Montag, 31. März 2025

Mein Gott, Beziehungen

 


Als ich von der Arbeit raus komme und das Handy anmache, sehe ich, dass Ole mich angerufen hat.

Ole?

Was will der denn? Ah, das ist bestimmt wegen dem Schlüssel ... er hat ja noch meinen Schlüssel von der Arbeit ...

(Insgeheim wünsche ich mir natürlich, dass es wegen mehr als dem Schlüssel ist, aber ...)

Ich rufe ihn über WhatsApp an und es dauert ewig, bis er dran geht

Du hattest mich angerufen?

Ja, wegen dem Schlüssel.

Er erzählt mir, dass er ihn "blank" bei Gerda auf den Schreibtisch gelegt hat.

Ok, dann weiß ich Bescheid.

Und dann ist er fertig und legt auf. Gerne würde ich noch sagen "Und, wie geht's?", mit ihm reden, denke ich hinterher. Oder während des Anrufs? Ich weiß es nicht

Mich vielleicht mit ihm treffen, wie früher, mit ihm reden, aber das Gespäch ist zu Ende. Auch er fragt nicht mehr, wie es mir geht, ist wahrscheinlich auch enttäuscht, was weiß ich

Gerne wäre ich wieder sein Freund, aber er will meine Freundschaft ja nicht.

Sie auch nicht. Oder ich ihre? Was kann sie denn dafür, wenn sie nicht auf mich steht?! Nichts.

Was kann ich denn dafür, wenn ich nicht auf ihn stehe?! Reifere ecuadorianische Frauen mag

Boah, ist das kompliziert

Vielleicht steht er ja auch gar nicht auf mich, und ich bilde mir das alles nur ein

So toll bin ich ja auch nicht, sonst hätte sie mich ja schließlich nicht so fallengelassen


Oder doch?

Vielleicht sehnt sie sich ja insgeheim auch noch nach mir ...

So, wie du dich insgeheim nach ihm sehnst ...?!

Nope, definitiv nicht!

Genau



Mein Gott, Beziehungen, was für ein Scheiß


wenigstens weiß sie zu 100%, dass ich auf sie stehe, dass ich mehr will als Freundschaft



Sonntag, 30. März 2025

... aber du läufst trotzdem ... (mein Lauftagebuch, Folge 5)


Das Knie tut weh, das Wetter ist schlecht, kalt, bewölkt und windig, und du bist müde wegen der Scheiß-Zeitumstellung (die nehmen dir einfach so eine Stunde, ein Skandal!) ...

...aber du läufst trotzdem ...

Deine Zahnhälse liegen frei, du hast noch keine Klicks, dein Knie tut weh, du vermisst C. immer noch ...

... aber du läufst trotzdem ...

Du weißt, dass du sterben wirst, irgendwann, das du nicht mehr der Jüngste bist ...

... aber du läufst trotzdem ...

Du wiegst 93,1 kg ...

... aber du läufst trotzdem ...

(damit du danach 91, irgendwas wiegst, hahah ... ha)

Du denkst ...

... Aber du läufst trotzdem ...


Einfach tun, sagt Manson ...

Und Recht hat er ...

Und deine 200 crapoy words hast du jetzt auch schon!

Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen, besser werden

... aber du läufst trotzdem ...

Deine Rechtschreibprüfung auf dem alten Handy spinnt, fuckt dich ab, du vermisst C. immer noch ...

... aber du läufst trotzdem ...

Hinter klingeln dich zwei alte Leutchen auf dem Fahrrad fast zu Tode, erschrecken dich fast zu Tode ...

... aber du läufst trotzdem ...

... und die fahren trotzdem ...


Im Angesicht des Todes

Amen

(ihres noch viel baldigeren)

(aber wer weiß das schon, du könntest auch vor ihnen sterben, weit vor ihnen)

... aber du läufst trotzdem ...

Läufst schneller, um noch fast über die rote Ampel zu kommen, vor der Autobshnbrücke, wo die Autos ungeduldig blinken, weil sie an dir vorbei auf die Autobahn fahren wollen ...

Ich hasse das, diese Stelle, wo man die kurze Autobahnauffahrt passieren muss

... aber ich laufe trotzdem ...

Laufe ich vor etwas weg?

Natürlich, immer


nicht nur vor den blinkenden Autos, die auf die Autobahn wollen ...

... auch vor mir selbst, immer ...

... aber ich laufe trotzdem ...

Bin jetzt schon bei Kilometer 3 ... 

Es ist 09:10, 08:10 an einem Sonntagmorgen Ende März, nachdem du erst um ha. 03:30 (0230) ins Bett gekommen bist,

... aber du läufst trotzdem ...

Am Wald riecht es nach Wildschwein (die sind jetzt brünftig),

... aber du läufst trotzdem ...

Guckst dich um

Wieder blinkende Autos am Parkplatz (was ist denn heute los, so früh am Sonntagmorgen?)

... läufst, bis du nichts mehr fühlst, nichts mehr denkst, nicht mehr liebst

... nur noch läufst ...

Wie gesagt:

... trotzdem ...

Am Waldrand um die Kurve, runter nach Vilipprott.

Dass du noch nicht mal richtig schreiben kannst

... aber du läufst trotzdem ...

monoton

Wenn du durch die Hölle gehst (nicht läufst, nicht läufst?).

geh einfach weiter!

immer weiter

imma wigga

Lauf!

Lauf, Fordert, lauf!

Schließe die Augen, genieße es! (Woraus die Autokorrrektur "genieße Es" macht.) Hier am Wald ist es kühl   im Hier und Jetzt  ruhig

Ein kleiner Tropfen auf deinem Display

ein Tröpfchen


Techno-Musik am Fußballplatz

die feiern

Die feiern das Laufen weg

Laufen auch, beim Fußballtraining, kleine Jungs

... feiere, laufe, trotzdem ...

Der Akku ist auf 25%, und ich muss noch zurück


Aber ich

... laufe trotzdem ...

Mein Ich, mein Es

Das sind mittlerweile mehr als 500 crappy words ...

... aber ich laufe trotzdem ...

Ich schalte den Fitnesstracker aus, um Akku zu sparen

... aber ich laufe trotzdem ...

... weiter ...

Gleich kommt die Wende, die Wende bei den Hühnern in Villip.

Das ist nicht die Wende in deinem Leben

... aber du läufst trotzdem ...

Du bleibst mit dem Pullover an einem dornigen Zweig rechts von dir hängen, es nieselt stärker, wird kälter, deine Beine werden schwächer, du merkst sie stärker, deinen Rücken, spürst deinen Rücken, aber du läufst trotzdem

... aber du läufst trotzdem ...

... weiter ...

... nada, nada ...

Es ist fast so, als wollte Gott dich vom Laufen abhalten

... aber, wer hätte es geahnt, du läufst trotzdem ...

Amen!

Deine Nase ist kalt, die Bayern spielen nur 3:2 (ein Massaker in der Abwehr), du vermisst C. immer noch, musst heute arbeiten, an einem Sonntag (zum Glück!), kannst fast nicht mehr schreiben, da das Display voller Tropfen ist, musst noch waschen, kochen, putzen, alles, alles noch machen

... aber du läufst trotzdem ...

Obwohl dich die Hühner erschrecken


Don't chicken out! Ya cu#nt, ye!

Das Display voller Tropfen ist, dies doch nicht der trockenste März aller Zeiten war (der war 1929, Scheiß-Klimawandel!), der Hund im Haus links von dir bellt, weil er sich riecht, deine #rsch riecht (ich kann deinen @rsvh riechen!), du im Job auf dem Abstellgleis bist, das nicht die Wende in deinem Leben ist, mit 48

... läufst du trotzdem ...

Bewundernswert

Deine Nase läuft auch ...

Mann, wir haben fast April, es ist der 30. März, bald ist Sommer, trotz des kurzen deutschen Sommers

... läufst du ...

Wischst dir den Rotz und das Wasser am Ärmel, da ist es, man sieht es, Rotz und Wasser, auf der anderen Seite auch noch, so, jetzt ist die Nase trocken, für 5 Meter

Laufen ...

... hat dich an Leben gehalten

300 Kilometer im Monat!

Religiös

Wie die Spanier sagen: Er läuft "religiös" 300 Kilometer im Monat

religiosamente

Was für eine schöne Wendung!

Schönheit!

Sprache ist schön, kann auch schön sein: Im Dunkeln hatte er Angst. Angst vor dem Tod. Dem Tod  den sie immer noch nicht besiegt hatten. Und selbst wenn, was würde das bringen?!

