen Prügel…Wahnsinn… Und während er das noch denkt, hat sie sich schon auf ihn gesetzt und fängt an ihn zu reiten, mit ihrer fetten, rasierten Muschi. Geil, ey! Das ist doch mal eine Muschi. Rasiert, aber trotzdem noch mit sichtbarem, braunen Schatten (ein Dreitagebart?), braungebrannt und nicht zu dünn (es heißt ja schließlich auch Venushügel!). Boah, das macht dem bestimmt Spaß. Mir auch! Man kann sogar ihre Klitoris sehen, wie sie so auf ihm reitet (was an sich ja ziemlich unspektakulär ist). Und ein Teil ihres Loches, als er in sie eindringt und sie die Lippen ein bisschen beiseiteschiebt, damit man sie besser sehen kann. Wie geil ist das denn, ey?! Tina hat’s drauf. Aber es ist nicht nur das: Beim Reiten sieht man neben diesen Titten (die genau deswegen so perfekt sind, weil sie eben nicht perfekt, sondern „echt“ aussehen – wie bei einer richtigen Frau eben…), neben den baumelnden Titten sieht man auch ein bisschen Bauchfett, ein paar kleine und mittelgroße, sonnengebräunte Speckröllchen… Und schon fängst du an zu rubbeln, an deiner Möhre zu reiben. Und dann macht der Typ es ihr auch noch von hinten… aber du wirst langsamer, weil du noch nicht kommen willst…klickst wieder vor, bis er in ihrem Mund und auf ihren fetten, geilen Titten kommt… Aber das ging jetzt zu schnell. Denn das willst du noch sehen, noch mitnehmen. Wie er in ihrem Mund kommt… Aber am Ende bist du ein bisschen enttäuscht. Denn man sieht gar nicht so viel: Sie lutscht und leckt immer weiter und streckt irgendwann zum Beweis ihre Zunge aus, die unartige Tina, aber es ist nicht wirklich viel zu sehen (vielleicht macht der Typ das ja schon zum fünften Mal heute).

Also klickst du weiter. Zum nächsten Video. Viel Bock auf Suchen hast du jetzt nicht mehr, denn du bist schon vom ersten Video total erregt (vielleicht sind ja professionelle housewives wirklich besser als Amateur-Tanten). Du liest Beautiful chicks dancing and fucked in club. Das klingt doch ok. Im Video sind ganz viele tanzende Frauen von hinten zu sehen. Die bewegen alle ihre Ärsche und heben ihre Röcke eine hat sogar nichts drunter an, unter ihrem hochgeschobenen Rock. Und dann geht es auch schon zur Sache. Dieser athletische Typ, bei dem sogar der Penis muskulös un aufgepumpt wirkt, steckt ihn der einfach so von hinten rein, hat sogar ihren Slip nur beiseitegeschoben- Boah, vielleicht ist das ja echt ein Club, eine Disko, wo die das gefilmt haben. Aber was für eine Disko bietet den männlichen (und weiblichen) Gästen denn so was? Da will ich auch hin! Geil

Doch plötzlich erfährt deine Erregung einen jähen Dämpfer. Denn du musst zu deinem Erstaunen feststellen, dass du blutest.

Scheiße!

Scheiße, Mann!

Scheiße!

Rucke die guh, rucke die guh, Blut ist…am Finger. Scheiße. Zwar nicht viel, aber genug. Das ist, weil du dich da immer kratzt. Wenn du nachts von der Arbeit nach Hause kommt. Das hattest du damals bei Nadine auch schon immer. Die Haut ist an dieser Stelle, direkt unterhalb der Eichel, an diesem komischen Bändchen zwischen Eichel und Schaft aber auch empfindlich… und es macht so viel Spaß, daran zu kratzen. Die Haut ist da viel erregbarer als an anderen Stellen.

Das hast du jetzt davon! Selber schuld!

Gedanken schießen dir durch den Kopf, während der Porno weiterläuft. Wenn sich das jetzt entzündet…oder da Dreck reinkommt…deine dreckigen Finger…

…dann ist es aus mit Erregbarkeit…

Mann…


Aber egal, ich muss jetzt fertig werden… Ich muss jetzt einfach kommen. Scheiß drauf!

Und das wirst du auch, nur ein paar Augenblicke später…siehst das weißlich-gelbe Sperma in einem Schwall aus deinem Penis kommen. In einem Spritzer fast. Drehst dich auf den Rücken, damit das Bett nicht dreckig wird (das Bettlaken solltest du sowieso mal wieder wechseln!), wartest noch einen Moment…genießt den Augenblick…das alltägliche Glück, das dem alltäglichen Terror so gut es geht trotzt)…und stehst dann schnell auf. Wobei du dir das halbe T-Shirt dreckig machst (dein schönes Bayern-München-Triple-Shirt!). Zudem fällt beim Aufstehen auch noch ein Tropfen Sperma auf die Matratze, aber das ist auch wirklich schwer zu verhindern, besonders bei einem Tollpatsch wie dir. Wie immer! Diese kleinen Dinge des Alltags sind es, die…

…einen so abfucken

Im Bad geht es direkt unter die Dusche. Das müsste eigentlich, hoffentlich reichen. Um einer Infektion, Entzündung oder was auch immer vorzubeugen. Du nimmst dir die blaue Aldi-Seife vom Waschbecken (das ist die Beste, die heißt glaub ich Meeresbrise…), stellst die Brause an und reibst dir mit der Seife immer wieder über die Stelle (und wenn die Seife jetzt dreckig ist…?). Das ist sozusagen das obligatorische Rubbeln nach dem Rubbeln. Auch nicht zu viel, nicht zu lang…sonst entzündet sich das nachher noch von der Seife!

Du trocknest dich ab (bah, Sperma und Blut auf dem Handtuch…!) und gehst zurück ins Schlaf-/Wohnzimmer. Scheiße, eine Unterhose findest du auch nicht, obwohl du den Korb mit der sauberen Wäsche zweimal durchwühlst.

Willkommen im Alltag!

Willkommen zurück im Alltag!

Nachdem du dir die graue Shorts angezogen hast, gehst du in die Küche und isst noch ein bisschen Hackfleisch, direkt aus dem Topf.

Das ist echt geil geworden…

Und auch die Fliege ist wieder da…

Imma wigga

Et jeht imma wigga


Die wird sterben

Sobald…


Dat Levve jeht imma wigga. Du musst es nur genießen, das ist der Trick

Du musst es nur ein bisschen genießen…


Und ich hab keine Unterhosen mehr. Echt nicht, Scheiße!

Dann gehe ich eben in kurzer Hose ohne Unterhose raus. Scheiß drauf! Sieht ja keiner. Weiß ja keiner. Imma wigga

Sach isch ja…

Und die Fliege muss sterben…

Boah, heute hab ich sogar Melone gegessen.

Mit Genuss schlage ich nach ihr…