... er läuft trotzdem ...

Jetzt den Berg hoch, in Villip (con perdón), der Kälte Ende-März-Wind weht im ins Gesicht - jetzt nicht krank werden! -

Eben den Berg hoch, jetzt den Berg runter, nein  andersrum. Wieder vorbei am Sportplatz, wo die Kinder

... immer noch laufen

Wie besessen

nach Musik

Es ist jetzt kühler, er hat jetzt Gegenwind, spürt den Gegenwind, was für eine Scheiße, aber er muss zurück, er kann nicht stehenbleiben


18%, beeil dich!

Egal, lass es runterlaufen


Und hier beginnt er sogar zu joggen, richtig zu joggen

Lauf, Forrest, lauf! Du hast nur noch 18%. Und C. hat immer noch nicht geschrieben, auf Whatsapp  wird sie vielleicht auch nie wieder tun  saludos cordiales  freundliche Grüße  aber er läuft trotzdem

... aber er läuft trotzdem ...

Über Stock und Stein ...

fast hypnotisch, fast rhythmisch

ältere Frauen

ältere Frauen

fast hypnotisch, fast rhythmisch

die Words werden immer crappier, je näher du deinem Ziel kommst

deinem Ziel? Deinem Tod?

Aaaaaaaahhh, stöhnt er und wischt sich die Nase schon wieder ab


Hier wirst du noch richtig krank


... aber du läufst trotzdem, gerade so ...

Nicht
 
Trotz Autokorrektur, trotz C., trotz Wind 


Oooooohhhh


Aaaaaahhh


Kilometer 9, fast, 9 von 12

wird es in diesem Land denn nie Sommer??? (Scheiß-Klimawandel!!!)

wieder klingelt ihn jemand an, der auf dem Fahrrad den Berg runterkommt  er kann ihm gerade so noch ausweichen

Fahr doch rechts rum, verfluchte Scheiße!

FAAAAAAAAAAAAAACK!

Scheiß-Fahrradfahrer!!!

Letztens hat ihn einer angefahren, im Dunkeln, er blutete, sein Blut tropfte dunkel auf den Asphalt

Er schrie, war sauer, hatte Blut auf der Jacke, seine Lippe war dick und der Typ hatte auch noch aus Versehen seine Mütze mitgenommen   die er ihm erst über einen Monat wiedergab

Aber es war ja auch seine Schuld, er hätte keine Reflwktoren auf der Tarnjacke.

Und der Typ kam von der Arbeit, war müde, der Arbeit im Pflegeheim, ein Afrikaner, nett


Und er fühlte sich voll lebendig, mit dem Blut auf der Jacke, der dicken Lippe

Er hatte ihn auch nicht gesehen, war am Handy was am gucken


voll lebendig, voll das Leben, ich stoße hier mit einem Fahhradfahrer zusammen, blute

... und ich laufe trotzdem ...

suche im Dunkeln nach meiner Mütze, so lebendig wie seit C. nicht mehr


Und mehr als einen Monat später knickte er an (fast) exakt derselben Stelle um, wo der Typ ihn angefahren hatte, lief weiter, und wem begegnete er zwei Kilometer später auf dem Fahrrad????

Dem Typen!

Ist das Leben nicht wundersam?!

Das Leben ist wundersam

man muss es nur lasden, entspannen, cool bleiben, chillen

Aaaaaaaaaaaaaahhhh!!!

Der Wind

Und das Beste ist: Der Typ schlug sich mit der Faust mit ihm ab, begrüßte ihn nett und sagte: Ich komme gerade von dir, habe dir die Mütze in den Briefkasten geworfen

Danke, cool!


Ein netter Mann, cool!

Obwohl er die Mütze erst einen Monat später zurück gegeben hat


Egal



das war schon fast unheimlich, mit dem Umknicken, der Mütze und der Begegnung


die gleiche Stelle


wie Voodoo, fast wie Voodoo


und als er nach Hause kam, lag sie da, im Briefkasten. Zuerst sah er sie gar nicht, so schwarz, wie sie ist, dachte noch der Typ hätte gelogen  will der mich verarschen?!?!   Da ist doch gar nichts.


Aber da war sie, schwarz, gewaschen, roch gut


fast unheimlich, sein Umknicken


ein Fluch


Huch, ein Fluch


Immerhin ist der Typ im Graben gelandet, während er schon wieder auf den Beinen war, am schreien war: DU €#@CHLOCH!!! KANNST DU NICHT GUCKEN?! HAST DU KEINE AUGEN IM KOPF?!


MEIN GOTT, EY!

MEIN GOTT!!


Aber das Schreien verstummte schlagartig, als er ihn da liegen sah, im Graben am Waldrand, mit dem Kopf nach unten


Scheiße


Aber auch er stand wieder auf, regte sich wieder, und lief weiter (sein Kind musste in den Kindergarten), du hattest ihm mit deinen 90 Kilo Lebendgewicht (was auch sonst, Totgewicht?;) den Vorderreifen verbogen


Geil


Sorry, ..., wenn du das liest, aber so lebendig hatte ich mich seit C. nicht mehr gefühlt, sorry, mit tropfender Lippe und ohne Mütze, nach Hause humpelnd (nicht vom Zusammenstoß, sondern von meinem Scheiß-Knie, meinem dodgy knee)


Das Leben ist schön unheimlich (da knicke ich genau da, genau da, wo er im Graben gelandet ist, wieder um ... und wer begegnet mir? Er!


Du hattest sogar Angst, die Mütze wieder anzuziehen, überhaupt wieder anzuziehen, nicht dass die verflucht ist


weil er im Graben gelandet ist


und du noch nicht mal einen Kolumbianer oder Mexikaner (¡ándale!) dafür engagieren musstest 


Ándale


Lauf!


Ándale heißt wörtlich "Lauf!"


Das Leben ist schön unheimlich!


Unheimlich


unheimlich


unheimlich       irgendwas



Und er läuft weiter


Der auch


Wir alle


... und er läuft trotzdem ...


... imma wigga ...


... bis das dein Tod uns scheidet


... deiner!





Samstag, 29. März 2025

Von Heirat, Haus und Freudschen Witzen




Dieses eine Mal, wo sie mir angeboten hat, dass wir zusammenziehen. Aber ich wollte keine Wohnung in Bonn, ich will keine Wohnung in Bonn.

Entonces solo encuentro la gente de antes y no quiero eso. Además, me gusta Meckenheim. Ahí tengo mi tranqiilidad.


Dann treffe ich nur auf die gleichen Leute von früher, das will ich nicht. Außerdem gefällt mir Meckenheim. Da habe ich meine Ruhe, meine Laufstrecke, alles

3 Supermärkte in fünf Minuten Entfernung, das ist gut

Zieh doch zu mir. Aber sie wollte, sagte, dass in Bonn, in einer Stadt mehr Leben sei, mehr los

Aber ich hatte mein ganzes Leben in Bonn gelebt und wusste nicht recht, von welchem Leben sie sprach

Keine Ahnung

Nur Ungläubige in Godesberg


Einmal, vor ihrer Tochter, als ich sie besuchte und den Fisch und die Pizza mitnahm, da ihr Kühlschrank weg musste, schlug sie mir vor ihrer Tochter vor, dass wir doch heiraten sollten

Aber das wollte ich auch nicht so richtig

Sie sagte dann, es sei ein Witz und ich weiß nicht mehr, was du antwortetest

Deinen Standardspruch?

Vielleicht

Pero mujer, según Freud, y sin él también, los chistes son serios

Aber C., laut Freud, und auch ohne ihn, sind Witze immer auch ernst

Worauf sie entgegnete: Wenn du mich nicht heiraten willst, dann bleibe ich eben verheiratet

Genau!


Pero mujer, hay un problema: ¡Ya está casada!

Aber Frau (hahahaha), es gibt da ein Problem: Du bist schon verheiratet!



Aber ich glaube, das sagtest du nicht vor ihrer Tochter, sondern nicktest nur



Donnerstag, 27. März 2025

Laufen und Denken (Episode 4)

 



Bury her


No, I don't want to

You have to, you will have to








Told me about her teacher
A proper teacher

What if she's not all that hot, doesn't have that many people, is just playing?

What if your ex isn't all that hot either?

What if they all aren't all that hot?

Or at least not as hot as you make them out to be, in your mind





Mittwoch, 26. März 2025

Go for the kiss, not a hug

 


Go for the kiss, not a hug, sagt Corey Wayne in dem Video.

You wanna see if she kisses you back

If she kisses you back


Sie wollte mich nicht küssen, gab miär nie einen Kuss auf den Mund, nur die Backe. Tschuldigung, Wange. 


Wie am Rhein ... wo wir da auf der Bank saßen und ich sie eng umarmte ... und sie sagte: Es como novios. Und meinen Arm beiseite schob.

Das ist wie ein Paar, wie bei einem Paar ...

Und?

¿Y?

Sie sagte zwar nicht, dass wir kein Paar waren, ließ es mich aber spüren

In that particular moment she was feeling something


Aber sie gab mir immer wieder die Wange. Außer beim letzten Mal, wo sie bei mir übernachtete

Aber selbst da waren es nur kleine Küsse. Kleine Küsschen auf den Mund. Nichts Großartiges. Nichts besonders Erotisches.


Aber das war genug für mich. So ausgehungert wie ich war.

Gib jemand in der Wüste dreckiges Wasser und er nimmt es. Und ich nahm alles

Make a definite date

Das war auch so ein Problem. Andere Baustelle


Bottom line: if she gives you the cheek, she has low romantic interest ...
... or she is  totally structured, totally set in her ways ...


... a woman that will fight her feelings ...

Und wieder hast du Hoffnung

Hoffnung tötet

Hoffnung killed the cat







Dienstag, 25. März 2025

Hola, amigo (reminiscences and manifestations)

 


Jetzt trinke ich den Kaffee schon wie sie. Mit Wasser.

Damit er nicht zu stark ist für ihren zarten, übergewichtigen Frame ...




Ich stelle mir die ganze Zeit vor, wie sie hinter der Theke steht und "Hola, amigo ..." sagt.


So klein und süß ...



Wenn du dir das nur oft genug vorstellst, passiert es


sagt Goddard

Das nennt sich manifestation


nein, nicht infestatation, obsession, sondern manifestation


Funktioniert so mittelprächtig


Und das ist noch, wie meine Mutter sagen würde, geprahlt


und selbst wenn nicht: Dann hilft mir jede Zeile, sie langsam zu vergessen


Boah, das war zu viel Kaffee, zu viel C.

mehr als ich vertrage

Ich fliege förmlich ...

I've bitten off more than I can chew



Adiós, amiga ...




Samstag, 22. März 2025

Der Misanthrop




They give you sone hope, just enough not to despair


Du willst nur ein bisschen Freundschaft, ein bisschen Liebe, und, was kriegst Du?! Einen Tritt in den Ar#$h.




Nette Menschen, gibt es die? Ich weiß es nicht, ich bin ihnen noch nicht begegnet. Und ich bin schon 48.

Aber vielleicht begegne ich ihnen ja noch.


Alles, was ich kenne, sind Ar@!$löcher. Die dich wie Dreck behandeln und dich wie Sch€£ße wegwerfen, sobald sie dich nicht mehr brauchen.

Oder du ungemütlich wirst, auch mal was zurückhaben willst.

Nur Ars&^%öcher, nur dreckige, hu¥^%ns%hnige Ar@#hlöcher.



Bei den Kindern genauso.

Und wenn die Kinder schon so sind, wie sollen die Erwachsenen dann besser sein?!

Kommt schon, bringt mir den ersten "netten" Menschen! Den ersten "guten" Menschen! Kommt schon, ich warte ...



Freitag, 21. März 2025

Laufen und Denken (mein Lauftagebuch Teil 3)


 



Tu das Gegenteil. Dare her. Versuche zu scheitern.

The backwards law...

Unbewusst willst du sie gar nicht sehen, weil das dir bestätigt, wie Unwort du bist.

An der Ampel siehst du den weißen Hund und denkst" Ach, der Psycho-Hund. Näherer dich langsam, ganz vorsichtig. Der Hund dreht sich zu dir um und du siehst, dass es gar nicht der Psycho-Hund, sondern ein großer, weißer, kniffelige. Der sogar lieb aussieht. Dich mit treuen Augen. Trotzdem nähert du dich vorsichtig, erwartest bei jedem Schritt ein lautes Bellen, das nicht kommt.


So kann man sich täuschen.


Zu einfach nur das, was du willst


Und wenn ich nicht weiß, was ich will ...?!

Don't try!

Try the opposite! But don't that trying too?

Relax!
Die Sonne scheint und es ist nicht mehr so kalt.

Relax!

Genieße den Moment. Das laue Frühlingslüftchen.

Du gibst Leuten zu viele Chancen

Definitiv

Wehrst dich zu spät


In fünf Tagen hat deine Tochter Geburtstag

wird 26


wie sie Zeit verfliegt. Wenn man sie lässt


But what is Anger

anger is fear


Du hättest mit kurzer Hose laufen können

zu spät


es ist schön warm

der laue und ein wenig kühle Wind weht dir ins Gesicht

genau richtig

später könnte es schon fast zu heiß werden


lass los

Genieße das Hier und Jetzt

Schreibe!

Emotional literacy


oder so was Ähnliches

die Sonne

für viele Religionen hat sie eine besondere Bedeutung


Männer mit Bart brauchen den, damit sie sich als Mann fühlen. Sonst würden sie sich nicht Manns genug fühlen

Hast du gestern zu dem gesagt. Überkompensation nennt man so was. Desto dicker, desto unsicherer der Mann

ich weiß, welche Knöpfe ich drücken muss

kurz vor Feierabend wirst du immer besonders kreativ und besonders böse

Und dann meldet sich auch noch Ole. Eigentlich genau passend

sagt dir, dass du toxisch bist

bin ich ja auch, carajo

na und?!

Ich bin, wie ich bin. Und wenn jemand mich ändert, dann bin ich das

nicht du!

Okay?!

Tóxico, mi culo. Mi culo gordo, jajaja

Toxic, my arse


ich weiß nicht, ob ich mit dir zusammenarbeiten könnte, ich traue dir nicht

ich dir auch nicht

dann sind wir uns ja einig

agree to disagree

we agree to disagree



Der Wecker klingelt und du läufst zurück. 3 Kilometer. Etwas mehr als 3 Kilometer. Eigentlich wolltest du 4 schaffen

egal

Du guckst nach, ob du eine Nachricht von ihm hast

Nope

Besser so

vielleicht besser so

nada

das hast du doch eben schon gesehen, dass da keine Nachricht ist

Das ist dein Problem, du hast zu viel Hoffnung. Noch immer

setzt zu viel Hoffung auf die falschen Leute

Auf die falschen Pferde gesetzt, wa?!

Lass los.

du musst loslassen

the backwards law


Ziele, du musst Ziele setzen

du willst der größte Schriftsteller von Deutschland werden?!

Dann schreib!


du kannst sie nicht vergessen


du vergisst sie schon, schreibst immer weniger über sie

das geht immer schneller, je älter du wirst


und irgendwann ist sie nur noch eine blasse Erinnerung, trotz Spanisch, trotz allem

und du hörst langsam auf über sie zu schreiben

tust du ja jetzt schon 



hinterm Edeka gehst du an diesem Pärchen vorbei, überholst sie 

Sie hat einen richtig geilen Arsch. Redet irgendwas Osteuropäisches.

Magst du nicht. Diese rollenden Rrrrrs und kratzenden Laute oder die ganzen Schs bei Polen

schschschschsch

wie Portugiesisch. Magst du auch nicht.

Italienisch klingt gut ...

Baciami ancora ...

Italiener sind cool, die haben Stil!


Baciami ancora


Jovanotti


Ich poste es in meinem Status


Danach direkt Despechá von Rosalía


Die beiden Seiten meiner Seele



meiner schwarzen Seele



7,04 km



Fini



 



  

Mittwoch, 19. März 2025

Sin tetas no hay paraíso [Ein Entwurf]

 


Wir hatten uns am Bahnhof verabredet, jetzt weiß ich es wieder, das war nicht an einem Sonntag, das war ein anderes Mal, wo wir da waren. An dem Tag hattest du dich mit ihr am Bahnhof verabredet, gegen Nachmittag, Abend. Nein, nicht Abend, es war noch hell, als sie dir vom Eingang hinter dem Bahnhof zuwinkte.

Ich weiß noch, du hattest Angst, von irgendjemand von der Arbeit gesehen zu werden, einem Kunden oder dem Rolf, dem Olaf, was weiß ich

Sie stand da und winkte. Klein, dick und süß. Klein, dick und fröhlich. Das liebtest du so an ihr, diese Fröhlichkeit. Das haben die alle, die Frauen aus Ecuador. Die sind alle klein, dick und fröhlich

Da kann eine Deutsche, mit all ihrem Zögern, all ihren Zweifeln nicht mithalten.

Und das, obwohl sie sagte, dass sie Depressionen habe, du mit ihr den Fragebogen ausgefüllt hattest, für ihren Arzt. Schmerzen und Depression. Täglich. Und das klang erschreckend

Die Arme, dachtest du damals. Und konntest es so gar nicht mit der kleinen, süßen, fröhlichen Latina assoziieren, in Verbindung bringen, die neben dir, oder vor dir, an der Theke in der Halle saß

Das konnte doch nicht sein. Eine 7 auf einer Skala von 1-10. Nein, das könnte irgendwie nicht sein.

Das durfte nicht sein


Wie sie da stand, mit ihren schönen, langen Haaren, ihrer braunen Haut, ihrer Brille und ihren kurzen Ärmchen und Beinchen


Wenn dich jetzt der Juan sehen würde, der spanische Taxifahrer, der mit dieser Filippina verheiratet war und der auch zocken kam, zumindest in der anderen Halle.

Was würde er sagen

Wenn er dich jetzt sehen könnte ...

Verstohlen gucktest du zu den Taxis rüber, die genau da, keine fünf Meter von wo sie stand, an dem Taxistand parkten.

Da, wo früher diese Disko gewesen, direkt im Bahnhofsgebäude integriert, wo du einmal mit Nadine gewesen warst, wo die immer After Hour hatten und dann bis in den Sonntagnachmittag laute Rockmusik spielten.

Das waren noch Zeiten

Da stand sie und winkte dir zu. Sagte fröhlich Hola. Fröhlich und wie immer mit diesem leicht schüchternen Unterton, den du so unglaublich sexy fandest und den sie mit einem Lächeln unterstrich. 

Latina eben.


Gabst du ihr ein Küsschen oder gab sie dir die Hand? Du weißt es nicht mehr, aber ich glaube, das war noch nicht die Zeit der Küsschen

Die Zeit der Küsschen war noch nicht gekommen, noch nicht angebrochen.

Küsschen links, Küsschen rechts

Un beso en la mejilla será una señal de amistad

de cariño


Küsschen in der Mitte


Du hättest da stehen bleiben können, den ganzen Abend und die ganze Nacht


Aber sie hatte ihren "Opa" schon angerufen, er würde uns abholen, das wäre einfacher.


Nein, das war natürlich nicht ihr richtiger Opa, und sie nannte ihn auch nicht so, das war Nadine gewesen, bei der dieser alte Herr auf der Putzstelle wollte, dass sie ihn Opa nannte. Opa, und eine Oma gab es auch, Opa und Oma, damit keine Eifersucht aufkam - einmal warst du sogar mit ihr da, die wohnten in Duisdorf und erzählten ihr immer vom Krieg, die Frau sogar davon, wie sie damals vergewaltigt worden war, vergewaltigt worden waren von den Russen. Den bösen Russen


Die Russen kommen.



Und schon kam er vorgefahren, ihr Opa. Sie stieg hinten ein und ich vorne, auf dem Beifahrersitz. Er war eigentlich noch ziemlich rüstig - immerhin war er ja schon 85, wie sagte. War dünn, trug, glaub ich eine Brille. Mit diesen großen Gläsern, wie sie alte Leute so tragen. Trug ein Hemd und hatte diese halblangen Haare, zumindest für einen Mann halblangen, silbernen Haare. Silbergrau. Begrüßte dich fröhlich, wie ein kleines Hündchen

Wer? Er oder du?

Fing direkt an zu reden. Von seinem Auto. Natürlich genau das Richtige für dich, der du, seit du den Führerschein hast, nur mit Bus & Bahn fährst. Genau wie C.

Die von hinten auch irgendwas sagte. Du trautest dich nicht, mit ihr Spanisch zu reden, wolltest nicht unhöflich sein, das wäre unhöflich gewesen, vor ihm

der er der spanischen Sprache nicht mächtig war


Saab sei das beste Auto, besonders für ältere Menschen, blablabla ...

Ich versuchte - wie gesagt - mit ihm zu reden, nett zu sein, umgänglich, nicht zu schweigen, das Gespräch am Laufen zu halten ...

... und so führen wir den Berg hoch nach Schweinheim. Wo die Reichen wohnten. Und ich war mächtig impressed ... besonders, als sie ihr Oberteil auszog ... nein, nur Spaß ... ihr Top zog sie natürlicht nicht aus, aber irgendwie hatte ich einen freieren Blick darauf.

Sie hatte eine größere Oberweite als Nadine ...


Er laberte weiter von seinem Saab (als ob ich nichts Besseres zu tun hätte als sein schwedisches und wir kamen an diesem Klotz von Haus an, fuhren direkt in die Garage, die er irgendwie automatisch öffnete - von da ging es durch eine Art von schmaler Waschküche durch die Küche in das Wohnzimmer, wo ich aufgefordert wurde, auf dem Sofa Platz zu nehmen. In der Mitte stand ein mittelgroßer Tisch aus dunklem Holz. Opa setzte sich rechts von mir hin, während C. mir gegenüber Platz nahm, nachdem sie das Essen geholt hatte - sie hatte das, glaube ich, schon vorbereitet, er sagte, glaube ich so was ...

Wie zwei Schulkinder nahmen wir also rechts und links von ihm Platz ...

Und der gute Junge, der ich war, fing ich sofort damit an, mit ihm Konversation zu betreiben. Das heißt, er erzählte und ich hörte zu und machte nur manchmal kleine Einwürfe, damit er weitererzählte ...


***


Wie sie mich anguckte, wie ich sie anguckte. Ich mochte sie einfach. Ihre Physionomie. Ihre südamerikanische Physionomie

in der ich mich förmlich verlor 



Es gab Spargel mit Kartoffeln. Wieder sagte der Typ irgendetwas von wegen, das sei besonderer Spargel, den würde er irgendwo speziell holen, keine Ahnung. In der Eifel, was weiß ich, beim Bauern. Der wäre tweuer, blablabla.  Aber wenn sie mich fragen, wenn ich auswählen müsste zwischen den Netto-Geflügelfrikadellen für 2,99 und diesem Spargel, dann würde ich die nehmen, gebraten oder ungebraten. Ich verkniff mir zu sagen, dass Spargel wie ein Penis aussieht, ein langer, dünner, weißer Penis, kein Big Black C$ck, sondern ein long, white, thin cock.

(con perdón)

Aber das hatten die bestimmt auch schon tausendmal gehört, dieses alte, abgegriffene Klischee vom Spargel, der wie ein Penis aussieht, oder zumindest daran erinnert. Vielleicht machte das ja den Reiz an dem Ding aus, den egal, wie er es schnitt und kaute, es schmeckte irgendwie nach ... nichts, und war dazu noch leicht glitschig (boah, ich hasse das, glitschige Speisen) und scheißfaserig. Und auch die Soße, die wohlgemerkt eine Fertigsoße war, eine gute, aber eine fertige, von Knorr, glaube ich, machte das Ganze nicht besser.

"Wir essen wenig, aber dafür gut!", sagte der alte Mann stolz.

Keine 500g-Geflügelfrikadellen von Netto - das wäre es jetzt.

Und da ich gesagt hatte, dass ich, meines Wissens, meines besten Wissens und Gewissens, noch nie vorher Spargel gegessen hatte (weil meine Mutter so einen Scheiß nicht möchte, boah, das Gesicht meines Vaters, wenn sie ihm das serviert hätte ...), guckten sie mich beide jetzt erwartungsvoll an, er mit seinem abgeklärten, ich-habe schon-alles-gesehen-Blick und sie mit ihrem fröhlichen, runden Gesicht und ihren T#$@en. Ihren Monsterti##en, zumindest in diesem Top (der hättest du auch deinen Spargel reingesteckt ... - con perdón).

Und was sollte ich sagen?!

Wahnsinn! Habe noch nie so einen ... Scheiß gegessen.

Wie das faserige "Ding" auf der Zunge zergeht. Wie irgendein komplett überbewertete f#$@ing Gemüse.

Ich war hier halt die Jungfrau, wollte ihr auf Spanisch sagen: ¿Eso es todo?

Ist das alles?!

zeig mir deine T#$@en, Glocken, dingdong, dingdong ...

... die sehen so groß und rund aus, da möchte ich reinbeißen

Stattdessen, statt ihrer saftigen, fleischigen T#$@en, machte ich mich an die einsame Kartoffel (wie sinnbildlich), die das komische Gemüse (das ist nur ein effing Gemüse!) auf dem Teller begleitete. Und da fing schon das nächste Problem an: Machte man die Schale ab oder aß man die mit. Keine Ahnung. Was für ein Bauer ich doch war (und nicht der, von dem er sich den Spargel geholt hatte, sondern ein richtiger Bauer). Die elementarsten Dinge wusste ich nicht, das war ja nicht auszuhalten, das war ja nicht mehr feierlich.

Dafür erhaschte ich einen weiteren Blick auf ihr Dekolleté, ihr braunes, rundes Dekolleté.

Während ich mit dem Typen, ihrem Chef und Freund, redete ...

Da war sie wieder, diese coole (kühle?) Normalität, die die Leute in diesen Situation haben, an den Tag legen, hat mich irgendwie immer fertig gemacht.

Einfach über irgendeinen Scheiß reden, über irgendeinen belanglosen Scheiß, den Thermo-Mix, das konnte ich noch nie ...

... obwohl ich auch nichts anderes, nie was anderes getan habe, in meinem Leben ...

... geschweige denn was Besseres ...

Also tu nicht so!


Das erinnerte mich an endlose Familientreffen in meiner Kindheit und mindestens ebenso endlos erscheinende Lehrertreffen in meinem Berufsleben ...

Schrecklich ...

Und genauso fühlte ich mich ...

Mir hat diese Normalität, diese vorgespielte, vorgetäuschte Normalität schon immer irgendwie Angst gemacht ...

So als würde jeden Moment etwas passieren, dass sie auseinderreißen, zerstören würde ...

... oder was noch viel schlimmer war: dass es nicht passierte, das diese gepflegte, pseudo-intellektuelle, pseudo-abgeklärte Langeweile voller Geschichtchen, Anekdoten und mehr oder weniger lahmen Witzchen alles war, was es zwischen diesen Menschen gab, die fast schon verzweifelt den anderen davon zu überzeugen, wie toll man doch sei, wie man sich doch gegen alle und jeden durchgesetzt habe und wie interessant und spannend das eigene Leben doch sei

Needless to say, ich war kein guter Partygast, als ich noch auf Partys ging, auch weil ich damals immer versuchte, meine Langeweile in Alkohol zu ertränken, und dann, zumindest für mich, aber nicht so sehr für die anderen, wirklich lustig wurde - Sie wissen schon, was ich meine ...

Ab diesem Moment halfen dann meine schlüpfrigen Gruppensex- oder Partnertauschvorschläge auch nicht mehr - obwohl sie vielleicht wirklich was gebracht hätten, wären sie doch bloß jemals in die Tat umgesetzt worden ...

So ungefähr fühlte ich mich hier, auf dem Sofa, beim Essen des Spargels und der einem verhungernden Kartoffel auf dem Teller. Der Fertigsauce ... das war ja fast noch schlimmer als das Lehrertreffen mit Pizza, Döner und Cola - genau nach Geldkontingent bestellt, also dürftig, immer dürftig, aber dafür umso salziger, zuckriger und fettiger, yay ...

Der alte Perserteppich unter meinen Füßen ...


So hätte ich mich definitiv gefühlt  wäre da nicht sie gewesen. C.

Die alles rettete, die mich rettete, nicht nur mit ihrem Dekolleté, sondern mit ihrer bloßen Anwesenheit, der bloßen Anwesenheit ihrer Person, ihres Wesens ...

Ich musste noch nicht mal Gruppensex vorschlagen, weiß auch nicht, ob der Alte das überlebt hätte, ich war einfach so glücklich, feliz como el lombriz, nur durch sie ...


obwohl ich natürlich zu Sex mit ihr auch nicht nein gesagt hätte, auch nicht nein gesagt hätte, natürlich nur wir bei dem, auf dem muffigen Teppich, dem muffigen Teppich quasi Leben einhauchen, indem wir ihn begatten, uns begatten ...

F$$$ING HELL!

Aber man kann nicht alles haben, im Leben ...
Und für den Moment war ich glücklich, meine Augen in ihrem Dekolleté, und manchmal auch in ihrem Gesicht zu versenken, während der Alte redete, mir irgendein Zeugs erzählte, von dem ich hätte beeindruckt sein sollen ...

Ja, Afrika, jaja, ich habe alles gesehen, alles gemacht in diesem Leben

ABER NICHT DIESE T@#@EN, DIESE TETAS!

Eben there, got the T-Shirt...done that


RIPPED OFF HER FUC#$@ TOP ON THE FLOOR

***

Später saßen wir auf der Terrasse, die größer war als meine Wohnung. Sie saß da, auf einem dieser Campingstühle mit Küssen, hinter ihm, der neben mir saß, also viel zu weit weg von mir, und misshandelte seine fleischfressende Pflanze ...

"Vorsicht, das sind auch Lebewesen!", sagte der Alte und sie stellte die winzig kleine fleischfressende Pflanze wieder gerade hin, auf den Tisch.

und ich wollte nur genauso von ihr misshandelt werden

War das zu viel verlangt?



to be continued ... Fortsetzung folgt!





Sonntag, 16. März 2025

Stalking (con perdón)




Letztens, nach der Arbeit, warst du schon früher raus. Nicht früh genug, um den Zug zu nehmen (du vertraust der Bahn eh nicht mehr, da passiert immer irgendwas, selbst, wenn nichts passiert, und dann stehst du da, wie bestellt und nicht abgeholt), aber so früh, dass du noch genug Zeit hättest

Du könntest jetzt sagen, dass das eine spontane Eingebung von dir war, dass du erst, als du die Halle verlassen hast, daran gedacht hast, aber das wäre - natürlich - gelogen. Natürlich war es gleichzeitig nicht geplant, du hattest dir das nicht schon zu Hause gedacht, überlegt


aber trotzdem war das so eine schwammige Mischung zwischen premeditated und spontaneous, spur of the moment stalking


machen wir uns da nichts vor!



Du beeilst dich sogar extra noch. Schließt die Halle extra schnell ab, gehst schneller als sonst die M.straße entlang, vorbei an dem Chinesen, dem Araber auf der Ecke, dich nach allen Seiten umguckend unter der Unterführung durch, am Italiener vorbei, von dem dir Martin immer eine halbe Pizza mitbringt


Die Spannung steigt, die Anspannung, deine Anspannung


wie viel Uhr haben wir, hast du noch Zeit, denkst du als du auf der anderen Seite an der Haltestelle R.allee angekommen bist



Heute, wieder ein Samstag, wo du darüber schreibst, kommt dir ein seltsamer Gedanke: Vielleicht macht sie ja gerade dasselbe, stalkt dich auch

sie weiß ja, dass du Samstagabend immer Dienst hast, nicht, dass sie jetzt irgendwo hier steht und dich beobachtet, während du friedlich denkst, dass du sie stalkst

mein Gott, was für eine vertrakte Situation

wie schön das wäre

wirklich?


Machen Frauen so was überhaupt

Natürlich, Bruder, du würdest dich wundern, was Frauen alles machen



Die Nacht ist kalt. Du gehst an der Haltestelle vorbei, passierst auch die Deutsche Bank, über den dunklen Parkplatz, wo du nie genau weißt, wo der Weg langgeht. Du hältst dich rechts, ihr Gebäude ist fast schon in Sichtweite

was, wenn sie dich jetzt sieht?

Im Leben nicht im Dunkeln


Und plötzlich, wie von Geisterhand, stehst du schon fast vor ihrem Haus, heeeess, Vorsicht!

guckst hoch in den zweiten Stock, wo sie wohnt, hoch zu dem Balkon

jetzt kann sie dich definitiv sehen, du bist jetzt voll vor ihrem Haus, mit deinem ganzen Gepäck von der Arbeit, dem dicken, vollen Rucksack auf dem Rücken (der ist zwar schwarz, aber dafür so prall gefüllt, dass man seine Konturen auf jeden Fall sehen würde, in der Nacht. Und deine ebenfalls schwarze Tragetasche ist genauso gut sichtbar


was, wenn sie jetzt da oben auf dem Balkon stehen würde

viel zu kalt

wer weiß, sie kommt aus den Bergen

oder durch das Fenster nach unten gucken würde

nein, das geht nicht, das weißt du

sicher?


Du weißt noch, wie du sie das erste Mal hier besucht hast, um ihr mit dem Bett zu helfen

(nein, nicht, was ihr denkt, obwohl es nicht am Wollen lag, gewollt hättest du gerne)

Da hast du ihr geschrieben und aus Spaß gesagt: Ich gehe erst mal zur Sicherheit zweimal um das Haus herum ... das du gar nicht gefunden hast, haha  erst, nachdem du völlig falsch gelaufen warst und sie dir geholfen hat

das waren noch Zeiten!


und jetzt stehst du hier, nachts um halb eins, voll unter ihrem Balkon, das heißt, ein bisschen links davon

jetzt ist es eh zu spät ... wenn sie dich jetzt sieht, dann sieht sie dich halt, was soll es, da kannst du jetzt eh nichts mehr dran ändern

schon von weitem hast du gesehen - das hatte ich vergessen zu erwähnen, hatte ich ganz vergessen zu erwähnen, dass die beiden Fenster ihrer Wohnung beleuchtet sind. Sie ist also da, wenn sie noch da wohnt

nach der Renovierung, nach Ecuador

wo sie ja laut der Aussage der Chilenin vielleicht gar nicht war

mysteriös, mysteriös ...

Watson, das Fenster, der Balkon


beide Fenster hell erleuchtet

nachts um halb eins

mysteriös, mysteriös


ob sie wohl alleine ist


vielleicht ist ja ihr Mann bei ihr. Wieder bei ihr. Und sie haben sich vertragen

liegen zusammen in dem Bett, das du mit aufgebaut hast

Licht in der Küche und im Schlafzimmer, im Zimmer, im einzigen Zimmer, was weiß ich


mysteriös, mysteriös


Oder ist das eins der Mädels (una de las chicas), von denen sie dir erzählt hat, die mit ihr (angeblich) die Wohnung teilen wollten

mit denen sie angeblich die Wohnung teilen wollte


Oder ein Mann? Ein fremder Mann, den du nicht auf dem Schirm hattest, den du noch nicht auf dem Schirm hattest

glaube ich nicht

glaubst du nicht oder willst du nicht glauben?

Einen Stecher. Der sie gerade sticht


Das Licht wirkt sogar noch heller, da ihr Fenster das einzige ist, wo noch Licht an ist

fast in der gesamten Umgebung

nachts um halb eins


Leise und vorsichtig trittst du an die Haustür heran, an ihre Haustür

wenn sie dich jetzt erwischt, boah, wenn sie dich jetzt erwischen würde, vor ihrer Tür, unter ihrem Balkon

würde sie die Polizei rufen



Ich  glaube nicht


boah, wie peinlich das wäre

"L., was machst du denn hier, des nachts?"

"Nichts, C., nada, wollte nur mal gucken, ob du noch hier wohnst, ob es dich noch gibt, in Bonn, ob du noch lebst

obwohl, das weiß ich ja von der WhatsApp

"Ja, tue ich, L."

"Ok, dann bin ich mal wieder weg. Chao. Einen schönen Abend noch

Nacht

ein schönes Leben noch


Aber es ist keiner da


wie es wohl wäre, jetzt mit ihr da oben zu sein. In der Küche. Sie hat gekocht, ihr sitzt beieinander, nur leicht bekleidet, es ist warm, sie hat die Heizung voll aufgedreht


nur leicht bekleidet


schön wäre es, ein Träumchen


ihr liegt in ihrem Bett


das du unter Angst, unter Angst vor ihrem Ehemann, unter Angst, dass ihr Ehemann hereinplatzt (Überraschung, sorpresa, sospresa, ihr wolltet doch nicht ohne mich anfangen?!) mit ihr zusammen aufgebaut hast, ohne es, mit ihr zusammen, gleich auf Herz und Nieren, Federn und Matratze zu testen


Du stehst vor ihrer Tür und guckst hoch zu den Klingeln rechts vom Eingang. Ein Schild wurde entfernt. Zuerst denkst du, das ist ihre, aber dann wandert dein Blick weiter nach oben und du siehst es

siehst sie


Nein, nicht sie persönlich, sondern ihren Namen, auf dem Schild, neben dem ihres Mannes

T. C.

Das ist ihr altes Schild, ihre alte Klingel

sie wohnt also noch hier

Ja!
Yes!
¡Sí
!

Geil!

(wer, du?)

Du drehst dich und trittst leise den Rückweg zur Haltestelle an der R.allee an, schnell, mach, dass du wegkommt, dass du hier wegkommt, los!

wirfst noch einen letzten Blick auf das Licht in ihrem Fenster, einen letzten sehnsüchtigen Blick

the light, the green light

... and distinguished nothing except a single green light, minute and far away, that might have been at the end of a dock


und gehst schnellen Schrittes ... weg ... entfernst dich schnellen Schrittes



bist eigentümlich beruhigt, obwohl da sein Name auch noch steht, aber vielleicht ist das nur, weil sie ihn nicht wegmachen wollte, weil sie nicht wusste, wie. Kein neues Schild nur mit ihrem Namen hatte, was weiß ich


aber auch traurig. Wie gerne wärst du jetzt mit ihr da oben, in ihrer Wohnung, in ihrer kleinen Wohnung, in ihrem Bett, ihrem Leben, wieder im ihrem Leben


wie gerne




so gerne




so gerne, dass es wehtut














Du hast so kein Leben.

ich weiß



Du hast echt so kein Leben










Das ist wie bei deiner Mutter; die hat auch immer heimlich deinen Onkel anonym angerufen, um zu sehen, ob er noch lebt











vielleicht stand die auch (heimlich) auf den





Samstag, 15. März 2025

Unsere kleinen Macken

 



Sie hatte immer etwas auszusetzen an mir. Vielleicht wollte sie mich ja auch nur besser machen, wer weiß. Wie an dem Tag, als sie meine Haare kritisierte. An dem Morgen, an dem sie mir hinten die graue Stelle mit dem Rasierer entfernen wollte. Nachdem sie bei mir geschlafen hatte. Am Morgen danach, sozusagen. Als sie das sah, gefiel ihr das gar nicht und sie griff direkt zum Rasierer.

"Moment, kannst du das überhaupt? ¿Tú sabes de peluquería?"

"Sí, yo sé de muchas cosas, yo he sido muchas cosas, peluquera..."
(Ja, ich kenne mich mit vielen Sachen aus. Ich war mal Friseurin, alles ...)

"¿De verdad?"
(Echt?)

"Siiii."

Und schon hatte sie den Rasierer in der Hand und war an meinem Nacken am werkeln.

"Si me haces un hueco ..."
(Wenn du mir da ein Loch rein rasierst ...)

Aber sie war schon voll bei der  Arbeit. Zum Glück - oder leider? - war ihr der Rasierer aber zu stumpf. Oder war tatsächlich zu stumpf, obwohl für meinen Bart noch reichte, sonst hätte ich ihn ja weg getan.

Oder nicht?

Wie dem auch sei, tat sie ihn wieder zurück, oder drückte ihn mir in die Hand, während sie verächtlich "¡Qué huevada!" sagte.

Mit einer Verachtung, die nur sie so verächtlich rüberbringen, dass, hätte sie mich nicht beim Frühstück geküsst, ich (innerlich) sauer oder traurig oder beides geworden wäre, aber an dem Morgen war mir das mal wieder egal.

Hätte es nicht sein sollen, Corey Wayne, Father Alex, oder wie ihr alle heißt, ich weiß.

Aber war es

Typisch L.

Typisch

Und wenn ich jetzt ihre Verachtung auf der Seite in geschriebener Form zum Ausdruck bringen könnte, würde ich das tun ...

Das wäre dann vielleicht so etwas wie: Aaaghhhugghhjrhjjkkjuuu ...

So ungefähr ...


Aber vielleicht wollte sie ja auch nur helfen. Mich besser machen. Ihren "Mann" besser machen.

Das war, glaube ich, die Nacht, bevor ihre Tochter kam ...


Außerdem gefiel ihr nicht, dass meine Hose immer runterrutschte.

"¡Álzate el pantalón!"

Ok, das war auch seine, meine Verantwortung, ich weiß, Mark Manson, ich weiß ...

... aber ihn interessierten diese Dinge halt nicht, das hatten sie noch nie getan ...

...seine Mutter war genauso gewesen, immer, wenn sie zusammen aus dem Haus gingen, fummelte sie ihm an den Mundwinkeln ein oder erinnerte ihn daran, dass er noch Schlaf in den Augen hatte ...

... manchmal machte sie das sogar mit Spucke, ihrer Spucke, wenn das nicht weg ging, bah ...

Auf jeden Fall störte sie das mit der Hose und ihm war das, gelinde gesagt, @#!eißegal, Hauptsache, sie war bei ihm, dann war ihm alles egal.


Ja, ich weiß, Corey Wayne: You snooze, you lose ...

You let your standards slip, ...

Welche Standards? Ich hatte noch nie welche gehabt. Ich war immer nur ich gewesen, einfach nur ich. Für Nadine hatte das gereicht

(am Ende auch nicht mehr)



Ihr war es aber, ihr war es nämlich nicht egal ...

Wie in der Halle: Wenn sie bei ihm an der Theke saß, war ihm alles egal, Kunden und alles. Wenn ihn dann ein Kunde ansprach, weil er einen Automaten haben wollte, grummelte und knurrte er ihn jedes Mal förmlich an und sagte manchmal gar nicht so leise zu ihr: ¿¡Putos Clientes! ¿¡No pueden abrirse ellos mismos las putas máquinas!?

(das übersetze ich jetzt nicht)

Ich hatte nur Augen für sie, Hände für sie, Lippen für sie ...

Aber sie, ganz die Spielerin, beobachtete alles ganz genau, alles, was hinter mir passierte, und sagte mir immer Bescheid, wenn einer dieser putos clientes (con perdón) etwas von mir wollte.

War das ein F... yes! nach Manson? Wohl kaum. Darüber machte ich mir damals schon Gedanken. Wie konnte sie sich nicht in mir verlieren?!

Perdidamente

Perdidamente enamorada





Freitag, 14. März 2025

Glück im Un... in der Schlaflosigkeit




Du kannst nicht schlafen. Im Fernsehen läuft erst Maischberger (oder ist es Illner?), dann Lanz. Davor hast du diesen Action-Film geguckt. Irgendwas mit Malta. Mit diesem Killer. Und jetzt ist es schon 23:00 ... 24:00 und du kannst immer noch nicht schlafen.

Was für ein Scheiß.

Aber manchmal passiert das halt.

Da mähste nix.

Egal, wie du dich drehst und wendest.

Isst die vier restlichen Frikadellen.

Versuchst dir einen runterzuholen.

Holst dir einen runter.

Nichts funktioniert.

Versuchst zu atmen.

Liegst wie in einer Mulde.

Manchmal passiert das.

Und jetzt läuft dieser französische Film.

Und es ist schon 01:57.

Und der ist schön.

Du musst loslassen, dich entspannen, wie Goddard sagt

In dem Film verliebt sich ein Vater in die junge Haushälterin ... keine Ahnung, wo die Mutter ist ... das habe ich in meiner Schlaflosigkeit nicht mitbekommen

Sie heißt Julia, aber auf Französisch ausgesprochen, Júlia, keine Ahnung, wie die Franzosen das eben aussprechen

02:12

Am Anfang waren meine Füße eiskalt, jetzt sind sie scheißheiß.

Aber schlafen kannst du immer noch nicht.


Entspann dich, lass los!



Der Film war schön, so schön, manchmal kann das Leben auch schön sein, aber dann kommt noch ein Film. Du denkst noch: Die werden den Film doch nicht zweimal zeigen ... aber da siehst du, dass das der zweite Teil ist.

Das Encore


Und kleine und nicht ganz so kleine Französinnen werden nicht hässlicher ...

Oh la la...

Also guckst du um 02:56 immer noch, immer noch hellwach ...

Pardon, Monsieur...


Ich bin alt, alleine, ein absoluter Loser und momentan glücklich ...

... aber vielleicht ist das auch nur die Schlaflosigkeit. Die du mit Glück verwechselt ...

... das ist so eine Sache mit dem Glück ...


... aber wenigstens sind meine Füße warm ...

... und das, obwohl du die Heizung nicht mehr anmachst (das sehe ich gar nicht ein, mitten im März, das kommt gar nicht in die Tüte) ...



Und der Film ist gut ...

Manchmal braucht es nicht viel ...

... nur ein bisschen Schlaflosigkeit ...


Das Glück ist schon komisch ...


Life's a cualquiera ...

I just wanna feel ... real love ...


 


... so als ob sie sagen wollte: Dann hätte ich hier gar nicht hinkommen müssen ...

Und sie wollte es nicht nur sagen, sie sagte es auch, tatsächlich.

"Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich gar nicht gekommen ..."

Aber du sahst darüber hinweg, wie du über alles hinwegsiehst, zeigtest ihr stattdessen Videos von Liebesliedern auf deinem Computer. 

Mittwoch, 12. März 2025

Lauf, Forrest, lauf! (Mein Lauftagebuch 2)

 



Ich liebe diese Frau.

Ja, du liebst sie ...

... aber sie dich nicht.



Keine 5 Minuten vorher: Es ist vorbei.

Ich muss auch abschließen können.

Abschießen können.

Es ist zu viel passiert. Es ist vorbei.


Ich fühle mich benutzt.

Benutzt fühle ich mich.

Benutzt und weggeworfen.

Auch auf der Arbeit.

Zu alt.

Nicht hip genug.

Zu kompliziert.


Jeden Hickihacka willst du behalten.
Aber mich nicht.

Scheiße ist das, Scheiße.

Richtig Scheiße.



Ich liebe sie. C., ich liebe dich.

Mir egal.

Ich kann warten bis ans Lebensende.

The waiting game.

You got to outwit ans outwait women.

Vielleicht findet sich ja bis dahin noch was Besseres.

Das war alles, was ich heute dazu zu sagen hab.


*** *** ** ***. Wie ich da mit ihr saß, an der Theke der ****** *** ** ****** **********, **, ******* ****** ****: ** **** *** ********.
*** ** *** *** ********* ***, *** Gesicht ******** ***, *** ***** ** *****: *** *** *****!
Ich glaube, er hat es sogar gesagt.

Er hat es gesagt!

"**** ******!"

Vor ihr.



Heute machst du Hack.

Die Hälfte.

Aber das ist zu wenig. Zu wenig Proteine.

Dann musst du weniger Kohlenhydrate essen, weniger Nudeln. Weniger Reis.

Heute gibt es Reis, heute hast du Zeit.

... die Kohlenhydrate immer weiter reduzieren.

So wie Karsten das gesagt hat, damals.

Warum isst du nicht einfach weniger Kohlenhydrate?!

Einfach!

Einfach

Der hat gut reden!

Der ist ja dünn.


Aber das ist eine gute Idee, das mit der Reduzierung.

Wie die Japaner das machen: Immer nur 70-80% essen.


14 Aufrufe, der Blogbeitrag.

Nur.

Das ist doch Kacke, Mann, ich will mehr.

Mehr.

Mehr!

Ich will mehr!



Es wird schon hell.

Geil!

Pferde, denkt er, als er an der Pferdeklinik vorbeikommt. Pferde. Pferdekacke. Nein, das heißt bei Pferden nicht Kacke. Wie nennt man das nochmal?

Pferdeäpfel.

Pferdeäpfel!

Das Hier und Jetzt.

Tolle.

Eckart Tolle.

Der leicht kühle Wind im Gesicht.

Aber ok kühl, nicht, wie letzte Woche. Ok kühl.

Das ist eine Kühle, mit der ich Leben kann.

Fast schon angenehm.

Fast schon kühlend.

Die Vögel zwitschern auch.

Hier auf dem Land immer.

Schön!

Die Mörgenröte hinter den Bäumen.

Meditation.

Fast wie Meditation.

Nicht dass du jemals meditiert hättest.

Solltest du vielleicht mal machen.

Den Berg runter nach Villip.

Dann wieder hoch, das ist anstrengend.

Das nervt, aber ist Teil des Laufens.
Teil der Meditation.

Die Vergangenheit vergessen.

Nicht an die Zukunft denken.

Nicht an sie.

Der Weg ist das Ziel.

Vorbei an den Hühnern.

Dem Hund mit der bunten Beleuchtung um den Hals.

Ob das den stört?

Nicht mehr als ein Zusammenstoß mit einem Fahrrad.

Die Hühner sind noch nicht raus, der Hof ist noch dunkel und verlassen. Kein Huhn in Sicht.

Es ist 6:28.

Aber eine Kuh guckt dich mit diesem großen Kopf im Halbdunkel an

Haben Kühe Hörner?


Bergauf ist die Kühle schön wieder ein bisschen zu kühl


All die Vögel, wie sie zwitschern. Miteinander quatschen, reden.

Das ist ihm direkt aufgefallen, als er aufs Land gezogen ist, ziehen musste. Dass man hier viel mehr Vögel als in der Stadt.


Hoh, die ist so schön. So sanft. H., ich liebe dich. Die hat dir bestimmt geschrieben, weil die dich sehen will. Nein, ich kann nicht. Bauchfrei. Auf ihrem Profilbild. So sexy. Dünn und sanft wie eine Katze. Wenn sie leise mit dir redet. Schnurrt. Wie ein Kätzchen. Miau ...

Mach Miau, du


Wie geil du bist, H., wie geil du doch bist


Scheiße, beim Laufen hast du dir auf deine Jacke gespuckt, bah, ein dicker Klecks. Du wischst ihn weg.

Wenn sie sich neben dich setzt, sodass du sie fast riechen kannst, so geil

Attraction is not a choice


Frauen sind so schön. Selbst solche Schlachtrößer wie C. So schön


Lauf, du Ar@!$$Ich, es zählt nur das Hier und Jetzt. Hast du das nicht eben selbst gesagt?!


Du kannst sie nicht sehen

Doch kannst du!


Du spuckst wieder, guckst hin, ob du dich nicht angespuckt hast. Aber da ist nichts. Da, wo vor Wochen noch Blut war. Deine ganze Lippe war blutig


Beim Laufen werde ich wieder Mensch. Mit Blut, Spucke, Pisse

Sperma nicht.

Noch nicht

Zu kalt



Wie sagt Manson das?!

Bukowski weiß, das er ein Loser ist. Und immer bleiben wird. Trotz allem. Trotz des Erfolgs. Aber er ist so ehrlich, sich das einzugestehen. Radikale Ehrlichkeit

Soweit ist er noch nicht, aber fast. Radical honesty.

Love like the sun.


Ein Auto mit Techno-Musik fährt an ihm vorbei.

Geil!

Dumbadumbadumbadumba.

Geil!

Leben

All das Leben

Komm, lass uns leben!

Komm, lass uns Leben, immer mehr!

Er mochte Westernhagen schon immer

ob der sich auch verkauft hat? Sold out



Du musst die Schönheit in allem finden

In allem und jedem


Die sagen dir sie Schönheit nicht!


Komm schon, Baby!


Wenn sie dir schreibt, will sie dich sehen!

Also, worauf wartest du?!

H.



Ich muss kacken


Scheiße



Sonntag, 9. März 2025

My playlist from hell - or heaven?! [Entwurf]

 23.02.25


Die Playlist aus dem Himmel, oder der Hölle? My playlist from hell - or heaven? 

Du drückst auf Zufallswiedergabe und als erstes kommt:

Carmen DeLeón - Mariposas


Es ist Wahltag


Die Vögel zwitschern


Die Sonne scheint


und du denkst an C.


Aber schwach, schwächer


ihr Signal wird schwächer


je älter du wirst, desto schneller geht das mit dem Liebeskummer


du hörst die Raben krächzen


Nachtigall, ick hör dir trapsen


Du musst dich beeilen, läufst schneller, um zum Doppelpass wieder da zu sein


aber warum eigentlich?


Um vermeintliche Fußball-Experten über Fußball reden zu hören


Bayern hat eh noch nicht gespielt, heute erst


Lauf Forrest, lauf!


Wie du damals immer gelaufen bist, und dabei permanent an sie gedacht hast    eure  Sternzeichen gecheckt hast  für ein Zeichen   und sag nur ein Wort


Der Frühling ist da      und du willst sie nicht vergessen


wolltest gestern dieses Lied Posten, in deinen Status stellen


von Carmen de León


hast es dann doch nicht gemacht



es ist kalt, aber nicht mehr ganz so kalt     deine Fenster zu Hause sind auf kipp


Du beginnst zu joggen. Ob dein Knie das mitmacht?


Mariposas


Schmetterlinge


Hattest du auch 


Diesen einen Tag warst du wie high


hattest, warst


Laut Tony Robbins kann man Trauer schon in einem Tag überwinden


wenn man will


que tu amor me confieses  dass du mir deine Liebe gestehst    heute weiß ich, das war ein Fehler, das macht man als Mann nicht. Man(n) lässt die Dinge fließen   oder machen das Frauen  wer weiß 


Deja que fluya


¡Deja que fluya!


¡Deja que fluyan las cosas!


Lass die Dinge fließen 


aber wohin?


wohin?!


Einen Tag. Und der Liebeskummer ist vorbei! Sagt Robbins. 


wenn der das sagt


du bist schon drüber   schon lange   schon lange überfallig


Der Mann mit dem Rollstuhl kommt dir entgegen. Jeden Tag dreht er hier einsam seine Runden in seinen fahrbaren Rollstuhl, mit seinem Hund immer an der Seite, sein treuer Begleiter


Hunde sind treu, Menschen nicht 


Por cobarde no te dije nada, singt Carmen - Aus Feigheit sagte ich nichts - ja,stimmt, und was lacht dann?! Die Friendzone!!! Zahnlos, feige, schüchtern, abwartend, nicht masculine enough


Die kommt ein Fahrrad entgegen, fährt ganz eng an dir vorbei. Die fahren auch immer bekloppter. Wie du letztens geblutet hast, als das Fahrrad dich angefahren hat. Geil!


Deine Lippe ist immer noch auf. Das Blut auf dem Asphalt, das Blut, das Leben


Llevo queriéndote en silencio siete vidas y no dije nada - Schweigend liebe ich dich schon sieben Leben lang und sagte nichts


Sagte nichts, als ich ihre Nacktbilder auf dem Handy sah. Wie geil ich war


über sieben Brücken musst du gehen


beide am 7. geboren. Da kann ja nichts schiefgehen. Oder? Oder? Doch, so einiges!


Ja, ich möchte dich schon am Anfang. Als Frau, als Mann, wie ein Mann eine Frau halt so mag.


über sieben Brücken musst du gegen


sieben Jahre lang lieben


Y aunque por fuera yo decía que era tu amiga por dentro me ahogaba - und obwohl ich draußen immer gesagt habe, dass ich deine Freundin bist, ging ich in meinem Inneren unter


wie sie immer hinter der Theke auftauchte, kaum sichtbar,so klein, wie sie war. Und schüchtern "amigo" sagte



Das Wichtigste ist auch, dass du die Liebe in dir hast, du hast sie noch in dir, die Liebe


Also kannst du sie ihr oder auch jemand anderes geben





Dienstag, 4. März 2025

Glaube, Hoffnung, Liebe





Ich vermisse sie schon, denkt er abends in der Halle, kurz vor Feierabend. Wie schön es wäre, wenn sie jetzt hier rein marschieren würde.


Und auf ihre leise, ruhige Art "Hola" hinter der Theke sagen würde.


Heute könnte sie sogar "Hola, amigo" sagen, und es würde mich kein bisschen stören. 


"Hola, amigo."


Das kann doch nicht alles gewesen sein. 


Du bist ja selbst schuld. So, wie du dich benommen hast. Du hast die Shit-Tests ein bisschen zu weit getrieben, dachtest wohl, dass sie, wenn sie dich wirklich liebt, alles akzeptiert.


Du willst mit ihr reden, auf Spanisch.


Sie könnte dich sogar wieder um "favores", kleine Gefallen bitten, das wäre alles okay. Hauptsache, sie ist nicht weg. Hauptsache, sie redet wieder mit dir


Das wird schon


...


Du musst nur glauben


Glaube, Hoffnung, Liebe



Glaubst du wirklich?


Du musst glauben, wirklich glauben. Think positive. Hatte Alexander damals an seinem Schrank stehen. Think positive.


Never give up


Only losers give up


Never give up, ya m#@€af*@&a!




Montag, 3. März 2025

Mein Lauftagebuch (Folge 1)

 



03.03.25


Du weißt, dass kein Kontakt das Beste für dich ist und hast schon wieder nicht gehört. Und jetzt musst du leiden. Wer nicht hören will, muss fühlen. So ist das.


Aber egal: Es gibt immer eine Chance. Du musst nur zäh bleiben. Nur Verlierer geben auf. Und du willst doch zu den Gewinnern gehören, oder?!